Braintank

The Braintank Blogg – Bring all the brains together, as this sums up to more than the sum of all the brains

7. Februar, 2016
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Syllogismus

Die Syllogismen (von altgriechisch συν-λογισμός auf Deutsch: „Zusammenrechnen“ oder „logischer Schluss“) sind ein Katalog bestimmter Typen logischer Schlüsse. Sie bilden den Kern der im vierten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung entstandenen antiken Logik des Aristoteles und der traditionellen Logik bis ins 19. Jahrhundert.

Als Haupttechnik der Logik wurde der syllogistische Ansatz durch die Integration der Logik in die Mathematik (mit den Arbeiten von George Boole und Gottlob Frege im 19. und frühen 20. Jahrhundert) abgelöst.

Der Ansatz des Syllogismus besteht auf jeweils zwei Voraussetzungen. Dieser sogenannte Obersatz und Untersatz, führen zu einer Konklusion. Ein Beispiel gefällig:

Alle Menschen sind sterblich
Alle Griechen sind Menschen
Griechen sind Sterblich

Jetzt gibt es natürlich auch Beispiel, wo diese Logik nicht zwingend ist. Ich nenne das dann Affenschwanzlogik. Ein Beispiel gefällig:

Dinge die Schwerer sind als Luft fliegen nicht
Flugzeuge sind schwerer als Luft
Flugzeuge fliegen nicht

Es ist natürlich so, dass es Regeln gibt, welche die Qualität und die Gültigkeit von Syllogismen messen und damit kann es ein Beispiel, wie das Obige nicht geben. Schön, weiss ich jetzt wie das wirklich heisst. Und wenn Euch jemand mit Affenschwanzlogik kommt, könnt Ihr jetzt auch professionell darüber reden.

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31. Januar, 2016
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Wesselmänner

Basierend auf einem Beitrag im Tagi, habe ich mir die Frage auch gestellt. Was sind Wesselmänner?

Wesselmänner sind grossflächige Plakate, welche nur während Wahlkämpfen aufgestellt werden.

Ihren Namen haben die Wesselmänner von der Wahlkampf Werbung Wesselmann Wattenscheid GmbH, einer Werbeagentur mit Sitz in Bochum.Dieses Unternehmen hat faktisch das Monopol auf grosse Wahlkampfstellwände von 3.7 m x 2.9 m. Sie werden bereits in der Auftaktphase der Wahlkämpfe eingesetzt. Die Plakate werden von den Parteien geliefert und pro Wahlkampf drei bis vier Mal ausgetauscht. Wesselmanns 1961 gegründete Firma hat danach auch die logistische Herausforderung des Abbaus und der Einlagerung der Plakatständer zu bewerkstelligen und die Weiterführung einzelner Plakatstandorte bei Stichwahlen geographisch korrekt umzusetzen.

Bei uns geht das ja einiges einfacher zu und her. Privatleute können ihren Grund für Wahlplakate hergeben und so einen Beitrag zur Wildplakatierung leisten. Diese wird übrigens von verschiedenen Anspruchsgruppen bekämpft. Man halt also nun die Wahl zwischen Wesselmännern und Wildplakatierern. Und beides will man eigentlich nicht. Nur gut, dass Wahlkampf nur alle 4 Jahre ist, das heisst bei uns alle 2. Einmal für die Stadt- und den Kanton und dann noch für den Bund. Aber so genau wollen wir das ja jetzt auch nicht nehmen. Plakate verschönern ist noch immer das grösste Hobby unserer Jugend und ab und zu macht sie das sogar sehr gut!

24. Januar, 2016
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Kasuistik

Kasuistik (vom Lateinischen casus: „Fall“) beschreibt ein auf Einzelfällen basierte Morallehre und dem dafür richtigen Verhalten. Sie beschreibt aber auch eine Rechtsform, welche durch Einzelurteile von Richtern geprägt ist.

Nach Duden bedeutet die Kasuistik auch die Haarspalterei oder die Wortverdreherei und beschreibt auch spitzfindige Argumentation. Gefunden habe ich den Begriff auf einer Folie der Ausbildung über die Krankenversicherung, darum passt die Beschreibung des Duden sicher sehr gut.

