Braintank

The Braintank Blogg – Bring all the brains together, as this sums up to more than the sum of all the brains

19. Mai, 2013
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Konvolut

Ein Konvolut (vom lateinischen convolutum „zusammengerollt“) bezeichnet im Kontext des Daten-Konvolut die Gesamtheit der Daten, welche Allen zugänglich gemacht wird.

Das Wort zum Sonntag verdanken wir der NZZ in folgendem Artikel. Ich hätte ja von einer Datensammlung gesprochen oder vielleicht auch von einem Daten-Friedhof. Klar, das beide Worte es nicht in die NZZ schaffen. Wir lernen aber auch, dass Daten über uns nicht mehr sicher sind, wir davon ausgehen sollten, dass diese Daten mindestens noch jemand kennt, ob wir wollen oder nicht. Man kann sich fast die Frage stellen, ob eine analoge Gesellschaft besser war im beschützen von Geheimnissen.

Erschwerend kommt bei digitalen Daten dazu, dass diese immer mehr, immer schneller und immer Zeitnaher ausgewertet werden können. Und wir via Smartphones auch unseren Beitrag dazu leisten. Wir liefern die Daten. Wie das Leben ohne Internet so ist, wird hier beschrieben. Übrigens sind wir nicht nur Daten-Konvolut-Risiken ausgeliefert, wir sind auch  Medien-Konvoluten, also der Gesamtheit der Leistungen von Werbetreibenden durch Social Media, klassische Werbung, Kundenzeitschrift und Sponsoring ausgeliefert.

Da hilft wohl nur noch das zusammenrollen. Viel Spass dabei.

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4. Mai, 2013
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Pronatalismus

Mein Dank an die NZZ und Wiki für diese Weiterhilfe.

Pronatalismus (lateinisch pro „für“ und natalis „geburtlich, Geburt-“) ist eine Philosophie, die die menschliche Reproduktion befürwortet. Das Gegenteil von Pronatalismus ist der Antinatalismus.

Die Mail der NZZ am Morgen ist eine sehr gute Quelle für Worte, die ich noch nicht gekannt habe. Auch der Artikel hat mir wieder gezeigt, wie viele spannende Worte das es gibt. Bleibt auch noch festzuhalten, dass die meisten Religionen für die Reproduktion sind. Das stellt nämlich den Fortbestand der Rasse sicher. Eigentlich eine Banalität.

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28. April, 2013
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Gausssche Kurve

Die Normal- oder Gauß-Kurve nach Freiherr Carl Friedrich Gauß) ist wohl der wichtigste Type der stetigen Wahrscheinlichkeitsverteilungen. 

Andere Namen dafür sind Gauß-Funktion, Gauß-Kurve, Gauß-Glocke, Gaußsche Glockenkurve und so weiter. Und immer mit dem scharfen S, weil es sich ja um einen Eigennamen handelt. Gauß begegnet einem mit grosser Regelmässigkeit. Sei es in der Wahrscheinlichkeitsrechnung oder bei der Beurteilung von Mitarbeitenden. In der Wahrscheinlichkeitsrechnung gibt es eine genügend grosse Beweisführung, welche herleitet, warum eine Standardabweichung von 1 immer 68,27% aller Werte enthält, respektive eine solche von 3 immer 99,73%.

Interessanter scheint mir die Frage, warum auch Unternehmen davon ausgehen, dass ihre Mitarbeitenden einer Normalverteilung unterliegen. Wäre es nicht Ziel jeder HR Aktivität bessere Mitarbeitende zu haben? Das heisst, die Normverteilungskurve würde sich verschieben. Darf sie das überhaupt? Oder bewegt sie sich einfach immer weiter, auch in die Gegend wo man nur noch Genies hat? Oder kann es sein, dass in diesem Fall auch Teams gäbe, welche schlechter sind? Wieso gilt eigentlich der Wert von mindestens 37 Elementen nicht bei Mitarbeitenden, aber sehr wohl bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung? So viele Fragen, so wenige Antworten.

Aber der Herr Gauss hat grosses geleistet und ich bin dankbar dafür.

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21. April, 2013
von ltcmdrdata
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Information is beautiful and the future is bright

Die BBC hat sich durch Studium von verschiedenen Quellen daran gewagt, eine Aussage bis 2150 aufzustellen. Herausgekommen ist unten stehende Grafik, welche zwei Szenarien beleuchtet. Viel Spass damit.

The future

Diese Grafik wurde von “Information is Beautiful studio” erstellt. Deren Website ist immer einen Besuch wert. Gute Visualisierungen sind eher selten, meistens nutzen wir das, was wir in PowerPoint oder anderen Tools so bekommen. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass eine gute Infografik viel Zeit und etliche Versionen benötigt, aber es absolut wert ist.

