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Das Wort zum Sonntag: Nosce te ipsum

Nosce te ipsum – „Erkenne dich selbst!“ – Übersetzung der griechischen Inschrift Gnothi seauton (Γνῶθι σεαυτόν) auf dem Apollo-Tempel in Delphi, welche Sokrates zugeschrieben wird. Es ist auch der Titel eines Buchs von Ferdinand Hommel (Nosce te ipsum. Die Ethik des Peter Abälard) aus dem Jahr 1947.

Und es hört sich vor allem einfach schöner an, als im schnödem Deutsch. Wenn man es jemandem sagt, dann bleibt es meist ohne Folgen. Wer erinnert sich schon an sein Latein-Studium? Und es hört sich auch schön an. Bleibt die Frage, wie geht man vor? Wie erkennt man sich? Ein Blick in den Spiegel, ein Blick ins Glas?

Wohl kaum. Man erkennt nämlich nur immer Facetten von sich. Man sieht, was man sehen will. Der Mensch ist am Besten in der Täuschung seiner Selbst. Und trotzdem weiss er, dass er nicht alles ist und nie alles sein kann. Gerade darum ist es wohl die wichtigste Frage, die man sich immer wieder stellen kann. Erkenne Dich und sei stolz auf das was du siehst. Oder Erkenne Dich und nimm mit, was du behalten willst und lass alles andere liegen.

Also viel Spass und Nosce te ipsum!

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