Braintank

The Braintank Blogg – Bring all the brains together, as this sums up to more than the sum of all the brains

25. September, 2016
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Das Wort zum Sonntag: Disruptor

Der Disruptor hat verschiedene Bedeutungen. In Science Fiction im Generellen und in Star-Trek werden diese Strahlenwaffen gezeigt. Es ist die Waffe der Klingonen. In den meisten Fällen verschwindet die getroffene Person vollständig. Heute wird der Begriff für Digital-Disurptor für jemanden verwendet, dem es gelingt mit einer Idee der Digitalen Wirtschaft ein bereits bestehendes Unternehmen zum Verschwinden zu bringen.

Als Endokrine Disruptoren (vom griech. endo: innen, ausscheiden, und lat. dis-rumpere: zum Erliegen bringen, stören), auch Xenohormone, Umwelthormone oder hormonaktive Substanzen, werden Stoffe bezeichnet, die durch Veränderung des Hormonsystems die Gesundheit schädigen können, wenn sie in einer wirksamen Dosis in den Körper gelangen.

Doch zurück zum Digital Disruptor. Dabei handelt es sich um Erfindungen wie iTunes oder Netflix. iTunes hat dann eigentlich nicht verstanden, was Spotify den Nutzern bringt, die Stream Fähigkeiten nämlich. Und so wird Musik heute „gestreamed“ und nicht mehr „heruntergeladet“. Wir erinnern uns Netflix hat als DVD Verleih begonnen und damit Blockbuster aus dem Rennen genommen hat. Netflix hat die erste Runde des Disruptor Spiels übrigens überlebt. Es hat sich zum grössten Streaming Provider gewandelt. Für alle Unternehmen, welche Disruptiv sind gilt: „Disrupt or be disrupted“.

Aus diesen Gründen hat auch Facebook Gründer Mark Zuckerberg Firmen, wie Whatsapp oder Oculus gekauft. Wer viel probiert kann damit der Disruption entgehen, so die These. Die gleiche These gibt es übrigens schon lange in der analogen Wirtschaft. Dort hiess sie dann horizontale, vertikale oder diagonales Wachstum. Ziel der Übung war das Gleiche. Das beste Beispiel dafür war wohl GE, welche ein Mischkonzern grösster Güte ist, bis er gezwungen wurde sich wieder zu fokussieren.

Also jeder kann heute ein Disruptor sein und gleichzeitig kann auch jeder von einem Disruptor betroffen sein. In der digitalen Welt geht das viel Schneller und viel Nachhaltiger als es vor 20 Jahren noch war. Darum prüft das Modell Eures Unternehmes jeden Tag und schaut ob man es nicht durch ein besseres ersetzen kann. Und wenn ihr ein solches findet, dann wisst ihr ja jetzt was zu tun ist. Heghlu’meH QaQ jajvam oder wie die Klingonen sagen: Dieser Tag ist gut um zu sterben.

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20. September, 2016
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Ich – Welt: Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft oder warum sich alles um Plan B dreht

Ich weiss gar nicht, warum die letzten 10 Tage eine Zenbuddhistische Übung geworden sind. Es sind im Geschäft die Wochen bevor es beginnt. Alle wissen, was passiert, aber alle warten bis etwas passiert. Im besten Fall ist es wie im Militär: Man wartet und nichts passiert. Im schlimmsten Fall rennt man ohne Ende. Und normalerweise ist es irgendetwas dazwischen: Man rennt, man wartet. Genau wie im Militär! Und wie im Militär weiss die Mannschaft nie genau, warum gerannt oder gewartet wird.

Auf jeden Fall sind es drei Weisheiten, die mich momentan bewegen:

Jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt.

