Bloggs Gedanken

From motorbike to motorbike

Wieder mal das Motorrad gewechselt. Darum hier mal die Liste aller Motorräder, die mir gehört haben. Spannend so im Rückblick zu sehen, was sich so ergibt.

1991 Wie alle, habe ich auf einem Motorrad mit 125ccm Hubraum zu fahren begonnen. Wie bei vielen war mein erstes Motorrad eine DT. Der Inbegriff an Modernität zu dieser Zeit, weil es einen Elektrostartknopf hatte. Ich musste also mein Motorrad nicht mehr „ankicken“. Eine wunderbare, geländegängige Maschine. Fein zu fahren. Vergleicht sich gut mit einer A4 Skyhawk, einem kleinen sehr aglien Flugzeug, das einem wenig verzeiht und trotzdem noch so richtig mit Kabeln gesteuert wird.
1993 Zwei Jahre später und der Umstieg auf ein richtiges Motorrad. Das erste Motorrad mit ABS. Zu dieser Zeit noch ein simples, regelmässiges stottern der Bremsen. Bis es am Ende ziemlich ruckelte. Ansonsten war die RS genau mein Modell. Genügend Verschalung, genügend Beschleunigung. So ein Altherren Motorrad halt. Ein sehr gutmütiges Motorrad dazu. Und es kam, wie es kommen musste, entweder man liebt sie oder man fährt sie nie mehr. Wie die F4 – Phantom war die K100RS ein Meilenstein der Entwicklung. Typischerweise hatte die K100RS einen Blinkerschalter links und einen rechts. Genau so war die F4 zu nutzen, genügend neue Technologie, nicht alles immer normal, aber wohl das Beste seiner Zeit. Dieses Flugzeug hat den kalten Krieg fast alleine bestritten. Es war Jahrzehnte lang das Rückgrat der Luftverteidigung vieler Länder.
1999 Und wieder ein Wechsel. Eine richtige BMW muss Kolbenmotoren haben. Seit dann weiss ich woher der Begriff „Gummikuh“ wirklich kommt. Wie die A-10 ein Flugzeug mit einem Auftrag war, so ist es die R1100RT auch. Es war das erste Mal, dass Boxer Motoren auch in voll verkleideten Motorrädern zum Einsatz kamen. Vorher waren Boxer Motoren den sogenannen „Nacked Bikes“ vorbehalten. Irgendwie bin ich mit diesem Motorrad nie wirklich warm geworden. Wie die Air Force nach dem kalten Krieg nie wusste, was sie mit der A-10 machen sollte. Nun sind die Flugzeuge auch heute noch im Einsatz, während die R1100 bei mir nur wenige Jahre im Einsatz war.
2002 Zurück zu den K-Modellen. Der Sporttourer stellt die letzte Evolutionsstufe der BMW-Vierzylinder mit Längsmotor auch Flying Brick genannt dar. Die K1200RS wiegt vollgetankt 295 kg. Damit hat sie viel von der F-15E, welche auch die letzte Evolutionsstufe der „analogen“ Jagdfliegerei darstellt. Das erste Mal kam ein digital schwenkendes Radar zum Einsatz. Die RS hatte dafür ein ABS, welches den optimalen Bremspunkt nicht mehr verpasst. Kein Klappern mehr, wie bei der K100RS, einfach weltmeisterliches Bremsen.
2010 Nachdem die RS als Modelllinie nicht mehr weitergeführt wurde, kam es zum Umstieg auf die S und die Vergrösserung der Kubik von 1200 auf 1300. Der Motor der K1300S nimmt das Gas nicht ganz so sacht an. Bei manchem Gasanlegen und Schliessen geht ein lautes und ruckiges «Klonk» durch die Maschine. Was die Fahreigenschaften angeht, hat das Motorrad viel mit der F-117 Nighthawk zu tun. Dieses Flugzeug wurde durch den Computer geflogen. Bei der K1300S musste man immer ganz konzentriert sein. Sie war eine schnelle und anspruchsvolle Braut.
2018 Und wieder ein Schritt in der Technologie. Die K1600GT welche den 6 Zylinder Motor enthält, der 2011 zum ersten Mal geliefert wurde, erhielt mit der Überarbeitung 2016 /2017 eine Menge neue Funktionen: Fahrwerks-Regelsystem Dynamic-ESA der jüngsten Generation, das serienmässige Kurven-ABS, die optionale Integration einer Rückwärtsfahrhilfe und den optionale Schaltassistent. Damit ist sie aus meiner Sicht das erste digitale Motorrad. Wie die F-22 Raptor für die Air Force ein grosser Entwicklungsschritt war, so ist sie es für mich auch. Ich freue mich auf viele Kilometer mit diesem wunderbaren Motorrad.

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