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Ich – Welt: Was muss der gute CIO heute für morgen können?

1. Den Menschen in den Mittelpunkt stellen

Menschen sind das kostbarste Gut, jeder Organisation. Also gehören sie in den Mittelpunkt. Der CIO sollte mit seinen Führungskadern, seinen Leuten, den Anwendern und dem Vorstand ein gutes Einvernehmen und mit Weitblick deren Bedürfnisse kennen haben. IT wird auch über Unternehmensgrenzen hin wirksam, daher muss der IT-Chef der Zukunft auch bereit sein, sich mit dem Endkunden und den Lieferanten auszutauschen.

2. Vernetztes Denken

Es gehört zum Wesen der Digitalisierung, dass Silodenken, monolithische Systeme und strikte Hierarchien keinen Platz mehr haben. Digitalisierung öffnet die Firma quer statt horizontal. Der Weg des Kunden wird entscheidend, die Organisation wird zweitrangig. Der CIO stellt auf diesem Weg Anwendungen und Informationen zur Verfügung. Information entsteht dort, wo Daten vernetzt werden. Das Big Picture der Zukunft ist erforderlich, um die Chancen des Digitalen Business zu nutzen. So kann man Prioritäten setzen und Entscheidungen treffen, die man auch morgen nicht bereuen muss.

3. Business Integration

Die klassische Trennung zwischen IT und Business macht im Digitalen Zeitalter immer weniger Sinn. Bei allen geschäftlich wichtigen Vorgängen spielt IT eine Rolle. Jede Initiative der IT hat einen geschäftlichen Impact. Daher wird sich der CIO in Zukunft als der „technik-affinste Business-Manager“ verstehen und nicht als Herr der Computer.

4. Fokus auf Sicherheit

Neue Möglichkeiten, neue Risiken: Cyber Security und Continuity Management erhalten eine ganz neue Bedeutung. Wenn Daten zur wichtigsten Ressource im Digitalen Business werden, ist ihr Schutz und der sichere Umgang mit ihnen eine Voraussetzung, um überhaupt mitspielen zu können.

5. Leadership

„Mitarbeiter verlassen nicht Unternehmen, sondern schlechte Chefs!“ Nur mit dem richtigen Team ist die IT erfolgreich. Als Führungskraft schafft der CIO ein Umfeld, das von Leadership geprägt ist. Darin sind Work-Life-Balance und Diversity wichtige Punkte der Entwicklung.

6. Durchhaltevermögen und aus Fehlern lernen

In einer Welt voll Change, Disruption und Innovation wird es nicht möglich sein, alles immer richtig zu machen. Er muss daher auch einstecken können, Fehler machen und aus ihnen lernen. Fehlerkultur wird zu einem wesentlichen Merkmal einer zukunftsorientierten Unternehmens-Kultur. Alles was es in einer VUCA Welt braucht.

Die Aufgabe als CIO ist nichts für Zartbesaitete. Es bedarf Mut, weitreichende Entscheidungen zu treffen und dann ihren Ausgang zu verantworten, neues auszuprobieren und dabei möglicherweise zu scheitern. Doch Innovationsbereitschaft ist unerlässlich, um den ständigen Veränderungen des Marktes gewachsen zu sein.

7. Agilität und Flexibilität

Hier ist nicht das Thema Agile Management angesprochen, dass seine eigene Bedeutung hat. In einer Zeit, in der sich Technologietrends ständig überschlagen, und von Seiten der Anwender, Anbieter, Startups und Hochschulen mit hohen Druck im Markt nach oben getragen, dann aber auch schnell wieder begraben werden, haben Glaubenskriege, festgefahrene Ansichten und der Satz „Das haben wir schon immer so gemacht!“ keine Relevanz mehr.

Und wer noch nicht genug hat, dem empfehle ich What if Niccolo would be a CIO:

Und ansonsten noch dieses Quote, damit man als CIO wieder weiss, wo man steht.

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