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14. April, 2013
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Ununoctium

Ein WoS aus der Rubrik: Fernsehen bildet. Oder seit wann hat das Periodensystem mehr als 118 Elemente.

Ununoctium (aus dem Lateinischen: unus,  für eins, und dem Lateinischen  octo, für Acht, entsprechend der Ordnungszahl 118) ist das bisher schwerste bekannte und nachgewiesene chemische Element. 

Bei Ununoctium und seinem Schwesterelement Ununhexium, das im Jahre 2001 zu Ehren des Entdeckungsortes in Livermorium umbenannt wurde. Damit wissen wir, dass es sich um Elemente handelt, welche am Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) ca. 70 km östlich von San Francisco entdeckt wurden. Am LLNL wurde primär für die Atomwaffenforschung gearbeitet, was später durch die Arbeit für das SDI Programm abgelöst wurde. Das Labor beschäftigt sich heute vor allem mit Grundlagenforschung im Bereich der Laser und Atomwaffen. Dort stehen auch die grössten zivilen Rechner.

Das spannende am Ununoctium ist, dass  über die chemischen Eigenschaften von Ununoctium bisher keine experimentellen Befunde existieren, da das Element lediglich indirekt anhand seiner typischen Zerfallsprodukte nachgewiesen wurde. Damit bewahrheitet sich eine Weisheit von Sherlock Holmes:

“Wenn Du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist.” oder : “Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.”

Und solange das Gegenteil nicht bewiesen sind können sowohl die 116, wie auch die 118 im Periodensystem ihren Platz behalten. Übrigens war ich auch überrascht, wie gross das Periodensystem heute ist. Viel Spass, wenn ihr mal wieder einen Blick drauf werft.

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6. April, 2013
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Mediokratie

Im engeren Sinn beschreibt eine Mediokratie aus dem Lateinischen mediocris „mittelmässig“ und dem Griechisch κρατειν „herrschen“, beschreibt die Herrschaft der Mittelmässigkeit.

Eigentlich dachte ich immer, dass eine Mediokratie die Herrschaft der Medien beschreibt. Sozusagen als 4. Macht im Staat. Jetzt stelle ich also fest, dass der Begriff eine ganz andere Bedeutung haben kann. Nämlich als Beschreibung, dass sich mittelmässig begabte Menschen an den entscheidenden Stellen der Gesellschaft aufhalten und somit auch die Macht besitzen. Sie stellen als Gruppe sicher, dass keine klügeren und besseren aufsteigen können. Normalerweise wird der Begriff für die “classe politique” verwendet.

Aus meiner persönlichen Erfahrung setzt sich “mittelmässiges” meistens durch, während wirklich Gutes meistens zu früh oder zu spät ist. Man könnte also Ableiten, dass Mittelmässigkeit die grössten Überlebenschancen respektive die grössten Gewinnchancen hat. Auf jeden Fall scheint es so zu sein, dass wer sich in der Mitte, in der Masse aufhält meistens am Besten bedient ist.

Viel Spass unabhängig davon in welche Gruppe ihr euch zählen wollt.

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31. März, 2013
von ltcmdrdata
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Die Zukunft der Arbeit, einige Voraussagen

Anstelle eines Wort zum Sonntag, hier einige Gedanken zur Arbeitswelt von Morgen. Gedanken, die zu Aktionen anregen können.

  • Sie werden angestellt und befördert, wegen Ihrer Reputation, wegen der Meinung von Anderen, wegen Ihren beweisbaren Taten
  • Ihr mobiles Endgerät wird ihr Büro, ihr Konferenzzimmer und ihr Klassenzimmer. Daneben wird es auch noch Concierge Dienstleistungen bieten
  • Der globale Kampf um Talente wird Wirklichkeit in den meisten Branchen. Rekrutierungen via soziale Netzwerke werden normal
  • Rekrutierungen für Nicht-Management Aufgaben wird meistens in sozialen Netzwerken beginnen und durchgeführt. Die Mitbewerber werden nicht mehr nur aus der gleichen Gegend kommen, sondern sind Global verfügbar.
  • Kollektive Intelligenz bilden und nutzen können, wir zu einer Schlüsselqualität in der vernetzten Welt
  • Human Resources wird sich vom Outsourcing zum Crowdsourcing Integrator verändern
  • Unternehmensweite Soziale Netzwerke werden innerhalb von Firmen zu wachsen beginnen, nur wer teilt, mit dem wird geteilt.
  • Sie werden sich ihre Führung wählen können.
  • Lebenslanges Lernen wird zu einer Anforderung, die ihren Marktwert bestimmt.
  • Work-life Flexibilität ersetzt Work-Life Balance.
  • Firmen werden soziale Verantwortung übernehmen müssen, wenn sie Talente anziehen und behalten wollten. Corporate Social Responsibility wird zum nötigen Rückgrat der Firma.
  • Alle werden den Umgang mit Social Media üben müssen. Er wird zur Normalität. Das Telefon des 21 Jahrhunderts.
  • Portfolio Arbeit wird normal. Niemand will mehr ein Leben lang am gleichen Ort sein.
  • “Self Branding”, der Mitarbeiter wird zur Marke und steht für Werte. Er ist nicht mehr nur Ressource, wie Land, Geld oder Maschinen. Er kann auch wählen, wo und wie er arbeiten will.
  • “Job Flirting” wird normal für beide Seiten.