Kasuistik ist eine Rechtsordnung, in der sich die aktuelle Rechtslage nicht nur auf abstrakten Gesetzen und Verordnungen basiert sondern nach früheren Gerichtsentscheidungen. Kasuistik ist von Richterrecht geprägt und nicht von Gesetzesrecht. Bestes Beispiel dafür ist die USA, alles wird im Einzelfall entschieden und es macht nur Spass, was noch nicht entschieden wurde.

Ausgangspunkt ist der Einzelfall („casus“), der sich verallgemeinert in der Rechtsnorm wiederfindet. Das Wort „casus“ stammt aus dem römischen Recht, das eine Vielzahl von Einzelfällen verdichtete und zu allgemeinen Regeln erhob.

Übrigens lässt sich so auch allerhand Blödsinn beweisen, weil es ja schon immer so war.

17. Januar, 2016
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Karma

Karma (im Sanskrit: कर्म , zu Deutsch: Wirken) bezeichnet eine Glaubenskonstruktion, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Diese Folge muss nicht unbedingt im gegenwärtigen Leben wirksam werden und die Folge ist auch nicht monokausal an die Handlung geknüpft, sondern sie kann sich möglicherweise erst in einem zukünftigen Leben manifestieren.

Letzthin hat sich Pony M. über ihr Karma ausgelassen mit dem Satz: „Gestern fand das Karma wieder einmal, es sei nun Zeit für einen Arschlochtag.“ Spannende Ansicht zu seinem Karma hat sie darin geäussert. Gemäss anderen Quellen beschreibt Karma, dass jede Ursache eine Wirkung hat  und jede Wirkung eine Ursache hat. Jede Aktion erzeugt eine bestimmte Energie, die mit gleicher Intensität zum Ausgangspunkt respektive zum Erstellenden zurückkehrt.Die Wirkung entspricht der Ursache in Qualität und Quantität. Gleiches muss Gleiches erzeugen. Wer daran schrauben will, findet mehr unter Operante Konditionierung.

In Sprichworten und Glaubensbüchern aller Kulturen findet sich das Karama eigentlich an, meistens durch „Tue Gutes und Dir wird Gutes getan„. In der Bibel finden wir unter Johannes 5.29: „..werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens..“. Im Buddismus finden wir als Leitsatz: „Tue Gutes und Dir wird Gutes widerfahren“ und in Sure 28, Vers 77 des Koran finden wir: „…und tue Gutes, wie Allah dir Gutes getan hat; und begehre nicht Unheil auf Erden …“

Aber wie gesagt, wer Gutes tut, dem wird Gutes getan und ansonsten bin ich ganz bei Pony M. Es gibt so Tage, wo das Karma nicht will und die sind dann halt Streichresultate.

10. Januar, 2016
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Kobayashi Maru Test

Kobayashi Maru Test: Dieser Test wird an der Sternenflotten-Akademie durchgeführt, um angehende Offiziere in eine ausweglose Situation zu führen. Dann wird betrachtet, wie sie sich in einer solchen Ausnahmesituation verhalten. Der Test soll den Anwärtern klar machen, dass sie keinesfalls unbesiegbar und unsterblich sind.

Ausser James T. Kirk hat nie jemand den Test erfolgreich absolviert. Dieser benötige aber 3 Versuche und gewann nur, weil er den Simulator manipuliert hat. Darauf angesprochen sagte er, dass er nicht an ausweglose Situationen glaube.

Im Verlauf des Tests müssen die Kadetten nach Gamma Hydra fliegen, wobei sie nahe an der Klingonischen Neutralen Zone vorbei fliegen müssen. Dabei empfängt die Crew einen Notruf des Frachtschiffes Kobayashi Maru, der in der neutralen Zone auf eine Mine gelaufen ist und nun um Hilfe ruft. Gemäss den Vorschriften der Sternenflotte ist jeder Kommandant verpflichtet, einem havariertem Schiff Hilfe zu leisten. Um dies zu tun, muss der Kommandant den mit den Klingonen geschlossenen Vertrag brechen, der besagt, dass die Sternenflotte nicht in die Neutrale Zone eindringen zu darf. Erreicht das Schiff die Koordinaten des Frachters, tauchen drei klingonischer Kreuzer der D7-Klasse auf und eröffnen das Feuer. Abgeschnitten von den eigenen Kräften und klar Unterlegen beginnt der Test dann seinen unweigerlichen Verlauf zu nehmen.