Diese Weisheit von Laotse, im Original: 千里之行,始於足下。 – Qiān lǐ zhī xíng, shǐ yú zúxià. („Eine Reise von tausend Meilen beginnt unter deinem Fuss.“). Das ist meine Meinung zu unseren Schritten auf dem Weg zum agilen Unternehmen. Es ist für eine Versicherung nicht ganz einfach agil zu sein, Dinge auszuprobieren. Wir haben unsere ersten MVP’s erfolgreich hinter uns gebracht. Die Idee eines „Minimal Viable Product“ ist neu für uns. Wir lernen in solchen Projekten, wie wir auch mit unseren Apps lernen. Die gute Neuigkeit ist, dass wir mehr Richtig gemacht haben als Erfahrungen gesammelt. Die Kunden haben uns überrannt. Was für ein tolles Erlebnis.

Nun sind wir am Punkt, wo wir unsere erste Anwendung ganz im Sinn von Scrum weiterentwickeln. Ich freue mich sehr darauf. Das Vorgehen wird unsern Kunden und uns helfen zu zeigen, dass wir machen, was sie sich wünschen. Ich freue mich darauf, solche Dinge mit den Fachbereichen umzusetzen.

Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft

Ab und zu begegnet man Menschen, die sehr überzeugend sein können. Ab und zu möchte man einen Prozess abkürzen, Gewalt als Machtmittel einsetzen. Ab und zu denkt man, dass hier junges, dynamisches Personal wieder die gleichen Fehler macht. Genau dann verspüre ich die Lust zu kämpfen. Auch wenn es mit dem Älter werden schon viel besser geworden ist. Sun Zu erwähnt dies immer wieder und auch in den Strategemen kommt dieser Punkt häufiger vor. Erstens geht es nicht um das Kämpfen, sondern um das Gewinnen und zweitens besteht ja immer die Chance, dass sich der Gegner selber aus dem Rennen nimmt. Auf jeden Fall bin ich an etlichen Punkten angekommen, ohne zu kämpfen. Sei es nun Ausbauten, Umbauten oder gar Revisionen. Und das ist gut so. Und darüber freue ich mich sogar ein wenig.

Warum glauben wir, dass der Gegner sich an unseren Plan hält?

Meistens setzen wir Innovation als Projekt um. Eines der Probleme ist aber, dass wir einen Plan haben. Projekte haben haben das.  Eine klare Vorstellung unseres Vorgehens. Und somit auch eine Vorstellung, was uns passieren könnte und was auch nicht. Nun bemerken wir dann, während wir den Plan umsetzen, dass sich die Umgebung verändert, wir auf Herausforderungen stossen, die wir so nicht erwartet haben. Irgendwie gehen wir immer davon aus, dass der Gegner mit unserem Plan kooperiert, wie wenn er keinen eigenen hätte. Das Problem im Projektmanagement ist, dass wir nicht sehr gut mit dem Ungewissen umgehen können. Es gibt vor allem auch bei der Digitalisierung immer wieder Überraschungen. Und diese wollen behoben werden.

Wie diese Weisheiten aus dem Zen Buddhismus und von Sun Zu zeigen, geht nichts über einen Plan im Plan im Plan und die Ruhe und das Wissen, dass es Gut wird. Das wird es, weil wir als Team effizient sind und viel harte Arbeit im täglichen Schauspiel steckt.

Life is all about how you handle Plan B

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18. September, 2016
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Das Wort zum Sonntag: Zenon’s Dichotomie Paradoxon

Dichotomie bedeutet wörtlich „Zweigeteilt“ aus den griechischen Worten διχότομος dichótomos und δίχα dícha  und τέμνειν témnein. Sie bezeichnet eine Struktur aus zwei Elementen. Ein Paradox (Plural Paradoxa; vom griechischen Adjektiv παράδοξος parádoxos „ bedeutet wider Erwarten oder unerwartet, unglaublich“). Sie wurden von Zenon von Elea altgriechisch Ζήνων geschrieben;  er war ein antiker griechischer Philosoph.

Dichotomie bezeichnet eine Struktur aus zwei Teilen, die einander gegenüberstehen und einander ergänzen (zum Beispiel ein komplementäres Begriffspaar), oder eine Aufteilung in zwei solche Teile (zum Beispiel die Aufteilung eines ganzen Bereichs in zwei Teilbereiche).

Die einfachste Form einer Dichotomie wäre dann wohl Mann und Frau. Das scheint aber nicht zu gelten.

