Braintank

The Braintank Blogg – Bring all the brains together, as this sums up to more than the sum of all the brains

26. Juli, 2015
von ltcmdrdata
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1’000’000 Schritte in einem Quartal

Ganz angetan von vowe, habe ich mir dieses Ziel auch vorgenommen. Nicht, weil die erste Million Schritte am schwierigsten ist. In einem Jahr sind schon 3.5 Millionen Schritte zusammengekommen in diesem Jahr als „Qualified Self“. Nun ist es aber soweit, dass in der Zeit vom 1. Mai bis heute eine Million Schritte im Quartal zusammengekommen sind. Bei 10’000 Schritten pro Tag, fehlen einem am Ende des Quartals ja noch einige Schritte. Nun ist es mir sogar noch mit einer Woche Vorsprung gelungen die Million zu knacken. Ein spannender Selbstversuch.

Und ja das Spazieren tut gut. Beim Laufen kann man denken, sinnieren und Hörbücher hören. Und man sieht mehr von der Welt. Die Anzahl Schritte hat sich ja nur von ca. 7’500 auf mehr als 10’000 erhöht. Nebenbei kann ich dank fitbit nun auch noch den Puls messen. Das ist eine spannende Funktion. Habe ich doch gelernt, dass mein Ruhepuls in der Krise und bei völliger Entspannung tief ist. Was möchte mir diese Erkenntnis wohl sagen? Bin ich ein Krisenjunkie?

Ich denke nicht. Es hat mit der nötigen Erfahrung zu tun. Krisen gibt es immer wieder. Vor allem wenn man davon ausgeht, dass mein Job ja viele Analogien mit demjenigen eines Intendanten eines Opernhauses hat. Was das so bedeuten kann findet man ausführlich hier. Was aber so an Krisen auftreten kann, schreibe ich hier gerne: Es fehlt das zweite Faggot und so tönt die Oper nicht wirklich gut. Oder der Ersatz des Bariton ist noch auf dem Weg, weil er den Weg nicht im ersten Anlauf gefunden hat. Natürlich gibt es auch den ganz normalen Ärger mit den Diven oder mit dem Orchester, was den nun wirklich gespielt werden soll.

Momentan trifft mich vor allem, das wir zu wenig Training haben mit unserem neuen Bühnenbild und wir nicht genügend Effizienz und Effektivität an den Tag legen. Aber wir werden die Sommerpause dazu nutzen um auch dort noch besser zu werden. Und das gibt mir diese Ruhe und Zuversicht! Das Wissen, wie gut wir schon geworden sind und wie viel besser wir noch werden können.

Und damit auf zur nächsten Million Schritte in einem Quartal!

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19. Juli, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Hikikomori

Als Hikikomori (Japanisch: ひきこもり, 引き籠もり oder 引き篭り, Deutsch: „sich einschliessen; gesellschaftlicher Rückzug“) werden in Japan Menschen bezeichnet, die sich freiwillig in ihrer Wohnung oder ihrem Zimmer einschliessen und den Kontakt zur Gesellschaft auf ein Minimum reduzieren.

Der Begriff bezieht sich sowohl auf das soziologische Phänomen als auch auf die Betroffenen selbst, bei denen die Merkmale sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können. Obwohl akuter gesellschaftlicher Rückzug in Japan Jungen und Mädchen wohl zu gleichen Teilen trifft, sind es überwiegend männliche Personen, die mit ihrem Verhalten Besorgnis oder Aufmerksamkeit erregen.

Das japanische Gesundheitsministerium definiert als Hikikomori eine Person, die sich weigert, das Haus ihrer Eltern zu verlassen, und sich für mindestens sechs Monate aus der Familie und der Gesellschaft zurückzieht. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen Hikikomori für Jahre oder sogar Jahrzehnte in dieser selbst gewählten Isolation bleiben. Häufig ist der erstgeborene Sohn ein Hikikomori, weil er sich den Anforderungen der Gesellschaft nicht gewachsen sieht.

In Europa ging man früher dafür ins Kloster.  Heute ist das «Kloster auf Zeit» so ein Angebot. Eingebettet in eine klösterliche Tagesstruktur, kann inmitten der Gemeinschaft oder im Gästehaus Orientierung finden. Dazu muss man mindestens eine Woche lang auf Entzug gehen. Einfach Stille, Genügsamkeit und Selbstbeschäftigung.  Darum sind ja auch 6 Monate die Untergrenze um daraus ein Problem zu beschreiben. Ab und zu tut es einfach gut, in sich gekehrt zu sein.

