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Ich – Welt: Das Jahresgespräch oder Du – immer – nie

Sie kennen das auch. Von Januar bis März oder April ist Hochsaison für Jahresgespräche. Man trifft seinen Chef oder seine Chefin zur rituellen Leistungsbeurteilung. Man erfährt, wo man steht und wie der Vorgesetzte einen wahrnimmt. Am Ende gibt es neue Zielvorgaben, vielleicht gar dieselben wie im Jahr davor, man protokolliert das Gesagte, um es ein Jahr später überprüfen zu können.

Warum machen wir das? Sehen Sie Ihren Chef nur einmal im Jahr? Bekommen Sie nie Feedback? Warten sie mit dem Lob, bis zu diesem Moment?

Meine Erfahrungen mit diesem Ritual dieses Jahr, waren ein wenig durchzogen. Mein Chef war erfrischend ehrlich:

  • Ich habe mich nicht auf dieses Gespräch vorbereitet
  • Ich würde es ja gleich machen, aber es geht so nicht
  • Du hast immer ….
  • Du hast nie ….

Als Kunde von Management-Dienstleistung bin ich ziemlich anspruchsvoll. Und das zeigt sich in solchen Ritualen immer wieder. Wenn wir das Gespräch visualisieren, dann sah es etwa so aus:

! ! ! _ ! ! _! !_

Daneben möchte ich noch anmerken, dass ich auch beim Versuch „try to say“ zu machen, nicht weitergekommen bin. Und Worte, wie nie und immer, sind ziemlich schwierig. Übrigens auch Sätze, die eine „Du-Botschaft“ enthalten. Was machen wir also mit dem Jahresgespräch?

Gemäss Reinhard Sprenger, würden in regelmässigen Abständen durchgeführte Teamsitzungen, bei denen über die Form der Zusammenarbeit diskutiert wird, mehr bringen. Auf diese Weise würde die Kooperation mit Vorrang behandelt.

Haben Sie schon mal mit Ihrem Lebensabschnittspartner oder Lebensabschnittspartnerin ein Jahresgespräch durchgeführt? Bis jetzt hat nie jemand diese Frage mit Ja beantwortet. Sollten Sie diese Person sein, dann schreiben Sie mir bitte, ich wäre interessiert, etwas zu lernen. Ansonsten sind die Regeln im Leben viel einfacher: Sie arbeiten beide daran, dass es für Beide stimmt oder sie gehen getrennte Wege. Was hindert sie im Geschäft daran?

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