Zeno beschrieb drei Paradoxien der Vielheit, welche in einem Kommentar des byzantinischen Philosophen Simplikios zur Physik Aristoteles’ überliefert. Tatsächlich ist Simplikios, der etwa ein Jahrtausend nach Zenon lebte, die einzige Quelle, welche Zenon ausführlich wörtlich zitiert. Dieser bedeutende Vorsokratiker, der wie sein Schüler Zenon den Eleaten zugerechnet wird, stellt in einem Lehrgedicht eine uneinheitliche, der Veränderung unterliegende Welt der Wahrnehmung einem unteilbaren, ewigen und unveränderlichen Sein gegenüber. Nach einer verbreiteten, aber nicht unproblematischen Interpretation des schwer zugänglichen Lehrgedichtes vertrat Parmenides einen strikten metaphysischen Monismus, nach dem Bewegung und Teilbarkeit lediglich eine Illusion seien.

Das Beispiel, mit dem die Existenz von Bewegung widerlegt werden sollte, lautet wie folgt: Ein Läufer will eine Strecke positiver Länge zurücklegen. Dazu muss er zunächst die Hälfte dieser Strecke zurücklegen. Und um dies zu erreichen, muss er zuerst die Hälfte der Hälfte, also ein Viertel der Gesamtlänge hinter sich bringen. Mit diesem Verfahren zerteilt man die Strecke in unendlich viele Teilstrecken, deren jeweilige Überwindung eine positive, endliche Zeit beansprucht. Infolgedessen muss der Läufer eine unendlich lange Zeit brauchen, um die Gesamtstrecke zurückzulegen.

Wer nun das versteht, der sollte sich auch dem Syllogismus zu wenden.

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13. September, 2016
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Ich – Welt: In den Sumpf und aus dem Sumpf

Es gibt ja meiner Ansicht nach einige Regeln für Change Management. Es gibt ja verschiedene Ansätze, die wir schon besprochen haben: Change durch Liebe oder Change als Weg sich Feinde zu machen. Auch das Ziel von Change wurde schon besprochen.

Was dazu führt, dass Change notwendig ist wurde schon mehrfach hier besprochen. Die Frage, die aber häufiger gestellt wird ist wie lange der Change dauert. Meine Faustregel ist:

Solange wie man in den Sumpf spaziert ist, so lange wird man auch raus brauchen.

Das heisst, wenn etwas drei Jahre nicht gut war, dann wird auch der Change drei Jahre dauern. Das Problem ist, dass man beim in den Sumpf spazieren andere Bedingungen hatte. Das Wetter war gut, es war ein schöner Tag zum wandern, überall waren Rastplätze, mit Essen und so weiter. Beim Raus marschieren ist es meistens Nacht, es regnet und stürmt. Die Ausrüstung passt selten zu den Herausforderungen und etwas zu Essen gibt es auch nicht. Unter diesem Gesichtspunkt ist es eine sehr gute Leistung, wenn man das in der gleichen Zeit schafft.

Warum ist das so? Weil die Dynaxability oder das VUCA zunimmt. Vor allem in den Jahren in welchen man in den Sumpf spaziert ist.

DynaxabilityUnd weil für die meisten Menschen, die Komplexität zugenommen hat, kommt man auch in eine andere Zone. Und wer der Digitalisierung zum Opfer fällt, der bekommt auch noch Dynamik dazu. Der Begriff entstand übrigens Ende der 1980er Jahre und wurde im Jahr 1991 erstmals von Rieckmann verwendet und veröffentlicht. Und schon bewegt man sich in Zone II oder gar Zone III und da wird es nun aufwändig. Wer nicht damit umgehen kann und will, dem sind hier einige Rules of Management aufgeführt, die helfen damit umzugehen. Wer aber mutig ist, der kann sich diesem Kontinuum stellen und sich darin bewegen. Die gute Neuigkeit ist, wer will, der darf sich  in Zone I tummeln. Als Job würde sich Friedhofs-Gärtner empfehlen. In Zone II treffen wir Unternehmen aus den 80ziger Jahren, mit Problemen aus den 80ziger Jahren. Darunter gehören kleine KMU’s oder auch die Landwirtschaft. In Zone III begegnet man der Digitalisierung, neue Möglichkeiten, neue Optionen, neue Verknüpfungen.