Viel Spass beim Nachdenken über diese neue Welt, die beiden Seiten viel bringen kann.

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24. März, 2013
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Mimesis

Mimesis (altgriechisch μίμησις mīmēsis „Nachahmung“, neugriech. μίμηση mímisi) bezeichnet ursprünglich das Vermögen, mittels einer körperlichen Geste eine Wirkung zu erzielen.Es geht dabei aber auch um die Reproduktion von Realität, als der Konstruktion von Wirklichkeit.

Dsa Wort ist mir als Titel eines feinen Buchs von Erich Auerbach begegnet. Es geht darin um das Nachahmen und Reproduzieren der Realität. Eben diese Wirklichkeitskonstruktion ist es, welche uns befähigt, die gleichen Dinge anders zu verstehen. Mimesis bedeutet aber auch “sich ähnlich machen”, “ausdrücken” und “vor-ahmen”.  Die Mimesis beschreibt den ganzen kreativen Prozess des Nachbildens. Sei es nun aus Versatzstücken oder aus einem Element.

Man sieht also, dass der Begriff in sich ziemlich frei gedeutet wird und auch als solches nicht sicher ist vor Nachahmung. Wenn das nächste Mal jemand einen Mimesis-Verstoss begeht, dann versucht doch mal den kreativen Prozess zu sehen, der vorausgegangen ist.

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19. März, 2013
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Lord of Disorder

Lord of Disorder (aus dem Englischen: Herr der Unordnung) ist einer der Begriff, welche für einen Hofnarr verwendet wird. Heute wird ein Hofnarr im englischen als Jester. Dabei wäre die Beschreibung als Reiseführer in der Unordnung wohl ein viel besserer Begriff. 

Eigentlich war es ja so, dass bis in das 18. Jahrhundert hinein  der Hofnarr eine institutionalisierte Staatsfigur an jedem grösseren europäischen Hof war.  Bei der Betrachtung “moderner Höfe” und bisweilen grotesk anmutender Szenen im heutigen Manageralltag drängt sich die Frage auf, ob es sinnvoll war, den Hofnarren zu verbannen. Die meisten Mangager mit “eigenem Hofstaat” brauchen eigentlich wieder einen Hofnarren oder einen “Lord of Disorder” der einem durch die Tücken des Führungs- und Teamlebens helfen kann.

 

Die Frage, wer einem die Wahrheit sagt, auch wenn er nun Teil der “dunklen Seite” ist, bleibt die Gretchenfrage. Darum der Ratschlag der Woche: Haben Sie einen Lord of Disorder, dann sind sie auf gutem Weg, wenn nicht, laufen Sie Gefahr Dinge zu verpassen, die Sie nicht erkennen können.

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10. März, 2013
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Devotionalien

Devotionalien (Plural von Devotionalie) abgeleitet aus dem Lateinischen devotio – Hingabe, Ehrfurcht, Frömmigkeit. Sie beschreiben Gestände welche der Religiösen Andacht dienen sollen. Umgangssprachlich bezeichnet man mit diesem Begriff künstlerisch Minderwertiges und Überteuertes.

Wer schon mal in Rom, Jerusalem oder Neapel war, kennt die Kreuze, Kruzifixe, Ikonen, Heiligenfiguren, Rosenkränze, Andachtsbilder, Medaillen und Weihwasser mit religiösen Motiven. Zu Ostern sind übrigens Kreuze und Kruzfixe der grosse Renner, zu Weihnachten dann Schutzengel aus Glas oder Bronze in liebenswerter Darstellungen. Rosenkränze aus echten Edelsteinen und Silberkettelungen, oder auch preisgünstige Ausführungen in Perlmutt, werden gerne immer mal wieder geschenkt.

Es gibt ganze Industrien, welche von der Erstellung und dem Verkauf von Devotionalien leben. Es ist sozusagen eine Wirtschaftsmacht entstanden. Darum ist es auch wichtig, dass der Nachschub an Heiligen gibt. Zum Glück für die Industrie verändern sich die Grundthemen nicht so häufig. Wer sich also schon immer über Osterhasen geärgert hat, der soll doch mal zur Osterzeit nach Rom reisen, dann weiss er wie dieses Geschäft wirklich funktioniert. Viel Spass dabei.

 

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