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Die Per|so|nen|ver|ein|zel|ungs|an|lage, eigentlich ein Überbegriff für Drehkreuze, Drehtüren, Schleusen, die von Personen nur hinter- und nicht nebeneinander durchschritten werden können. Ist aber langläufig auch ein Synonym für Beamtendeutsch.

Ein schönes Wort und so viele Möglichkeiten zur Trennung. Die meisten sind schon so einer Anlage begegnet. Einige wurden auch schon darin eingeschlossen. Das passiert, wenn jemand nicht weiss, in welcher Richtung die Bewegung gehen soll. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

In der Stadt der Banken, Informatiker und anderer Geheimnisträger braucht es etliche solche Anlagen. Selbst Zürich kann an und für sich als gut funktionierende Vereinzelungsanlage gesehen werden. Die Menschen leben am liebsten allein, fahren allein in ihrem Auto zur Arbeit, und wenn sie es in einem Tram tun müssen, dann stecken sie sich Kopfhörer in die Ohren, damit sie in der Masse vereinzeln können.

Selbstverständlich sind solche Anlagen auch immer wieder Orte von Spielen und Erfahrungen. Zum Beispiel passen auch gut zwei Leute durch. Für Motorradfahrer sind solche Anlagen auf jeden Fall ein Hindernis. Helm, Rucksack und Kleidung. Man sieht aus wie ein Michelin Männchen. Das macht vor allem den Anderen Spass. Bis heute hat noch keine solche Anlage übrigens den Diebstahl von Daten oder Ähnlichem verhindert. Aber eben, solche Anlagen sind ein Ort der Kommunikation. Wer zuerst, rein oder raus? Denkt daran, wenn ihr das nächste Mal mit eurer Personenvereinzelungsanlage spielen geht.

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