Wie bei den meisten Verhalten, was eigentlich Gut ist und tut, kann auch zur Krankheit und zum Problem werden. Darum ist ein wenig Hikikomori in allen von uns.

12. Juli, 2015
von ltcmdrdata
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Was ich die nächsten 15 Jahre sonst noch so tun will

Die Frage was ich die nächsten 15 Jahr tun will, ist ja eigentlich schon beantwortet. Was sonst noch? Teilen wir die Antworten auf diese Frage mal ein wenig auf. Ich reise sehr gerne:

  • Die Reise mit der Queen Elizabeth 2 in die USA und mit der Concorde zurück wird wohl nicht mehr stattfinden. Das mit dem Schiff vielleicht schon noch, aber das mit der Concorde nicht mehr. Nun gut.
  • Der Iran fehlt noch, in Israel war ich auch noch nie. Und im Libanon hatte ich nur für kurze Zeit einen Fuss.Und dann kann man noch so viele Motorrad-Reisen machen.
  • Mit dem Zug von Kairo nach Kapstadt wäre meine andere Traumreise, aber das wird wohl auch nie statt finden.
  • Überhaupt, sollte ich mal der Küste nach durch Europa reisen von Polen bis nach Biarritz.

Reisen ist etwas wunderbares. Vor allem, wenn es langsam geht. Ich mag Zug fahren, ich liebe Kanalfahrten. Rund um London wäre vielleicht auch noch eine wunderbare Sache. Mit so einem Hausboot. Das ich gerne Zug fahre wissen wir ja schon. So habe ich die Transsibirische Eisenbahn von Moskau nach Peking benutzt und bin von Istanbul nach Damaskus gefahren. Und ein wenig Luxus war auch dabei, als wir mit Rovos Rail von Pretoria nach Kapstadt gefahren sind. Da gibt es also noch genügend Reisen, die zu machen wären. Der nächste Versuch wird wohl ganz Banal sein und mich von Zürich via Paris nach London führen. Mit dem Zug.

Dann wären da noch die Bücher, besser Fast-Bücher.

  • Der Krimi zum einen
  • Das Fachbuch zum Anderen, weil Projekte sind ja eigentlich ganz einfach

Und was noch:

  • Ich stelle gerne Fragen
  • Ich pflege gerne mein handwerklichen Fähigkeiten
  • Ich mag Geschichten
  • Ich liebe es, noch besser zu kochen

Seit meinem In-Between weiss ich, das ich Dinge, die ich machen will auch tun muss. Es ist ausserordentlich wichtig, das Leben zu leben und das Leben auch zu lieben. Es kann jeden Tag vorbei sein und es wäre für mich sehr bedauerlich, wenn ich nur Pläne hätte und nichts davon umgesetzt worden ist.

Und weil ich das weiss, arbeite ich sehr gerne mit Menschen. Menschen auf einem Stück ihres Wegs zu begleiten, sich immer wieder zu sehen und zu schauen, was daraus geworden ist. Das Wissen, ab und zu als Massstab zu gelten macht mich stolz

Das heisst, ich sollte mich daran machen als Innovations-Inkubator etwas Gutes zu tun. Überhaupt glaube ich ja fest daran, dass wer Gutes tut, dem widerfährt auch Gutes. Zwar nich Monokausal, aber in Summe dann schon. Ich denke der Zusammenhang zwischen Life und Work ist und bleibt wichtig. Gerade habe ich eine Stress-Periode hinter mich gebracht und ich spüre, wie mein Körper mir sagt, was er jetzt braucht.

Ich denke, ich sollte diese Klarheit noch mehr nutzen. Klarer sein, Bestimmter sein. Die Hingabe zu Menschen und den Wunsch gutes zu tun, umzusetzen.

Es geht ja jetzt auch darum am „Long Shot“ zu üben. Gedanken zu haben, was über eine längere Frist funktionieren kann. Und wie man Gutes gut tun kann. Also bleibt noch soviel!

5. Juli, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Chrüsimüsi

Chrüsimüsi (aus dem Schweizer-deutschen), es basiert auf der Aussage: Gekreuzigt sein muss ich. Es ist ein äusserst beliebtes Schweizer Synonym für ein nahezu unentwirrbares Durcheinander.