Wer mehr wissen möchte, der muss zuerst aus dem Sumpf spazieren, weil die wenigsten Teams sind heute dort, wo sie sein sollen.

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11. September, 2016
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Das Wort zum Sonntag: VUCA

VUCA das Akronym für Volatility Uncertainty Complexity Ambiguity beschreibt sich ändernde Rahmenbedingungen für die Unternehmens Organisation und wie Mitarbeitende geführt werden sollen.

Es ist das neue Modeword für die disruptive Arbeitswelt. 2009 haben wir hier schon die Dynaxabilität besprochen. Beschreibt aus meiner Sicht das Gleich, ist aber einfacher zu verstehen.  Diese Abkürzung ist jetzt der Inbegriff für sprunghafte Innovation, verkürzte Produkt- und Marktlebenszyklen, Disruption, Dynamik, agile und selbst-steuernde Organisation. VUCA ist also sozusagen die Antwort auf alle Fragen, vor allem auf diejenigen, welche wir noch nicht gestellt haben. Worum geht es dabei? Die Geschwindigkeit der Interaktionen zwischen den zunehmenden Elementen, welche sich immer bewegen. So nehmen also die entscheidungsrelevanten Variablen und deren Beziehungen untereinander grundsätzlich zu und verändern sich.

Volatilität (volatility)

Die Unbeständigkeit, hohe Schwankungsbreite, Veränderungsgeschwindigkeit hat sich noch weiter erhöht und wird dies weiterhin tun. Beispiele sind: Preis-Schwankungen an der Börse, schnelle Markteintritte und -verluste.

Unsicherheit (uncertainty)

Unkenntnis über die Variablen und die kausalen Beziehungen zwischen ihnen. Kurz: Disruptionen. Veränderungen scheinbar aus dem Nichts. Ganz neue Märkte entstehen und bestehende verschwinden. Beispiele: Cloud Computing, Buchhandlungen, Banking.

Komplexität (complexity)

Viele, teilweise unbekannte Variablen mit vielfältigen Wirkungen aufeinander. Eine Aktion hat Wirkungen auf sehr viele Variablen. Projekte lassen sich nicht berechnen und vorplanen. Beispiel: Hier klicken.

Ambiguität (ambiguity)

Viel-, Mehrdeutigkeit, Informationen sind nicht eindeutig interpretierbar. Missverständnisse aus der Vielzahl der Rollen, Aufträge und Schnittstellen hat sich erhöht. Interessenkoalitionen und Zielkonflikte werden vielschichtiger.

Übrigens gibt es auch zwei Antorten auf VUCA: Die eine heisst VUCA, was für Vision Understanding Clarity und Agility steht. Wenn jemand in der Führung tätig ist, dann ist die Antwort: DyBoPe Dynamic, bold, and people-focused. Und wer sich bis jetzt nicht merken kann, dem sei Waka, Waka von Shakira als Erinnerungshilfe empfohlen.

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6. September, 2016
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Ich – Welt: Ziele und Zielkonflikte für Management-Dienstleister

Über mein Dasein als Management-Dienstleister haben wir ja schon einmal gesprochen. Das Thema lässt mich im Moment nicht los. Stimmt mein Merksatz, dass Entscheidungen wenn immer möglich am hierarchisch tiefsten Punkt einer Organisation getroffen werden sollten. Also dort, wo das grösste Fachwissen und Verständnis vorhanden ist. Oder stimmt das Bild vom Schauspiel- oder Opernhaus? Ein schönes Bild beschreibt auch Peter F. Drucker, er vergleicht das Verhältnis von Führungskraft und Geführten in der Wissensarbeit mit dem von Dirigent und Musiker.

