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Ich – Welt:  Innovate – Design – Transform ersetzt das Plan – Build – Run

Wenn man schon etwas älter ist, hat das den Vorteil, dass man sich mit verschiedenen Paradigmen auseinandersetzen konnte. Die meisten meiner Kollegen kommen aus einer Welt, wo Plan, Build, Run die Maxime der Zeit war. Dadurch wurden die Abläufe und Prozesse innerhalb einer IT-Organisation strukturiert und auf Effizienz ausrichtet.

Feste Strukturen in der IT erlauben effiziente Arbeitsabläufe und fördern die Automatisierung. Die Grundidee war, dass ein langfristiger Plan dem Unternehmen und der Informatik hilft. Daran gekoppelt, waren Prozesse, wie das jährliche Budgetierungs- oder Investitionsprogrammplanungsspiel. So wurden für mindestens ein Jahr die Handlungsfelder der IT-Organisationen fixiert. Danach fand die nötige Entwicklung („Build“) statt. Im Rahmen von klaren Projektmanagement-Vorgaben wurden Systeme und Infrastruktur bereitgestellt.  Diese führten dann zu neuen IT Services, welche den Fachbereichen angeboten wurden. Diese neuen Services wurden dann in die Produktion („Run“) überführt, dort stellt man den IT-Betrieb inklusive Wartung und Support der Informationssysteme und Infrastruktur sicher.

Wenn man dieses Modell weiter denkt, kommt als nächstes Modell: „Source“, „Make“ und „Deliver“ zum tragen. Hier wird die IT wieder mehr als „Koodinator“ gesehen.

Die Beschaffung („Source“) beinhaltet das Lieferantenmanagement und die Beschaffung aller notwendigen Ressourcen. Die Erstellung („Make“) kombiniert und koordiniert alle notwendigen Ressourcen, die für die Leistungserstellung benötigt werden.  Auf diese folgt die Bereitstellung („Deliver“) der Lösung, welche das Management der Kundenbeziehung, die Erfassung der Anforderungen der Kunden sowie die operative Steuerung der Kundenschnittstelle umfasst. Dieses Modell hat wenig Probleme gelöst, aber einige Neue geschaffen.

Was könnte also helfen? Neben Design Thinking und Agli?

Bei der Innovation („Innovate“) geht es darum, mit mit internen Fachbereichen und externen Partnern :  neue und innovative Geschäfts- und Wertschöpfungsmodelle zu entwickeln. In dieser Phase sind alles gleichberechtigte Partner. Schwerpunkt ist hier die Kreativität, Agilität und Flexibilität. Beim Erstellen („Design“) werden die Ideen weiterentwickelt. Hier geht es um guten Design (UI) und gute Ergonomie (UX). Wie soll die Lösung aussehen und wie soll sie sich integrieren.  In der Transformation („Transform“) geht es um die Überführung des Designs in ein Produkt. Es geht darum möglichst schnell ein lauffähiges Produkt, das sogenannte Minimal Viable Product („MVP“) zu liefern. Nicht ausser acht lassen, sollte man auch den Struktur-, Prozess- und Kulturwandel, die ein intensives Veränderungsmanagement benötigen.

Es braucht so wenig und man kann so viel erreichen. Oder was durfte ich letzthin dazu lesen:

„Technology is the fun part – culture is the challenge!“

Oder was haben wir im MIO schon gelernt: Systemisches Management an autopoetischen Systemen führt über längere Zeit meistens zu nachhaltigen Erfolgen. Und das alles wussten wir schon vor der Jahrtausend-Wende!

Eine Generalisierung dieser Ideen gibt es auch schon. Das sogenannte „Ideation“, „Evaluation“, „Realisation“. Dabei geht es in der ersten Phase darum, die Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder zu evaluieren, diese werden dann einer Evaluation mittels Business Model Canvas ausgesetzt. Die Geschäftsideen mit dem höchsten Kundennutzen oder dem grössten zu erwartenden kommerziellen Erfolg werden dann realisiert.

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