Neben Chuchichäschtli, wohl das andere Wort, dass wir nutzen um Ausländern zu beweisen, wie komplex unsere Sprache sein kann. Und ja es eignet sich immer wieder als Zungenbrecher.

Eigentlich ist es auch der Ausdruck dafür, wenn etwas an ein Chaos erinnert. Nun muss man aber wissen, dass Chaos eigentlich gar nicht vorkommen kann in der Schweiz. Es ist vom System her nicht erlaubt. Darum ja auch als Kurzform von: Gekreuzigt sein muss ich. Was übrigens sehr an Yoda erinnert. Ich wusste schon immer, dass wir etwas eingebracht haben in die Serie.

Chrüsimüsi beschreibt auch wenn jemand gedanklich etwas nicht mehr so ganz auf die Reihe kriegt. Es ist die nette Version des Irrsinnig sein oder es umschreibt auch komplexe, fast unlösbare Probleme.

Also viel Spass, falls Ihr mal in einem Chuchichäschtli ein Chrüsimüsi vorfindet und das aufräumen müsst.

 

27. Juni, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Shmendrick

Shmendrick (auch Schmendrick) aus dem Jiddisch, beschreibt einen erfolglosen Taugenichts oder Unglücksrabe. Der Name stammt aus der Operette „Shmendrik, oder Di komishe Chaseneh“, welche 1877 uraufgeführt wurde und von Avrom Goldfaden stammt. 

Die Übersetzung „ein scheues, dummes Nichts“ oder auch „ein dummer, peinlicher und unfähiger Mensch“ sagt wohl alles über das Wort. Übrigens würde eine solche Person in Grossbritannien wohl als „Nonentity“ beschrieben werden. Der Begriff leitet sich aus dem jiddischen Schlemihl und dem Schlamassel ab.

Eigentlich hört es sich „Shmendrick“ ja ziemlich Poetisch an. Oder wer hätte schon gewusst, dass damit keine Nettigkeiten verbunden sind. Auf jeden Fall können sie damit jeden Überraschen. Wer es weiss, wird grinsen, wer es nicht weiss, wird nicht dahinter kommen, was sie ihm gerade gesagt haben.

Überhaupt hat das Jiddische ja viele spannende Worte hervorgebracht, zum Beispiel Farginen oder auch den Luftmensch. Wer mehr hören will und nicht am Blues N Jazz in Rapperswil war, kann gerne ein wenig Klezmer Musik hören. Auch wenn diese Musik ihren Ursprung im Aramäischen hat, so kommen dort heute viele jiddische Worte vor.

19. Juni, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Fallblattanzeige

Aus gegebenem Anlass, geht es heute um die Fallblattanzeige.

Fallblattanzeigen kommen als Anzeigen bei Digitaluhren zum Zug und sie werden  auch bei Anzeigetafeln auf Flughäfen und Bahnhöfen eingesetzt.

Früher haben wir ja immer gesagt, wir treffen uns unter der Anzeige oder dem Engel in Zürich im Hauptbahnhof. Heute hat uns die SBB ja netterweise einen Treffpunkt geschenkt. Eigentlich ja zwei, es gibt noch einen für Gruppen. Der Engel ist geblieben und in Bern verschwindet jetzt die Fallblattanzeige. Mal schauen, wann das in Zürich passiert. Abgelöst werden Fallblattanzeigen von grossflächigen LED oder Matrix-Anzeigen.

Damit hätten wir dann wieder ein Stück Technologie, welches wir zu Grabe tragen können. Wer wird in 10 Jahren schon wissen, was eine Fallblattanzeige ist. Niemand! Wie beim Walk-Man oder anderen technischen Dingen aus den Neunziger Jahren.

Sollte die Anzeige mal zu haben sein, ich hätte gerne ein EC Schild und Zürich. Mehr brauche ich nicht. Ich denke die SBB kommt schon noch auf die Idee jedes Teil einzeln zu versteigern.

