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Das Wort zum Sonntag: Love Bombing

Love Bombing (auf Deutsch: Liebesbombardement) ist ein Versuch, jemanden durch Demonstrationen von Aufmerksamkeit und Zuneigung zu beeinflussen.

Google übersetzt „Love Bombing“ übrigens mit „Ich liebe Bombenangriffe“. Was wohl nicht die gelungenste Übersetzung ist. Vielleicht hat die Software zu viel „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben gesehen„.

Jetzt wo wir wissen, was Love Bombing ist, bleibt also die Frage, kann Change durch Liebe trotzdem oder gerade deswegen funktionieren?

Change hat mindestens zwei Ebenen zu jeder Zeit. Auf der einen Seite die Strukturelle, welche sich durch Why-How-What erklären lässt und dann die Menschliche (intrinsische), welche auch mit oder vor allem von der Liebe und Offenheit lebt. Sie beantwortet so die untenstehende Frage.

Was motiviert mich als Mensch an diesem Change teilzunehmen. Diesen neuen Weg aus dem Sumpf zu machen? Ich denke, es braucht Ehrlichkeit und Beharrlichkeit, die Sicherheit, dass ich als Individuum ernst genommen werde und das ich als Reiseleiter ein Vorbild sein soll.

Das heisst wir müssten als erstes das Why (Warum), dann das How (Wie) und What (Was) erklären. Was bedeutet das:

  • Why/Warum: Veränderung braucht einen Grund. Ohne Grund verlassen wir unsere Comfort Zone normalerweise nicht. Gezielter Druck hilft diesen Grund schneller aufzubringen. Druck kann als Katalysator wirken. Er bereitet die Veränderung vor, führt aber auch zu Widerstand.
  • How/Wie: Wie wollen wir die Veränderung umsetzten?
  • What/Was: Was ist der Weg, den wir gehen wollen und was kann uns dabei alles begegnen.

Wir haben in den letzten Jahr sehr professionell versucht „Change durch Tool“ umzusetzen. Mit dem neuen Tool kommt der neue Prozess und diese werden dann im ganz normalen Veränderungsprozess ans Unternehmen geworfen. Es hat seinen Reiz, wenn man die Landung in der Normandie probiert. Oder auch die Brücke von Arnheim nachspielt. Vor allem wenn man zu den Ersten gehört, die etwas liefern, was eine Informatik immer tut. Wenn einem der Change so vorkommt, dann hat man wohl zu wenig am „Why“ gearbeitet. Und beim „How“ nicht genügend beschrieben, was passieren wird. Und ob man die Menschen genügend motiviert hat am Change teilzunehmen, wage ich zu bezweifeln. Trotzdem haben wir es geschafft, alles zu liefern.

Erfolgreicher Change kann retrospektiv häufig durch diesen Satz beschrieben werden:

Everything was for ever, until it was no more.

Wenn das gesagt wird, dann ist das Neue nun das neue Normal. Die Comfort Zone ist wieder erreicht. Und alle können sich darin wiedereinrichten. Leider wird diese Phase der Comfort Zone in der VUCA Welt immer kürzer und der Zeitraum in dem wir uns in Veränderung befinden immer grösser.

Ob nun Love Bombing oder Precision Dabber Bombing die besseren Methoden sind überlasse ich den Lesenden hier. Was aber immer hilft, ist das Folgende: If you wanna change the world, start off by making your bed. Und wenn das nicht hilft, dann gibt es noch die folgende Faustregel: Solange wie man in den Sumpf spaziert ist, so lange wird man auch raus brauchen.

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