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Das Wort zum Sonntag: Grenzaufklärer

Gerade ist es 30 Jahre her, seit die Mauer geöffnet wurde. Da ist mir der Begriff des Grenzaufklärer begegnet. In der ehemaligen DDR wurden Grenzaufklärer als Berufsunteroffiziere ausgebildet. Diese als besonders zuverlässig geltenden Soldaten wurden auch auf der anderen Seite der Mauer in der BRD eingesetzt.

Sie kannten die Öffnungen in der Mauer und waren somit in der Lage geflohene Bürger auch nach der Mauer noch „einzufangen. Die Ausrüstung der GAK’s (Grenzaufklärer) war besser, als diejenige der restlichen Grenztruppen.

Neben diesen Überwachungs- und Kontrollaufgaben oblag ihnen auch die Kontaktpflege zu sogenannten zivilen „Grenzhelfern“. Diese waren aus Einheimischen aufgestellte Gruppen, die ebenso wachsam zu sein hatten, wie die Uniformierten an der Grenze selbst und jede verdächtige Bewegung oder Ortsveränderung melden sollten.

Ich denke auch wir sollten häufiger an unseren Grenzen arbeiten. Sei es an unserer Komfortzonen-Grenzen oder auf neuen Wegen daraus. Selbstverständlich kann man auch nach ganz anderen Prinzipien an sich arbeiten. Wir können uns auch mehr auf unsere Berufungen berufen, als die GAK’s. Deren Berufung war wohl fragwürdig.

Auf jeden Fall denke ich, dass es gut ist, wenn man seine Grenzen von Zeit zu Zeit aufklärt. Man sieht immer wieder neues. Und im besten Fall, kann man seine Grenzen ganz abbauen.

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