Was können wir nun aus diesem Test in das richtige Leben retten: Eine Simulation ist immer nur ein Abild der Realität und nicht immer vergleichbar. Darum auch der Kommentar von Kirk, dass es keine ausweglosen Situationen gibt. Wir können aber auch daraus lernen, dass es besser sein kann, sich zurückzuziehen, statt ehrenvoll zu sterben. Wer mehr dazu wissen will, kann sich unter Strategem einiges davon ausleihen.

Selbstverständlich lernt man auch etwas über die Helden im Star Trek Universum an Hand dieses Test. Scotty besiegt den Test auch, aber nur weil er weiss, dass es ein physikalisches Phänomen gibt, das nur im Simulator funktioniert. Daraufhin bricht er seine Kommando Ausbildung ab.

Was einem ein solcher Test auch zeigt, ist das Kontrollillusion wirklich bestehen kann. Und nur wer frei ist von ihr, kann wirklich kämpfen und gewinnen, wenn er daran glaubt, dass er von Guten umgeben ist.

27. Dezember, 2015
von ltcmdrdata
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2016 wird …

Am Besten liest sich dieser Ausblick, wenn man den passenden Rückblick für das Jahr 2015 gelesen hat.

… im Geschäft die Fortführung von Wandel bringen. Wobei nicht alles wird sich wandeln. Es sieht so aus, als wenn wieder Leute mit mir durch das Tal der Tränen gehen möchten. Erfahrungen machen, lernen, dass die Informatik nicht nur verhindert, sondern auch liefern kann und wird. Bis jetzt war die Informatik der Grund warum etwas nicht ging, jetzt wird sie die Ursache, das es möglich wird.

Wir haben jetzt zwei Jahre die Kompetenz bewiesen, jetzt ist es schön, dass man uns glaubt. Wir dürfen die Glaubwürdigkeit immer und immer wieder beweisen, bis daraus Commitment wird. Und wie es aussieht, haben wir das interessanteste Innovations-Portfolio noch vor uns. Digitalisierung und Interoperabilität werden uns sehr beschäftigen. Und nicht zu vergessen, wir liefern Strom und Wasser. Jeden Tag, bald 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag.

Das Jahr wird noch mehr „Liefern wie versprochen“ verlangen. Es wird wieder zeigen, wie wir mit den geplanten und vor allem ungeplanten Veränderungen umgehen werden. Der Plan, ist die Skizze des Möglichen, die Abstimmung und unser Bekenntnis zu uns als Team. Er wird uns helfen die Veränderungen anzunehmen und zu meistern. Es wird auf jeden Fall schwierig werden. Mein Lieblingslieferant bewegt sich, aber nicht schnell genug und nicht effizient genug. Es gibt dort Menschen, die uns nicht als Kunde oder Partner, sondern als Gegner verstehen. Es wird darum gehen, die Entwicklung weiter zu treiben und das Beste für unseren Lieferanten und uns sicherstellen. Trotz allem freue ich mich auf jede einzelne Herausforderung.

Auch in den Teams steht noch einiges an, aus sehr guten Einzelspielern, wird ein Opernhaus Team, eine Gruppe, welche die Extra-Meile geht. Jeder und jede bringen etwas mit, setzen sich ein und denkt für seine Kolleginnen und Kollegen mit. Auch Majime haben eine Rolle und liefern diese, wie es meine Diven und Sissies auch tun. Es ist schön das zu erleben. Daneben werden wir neues Territorium beschreiten, uns entwickeln, Erfahrungen machen und daraus lernen.

… privat mehr Interaktion mit Menschen bringen. Ich habe da noch eine längere Liste von Kolleginnen und Kollegen, von Freunden und Freundinnen, die ich mehr sehen möchte. Also sollte ich sie mal wieder einladen. Dem Schwerpunkt Arbeit soll der Schwerpunkt Leben besser ausgewogen gegenüberstehen. Dazu gehört auch, dass mindestens 2000 Motorrad-Kilometer gemacht werden müssen. Gut habe ich schon eine Tour nach Frankreich geplant. Man soll sich seine Investitionen zuwenden und ein wenig Startup Support kann nicht schaden. Ansonsten möchte ich die guten Dinge, aus 2015 ins 2016 mitnehmen.

