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Das Wort zum Sonntag: Gleichwürdigkeit

Gleichwürdigkeit bedeutet sowohl „von gleichem Wert“ (als Mensch) als auch „mit demselben Respekt“ gegenüber der persönlichen Würde und Integrität des Gegenübers.

In einer gleichwürdigen Beziehung werden Wünsche, Anschauungen und Bedürfnisse der Beteiligten gleichermassen ernst genommen und nicht mit dem Hinweis auf Geschlecht, Alter oder Behinderung abgetan oder ignoriert.

Gleichwürdigkeit ist gemäss Jesper Juul einer der vier Werte in der Erziehung von Kindern und der Entwicklung von Familien. Die anderen Werte sind: Integrität, Authentizität und Verantwortung. Aus Sicht von Juul ist Erziehung vor allem auch Beziehungsarbeit.

Wenn das in der Erziehung schon so ist, dann ist es für die Führung wohl noch wichtiger. Wie möchten sie den geführt werden? Oder noch wichtiger, wie führen sie? Für mich hat Führung viel von „dienender Führung„. Ich trage meine Management-Dienstleistung auf den Markt.

Menschen gleichwürdig zu behandeln wird vor allem bei diesen Zukunftsaussichten ein sehr wichtiges Differenzierungsmerkmal sein.

Gleichwürdige Beziehungen sind auch in Beziehungen entscheidend. Nur wer mit Zuwendung, Respekt und Interesse für den Anderen durch die Welt geht, wird interessant bleiben. In Beziehungen wo das gegeben ist, wachsen und entwickeln sich Menschen. Sie werden aufgebaut und nicht durch Angst gefügig gemacht. Das gilt für Kinder, Partner und Mitarbeitende genauso.

Gleichwürdigkeit hat für mich viel mit Berufung zu tun. Vieles davon findet sich schon im Eintrag Geld als Motivation aus dem Jahr 2008.

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