13. Juni, 2015
von ltcmdrdata
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Zeit für die Beichte

Es war Confession Time @ vowe. Also könnte ich ja anstelle eines Worts zum Sonntag, mir mal Zeit für eine Beichte nehmen:

  1. Ich speichere alles, was elektronisch ist und mache professionell Backup davon
  2. Ich trainiere den Restore des Backup regelmässig
  3. Meine To-Do Liste, ist eine Erinnerungsliste und hat keine Reihenfolge
  4. Ich antworte entweder sofort oder ganz langsam auf E-Mails
  5. Ich folge nicht jeder Einladung zu einer Konferenz
  6. Einladungen zum Essen, sollten von mir kommen, ansonsten sage ich meistens ab
  7. Meine Inbox ist nicht länger als eine Seite am Ende der Woche
  8. Bei „Kalt Akquise“, reagiere ich unterkühlt
  9. Ich will Deine Geheimnisse nicht kennen
  10. Ich bin hart in der Sache und weich zu Menschen

Ich hoffe es hatte für jeden etwas darunter. Vielleicht überrascht das eine oder andere, vielleicht aber auch nicht.

 

30. Mai, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Flatulenz

Flatulenz (von lateinisch flatus: „Blähung“, deutsch: „Pupsen“) bezeichnet die  Entwicklung von Gasen (beispielsweise Methan, Kohlenstoffdioxid, Schwefelwasserstoff und anderen Gär- respektive Faulgasen) im Darm, wonach es zum rektalen Entweichen kommt.

Es werden je nach Region unterschiedliche volkstümliche Bezeichnungen für die Flatulenz verwendet: Furzen in der Schweiz, Schas (Schaas) in Österreich oder Pupsen in Deutschland. Neutral wäre, die Bezeichnung Leibwind. Diese gilt aber als veraltet.

Die Flatulenz hat nichts mit dem Meteorismus zu tun. Dabei handelt es sich um eine  übermässige Gasansammlung im Verdauungstrakt ohne wesentlichen Abgang von Darmgasen. Sitzen diese Darmgase fest (Flatus incarceratus), kann es zu schmerzhaften Bauchkrämpfen kommen.

Also viel Spass beim flatulenzen.

26. Mai, 2015
von ltcmdrdata
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Die Tücken der Deutschen Sprache

Ich behaupte ja immer wieder, dass die Deutsche Sprache eher ein Zweihänder ist, als ein Florett. Vor allem, wenn man ein Wort weg lässt oder eins zu viel dabei hat. Hier ein spannendes Beispiel.

„Dann lass uns jegliche Kommunikation einstellen dann“

Als Antwort auf den Punkt, wann und ob man sich das nächste Mal treffen möchte. Bleibt die Frage, ob ich an ein solches Treffen gehen würde. Hier ist die Deutsche Sprache eben sehr komplex. Erklären kann man das am Besten bei:

Hängt ihn! respektive Hängt ihn nicht!

Ein Wort mehr oder weniger kann viel ausmachen. Aus dem obigen Satz könnte folgendes werden:

„Dann lass uns jegliche Kommunikation einstellen bis dann“

Bleibt die Frage, würde ich dann an das Treffen gehen. Nun gut, es bleibt auf jeden Fall schwierig, mit dem Zweihänder zu arbeiten. Schriftlich ist es dann noch viel komplexer als mündlich. Weil dann kann nachgefragt werden. Beim geschriebenen Wort, ist das viel schlimmer. Und beim geschriebenen Wort in „Whatsup“ oder in der „SMS“, kommen noch mehr Komplexitäten dazu. Zu viel Intelligenz in den Dingen zum Beispiel.

Selbstverständlich sollten solche Worte mit Rücksicht geschrieben werden, darum:

Überleg Dir einmal, was Du denkst
Zweimal, was Du sagst
Und dreimal was Du schreibst

25. Mai, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: verhebe

verhebe (Schweizerdeutsch) lässt sich am Besten mit „Präzision“ oder „Umsetzungsstark“ übersetzen, vielleicht auch mit „es passt“. Wenn wir etwas tun, dann wird das immer sehr gut.

Das Wort beschreibt eigentlich das Wesen der Schweizerinnen und Schweizer. Hier „verhebets“ und gut ist. Wenn man es mit „standhalten“ oder „to hold up“ übersetzt, so ist das keineswegs das Gleiche. Es beschreibt Präzisionsmechanik, wie auch Strategien oder Frisuren, selbst Geheimnisse müssen „verheben“. Und das alles mit diesem einen Wort.

Wenn es also wieder einmal ein wenig länger dauert, dann nur damit es „verhebet“.