 … ein Jahr voll von Reisen. Mehr Reisen scheint in Griffweite zu sein. Leider steht der nächste Release und die Kirschbaumblüte in Isfahan wieder ganz unglücklich zueinander.  Aber die BBC Proms (Programm ab April verfügbar) besuchen, müsste dieses Jahr klappen. Das würde ich dann auch gleich mit dem Zug via Paris nach London reisen. Auch ein Wunsch, der schon lange auf der Bucket Liste steht. Ansonsten müsste der eigene Footprint noch etwas verkleinert werden. Immer noch zu viele Dinge, die ich besitze, aber nicht mehr wirklich brauche. Mehr neue Geschichten erleben. Also lassen wir mal das Leben auf mich zukommen.

… ein Jahr wo ich einen Unterschied mache. Einen Unterschied in den Missionen, einen Unterschied im Umgang mit Menschen, einen Unterschied in der Entwicklung. Ein Jahr wo aus gemachten Erfahrungen gute Erlebnisse werden.

… mich überraschen. Mir wurde gesagt, dass es wichtig, das ich nicht gelangweilt bin. Das stimmt. Ich mache gerne Dinge, die mich fordern und fördern. Und so hat 2016 alles, was es dazu braucht.

Liebes 2016 sei mir herzlich Willkommen und lass uns Spass und Freude haben!

18. Dezember, 2015
von ltcmdrdata
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2015 war …

Und wieder einmal ein Moment um Inne zu halten und einen Blick zurück zu wagen.  Schön zu sehen, wie der Plan war und was dabei raus gekommen ist. Es gibt nämlich jetzt den Rückblick 2006, 2007, 2008, 2009, 2010,20112012, 2013, 2014 und jetzt 2015. Gleichzeitig gibt es auch die Erwartungen an 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015 und bald 2016. Doch nun zur Frage, was hat mir das Jahr gebracht, was hat es nicht gebracht und wo hat es etwas ganz Neues gebracht:

… für mich ein Jahr der Einsichten. Ich blogge seit 10 Jahren. Spannende Ansichten und Wegpunkte sind da zusammen gekommen. Dieses Jahr war geprägt von 2 Einsichten: Dinge müssen einem geschenkt werden, dann bekommt man sie auch. Wer nehmen will, nimmt meistens jemandem etwas weg. Und dies kann zu unangenehmen Reaktionen führen. Daraus entstehen Konflikte. Ja, der Mut zur Demut kann funktionieren. Man bekommt meistens was man verdient hat im Guten, wie im Schlechten.

Und zum zweiten habe ich gelernt, dass „bedingungslose Kooperation“ auch helfen kann. Dieser Grundsatz wird mir helfen eine Geschichte nachhaltig zu verändern. Zusammenarbeit zu leben und zu zeigen, dass es einem wichtig ist, andere auf die Reise mitzunehmen hilft, es schafft Vertrauen. Dieses offen sein ohne direkt etwas zu erwarten. Ein spannendes Vorgehen, das mir einiges an Mut abverlangt hat, heute aber die Basis einer wunderbaren Erfahrung ist.

… im Geschäft ein reich befrachtetes Jahr. Aus Change als Einladung wurde Change als Pflicht. Was nicht immer geglückt ist. Mitten im Jahr wurde ich mit den Worten bedroht: „Mach mich nicht zu Deiner Feindin“. Und bis heute hat diese Person noch nicht Frieden gemacht. Aber immerhin hat sie sich nicht mehr gegen einige Tools gewehrt, welche letztes Jahr noch des Todes waren. Ihr Team erzählt mir zwar noch immer, wie schlimm gewisse Dinge sind, die ich haben will. Aber sie machen soweit mit,  dass es keinen Druck mehr machen muss. Auch hier hilft Konsequenz und Zuneigung. Ich weiss, wie schlimm es ist, wenn man transparent ist, ich kenne aber auch die Vorteile davon.

Es war auch das Jahr der Missionen: Ja. Und die Migration war genau das, eine Migration. Schnell, effizient und spurlos. Die Überführung in den Betrieb war dann nicht ganz so rund. Das sogenannte „Re-Branching“ hat so seine Tücken meine Freunde. Ansonsten haben wir über alle Massen geliefert. Viel war es. Der Sprung von Beweisen der Kompetenz hin zu konsequenter Glaubwürdigkeit ist uns gut gelungen. Darüber bin ich sehr froh.

Die Zusammenarbeit mit meinem Lieferanten ist immer noch eine Herausforderung. Ich zahle einen hohen Preis dafür, dass hier nie jemand ein echtes Gegengewicht gebildet hat. Es ist wirklich so, dass wir den ganzen Weg gehen wollen, ja gehen müssen. Daran das beim Lieferanten jetzt Dinge geändert werden, die ich schon vor zwei Jahren angemahnt habe und alle finden, sie waren nicht gut erfreut mein Herz nicht. Aber immerhin, sie bewegen sich und sie haben noch immer keine nachhaltigen Mittel gefunden. In diesem Zusammenhang habe ich eine Karte mit folgendem Sinnspruch erhalten: „Lächle und geh weiter. Du kannst sie nicht alle umbringen!“. Und ich habe gelächelt. Und ich habe einen Plan!

Wir haben viel angestossen als Informatik. Wir helfen der Digitalisierung im Unternehmen und stellen die Interoperabilität sicher. Dafür haben wir viel Infrastruktur bewegt und uns schlau gemacht am Thema. Und es war das Jahr, wo ich vor allem auch Ernten konnte. Ernten, was ich gesät habe, im Guten, wie im Schlechten. Das grösste Kompliment kam ganz überraschend Ende Jahr auf mich zu: „Ich arbeite sehr gerne mit Dir, weil es Dir nur um die Sache geht und Du keine Eitelkeiten und Befindlichkeiten hast“.

… privat ein Jahr der Brüche. Das Jahr hatte einen Anfang genommen, der mich überrascht hat. Wie gewonnen, so zerronnen, aber ich mag mich nicht mehr mit Menschen auseinandersetzten, die sich in den Mittelpunkt stellen, die sich als das Einzige verstehen, was sein soll und dem es gut gehen darf. Menschen, die für sich alles in Anspruch nehmen und nichts geben können. Nur gut zu wissen, dass diese Menschen auch nicht alles bekommen haben und bekommen werden. Und es freut mich auch, dass diese Menschen diesen Verlust immer und immer wieder spüren.

Es war auch das Jahr, wo ich viele Schritte zu machen gelernt habe. Was 2014 noch nicht so geklappt hat, ging in diesem Jahr viel besser. Sehr viel konstanter. Auch hat es für 3 Wochen Ferien gereicht. Wieder einige Dinge besucht, die mich interessieren. Daneben die Expo besucht. Den Sommer genossen, der viel zu heiss war. Eine Loggia gebaut und das Schlafen unter Sternen erlebt. Daneben einen Mähroboter installiert und es sehr geschätzt, nicht mehr mähen zu müssen. Und sonst?

Mir wurde 2014 erklärt, ich sei ein Veränderer, aber kein Gärtner. Ich würde maximal 5 Jahre bei meinem jetzigen Arbeitgeber bleiben. Spannende Frage. Ich denke das Gärtnern ist mir bis jetzt gut gelungen. Alles hat eine Geschichte. Menschen haben sich entwickelt. Teams haben sich entwickelt. Ich habe mich entwickelt und meine Umwelt hat sich entwickelt. Hier kann eine Aussage weiterhelfen, die jemand vor einigen Woche gemacht hat: „Wenn man sich an Dich gewöhnt hat, dann ist es wirklich gut! Sich aber an Dich zu gewöhnen ist sehr anspruchsvoll.“

Liebes 2015, Du warst wirklich gut zu mir und dafür möchte ich mich bei Dir bedanken!

11. Dezember, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: „Profilbildende Niederlage“

Der Begriff „profilbildende Niederlage“ wurde am 22.06.2012  an der kantonalen Delegiertenversammlung der FDP von Kantonsrats-Fraktionschef Thomas Vogel benutzt. Er erntete damit Lacher und Applaus. Ich denke der Begriff hat es sehr wohl in sich.

Für mich gäbe es da noch den Begriff der „charakterbildende Niederlage“. Eine solche zeigt auf, dass man für seine Meinungen und sein Verständnis einsteht. Es auch um eigene Überzeugungen geht und wie man sich dafür einsetzt. Es ist immer wieder gut zu sehen, dass solche Dinge heute noch möglich sind. Wie hat man mir letzthin bestätigt: „Du bist nicht stromlinienförmig“. Alle die mich kennen, können das bestätigen. Es hat aber nicht nur mit meinem Körperbau zu tun. Ich stehe für meine Überzeugungen ein. Und erleide ab und zu eine charakterbildende Niederlage.

Diese Woche habe ich aber auch eine „profilbildende Niederlage“ vorausgesagt und eingefahren. Bleibt die Frage, was ist der Unterschied. Diese Erfahrung ist vor allem für die anderen Beteiligten. Es wird sich keiner beklagen können, er hätte es nicht sehen kommen. Der Punkt war immer klar und es wird nicht möglich sein, über die Zeit diesem immer auszuweichen.

Solche Momente sind Einladungen zur Veränderung, Angebote zur Kooperation. Man kann sie annehmen, muss aber nicht. Und wenn nicht, bleibt es ab und zu dabei, dass man auch hier einstehen muss, für sein Wissen und seine Überzeugungen, mit dem Ziel anderen zu Helfen, sich zu entwickeln. Hier gilt aber auch: Wer nicht hören will, wird fühlen. Wird mein Profil fühlen. Ein schöner Gedanke.

Und weil die Woche so war, wie sie war, hier noch der Kommentar einer guten Kollegin: „Es ist wie auf der Achterbahn, es geht runter und rauf und das macht es so wunderschön“.

 

6. Dezember, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: gigirhi-gigirhi

gigirhi-gigirhi (Tsonga Dialekt) bedeutet Übersetzt: Von Dorf zu Dorf gehen und den Klatsch herum erzählen.

Heute würden wir das ja mit „watercooler talk“ übersetzen oder der mit Kaffee-Maschinen-Austausch-Gespräch. Es ist das natürlichste der Welt, Geschichten, Gossip, Tratsch und Klatsch gehören zu uns und sind Teil unserer Kultur. Sie sind nicht zu verwechseln mit Märchen, welche immerhin einen erzieherischen Hintergrund hatten.

Mit gigirhi-gigirhi haben wir jetzt ein Wort, das es uns erlaubt uns über den Gossip der anderen zu reden. Für mich gilt ja hier immer die geflügelte Beschreibung aus einem Kreuzwort-Rätsel von Trudi-Müller-Bosshard: Ort wo Gerüche und Gerüchte enstehen. Antwort: Latrine. Das scheint mir auch eine schöne Beschreibung zu sein. Die Länge der Latrine kann man übrigens daran messen, wie lange es dauert, vom Zeitpunkt wenn man ein Gerücht streut bis es wieder bei einem eintrifft. Je schneller, desto besser ist das Gerücht.

Im Geschäft haben wir ja auch so einen Zeitpunkt, wo wir uns das Jahr erzählen können. Schön ist es gewesen. Und es ist schon so, gigirhi-gigirhi ist das Schönste was es gibt. Das macht den Kitt einer Organisation aus.

Und ja: Schöner Samichlaus-Tag!

22. November, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Smombie

Smombie ist ein Neologismus aus Smartphone und Zombie. Es ist gemäss Langenscheidt-Verlag in München das „Jugendwort des Jahres 2015“. Wiki hat das Wort mit einem Löschantrag versehen.

Smombie beschreibt Menschen, die durch den ständigen Blick auf ihr Smartphone so stark abgelenkt sind, dass sie ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen. Das sind die Leute, welche erst beim Aussteigen auf die Idee kommen, Whatsapp, Facebook oder sonst etwas anzuschauen und somit den ganzen Prozess genügend Langsam zu machen.

Übrigens der Ausdruck Neologismus wird aus den griechischen Wörtern νέος neos (Deutsch: Neu) und λόγος logos (Deutsch: Wort) gebildet, bedeutet als Neuwort oder neues Wort. Im engeren Sinn auch „lexikalisches Zeichen“, als Indikation für das „Neuwort“.  So erfinden wir also regelmässig neue Worte und diese finden Einzug in die Gesamtsprache oder auch nicht. Wer hätte vor 20 Jahren gewusst was googeln ist?

Wobei wer weiss schon was ein Smombie ist? Hier haben wohl alte Menschen für die Jugend gewählt. Aber ein schönes Wort ist es trotzdem.