Wissensarbeiter verstehen mehr von ihrer Arbeit als die Führungskräfte, sonst sind sie keine guten Wissensarbeiter. Die Aufgabe von Führung ist es also, einen guten Rahmen zu schaffen und zu erhalten, in dem sich Grossartiges entwickeln kann. Es geht also um Themen, wie Organisations-Kultur, Streit-Kultur, Dynaxability, Information, den grossen Plan oder mindestens den Plan im Plan im Plan.

Es geht also darum, den sich einem anvertrauenden Menschen gute, wertschöpfende und sinnvolle Arbeit zu ermöglichen. Schon Peter F. Drucker stellte leidvoll fest, was heute immer noch vielerorts gilt: „So much of what we call management consists in making it difficult for people to work.“

Was macht den Leuten das Arbeiten schwierig? Auf diese Frage gibt es so viele Antworten. Zielkonflikte sind sicher ein Schwerpunkt davon. Wir bekommen in der heutigen Welt meistens Ziele, die in sich und zur Umwelt in Widerspruch stehen.

Doch, wie soll ich damit umgehen, dass ich widersprechende Ziele produziere, dass ich ab und zu selber mit Zielkonflikten zu tun zu habe? Wie bindet man die Wissensarbeiter ein? Man erzählt die Geschichte, man redet, man hört zu. Und lernt, was geht, was noch nicht geht und was wohl nie gehen wird. Es wird immer wieder Dilemata und Trilemmas geben. Damit umzugehen bedeutet, dass es grundsätzlich für mich stimmen muss und niemandem schaden sollte. Dann ist es gut.

Und weil wir als Management-Team dafür Verantwortlich sind, nehmen wir uns Zeit Dinge zu besprechen, Themen gemeinsam zu erarbeiten. Zu verstehen. Alle Meinungen einzubringen und daraus gute Zielkaskaden zu machen und dabei nicht die Intelligenz aus dem System zu nehmen. Das gleiche tue ich auch mit denjenigen Führern, welche ein Team von Leuten führen. Nur wenn wir alle verstehen, warum wir etwas wollen und ab und zu auch, wie wir es wollen, dann können wir es auch erreichen.

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4. September, 2016
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Das Wort zum Sonntag: Trilemma

Trilemma (aus Tri- für Drei und dem griechischen Dilemma) bezeichnet eine Wahl aus drei Optionen, bei der jede der drei Optionen in sich als inakzeptabel oder ungünstig erscheint.

Der Begriff ist ein Neologismus, also ein neu eingeführtes oder neuartig gebrauchter sprachlichen Ausdruck. Das Trilemma gibt es in zwei Ausführungen.

  • Eine Wahl aus drei ungünstigen Optionen, von denen eine gewählt werden muss
  • Die Wahl aus drei günstigen Möglichkeiten, bei denen aber nur zwei gewählt werden dürfen.

Beispiele gefällig:

Good service cheap won't be fast
Good service fast won't be cheap
Fast service cheap won't be good

Auf Deutsch:

Guter Service billig ist nicht schnell
Guter Service schnell ist nicht billig
Schneller Service billig ist nicht gut

Das zweite Beispiel kennen wohl alle Projektleitenden dieser Welt.

TrilemmaIn jedem Projekt begegnet man dem Trilemma zwischen:

  • Lieferqualität
  • Lieferzeitpunkt
  • Lieferumfang
  • Lieferkosten

Wie in jedem Trilemma hat man meistens eine Komponente, welche einer anderen gegen läuft. Es ist wohl wie beim Service-Beispiel oben. Wichtig ist hier zu wissen, dass man in Projekten eine oder auch zwei Dimensionen fixieren kann. Damit werden die andere dann zu Variablen. Zum Beispiel: Wenn der Lieferzeitpunkt und Umfang fixiert wurde, dann sind die Kosten und die Qualität Variablen. Wenn die Kosten und das Datum fixiert wurden, dann sind die Qualität und der Umfang Variablen und so weiter. In Projekten empfiehlt es sich, diesen Zeitpunkt und die Beschlüsse sehr transparent zu machen. Wer den Rubikon überschritten hat, ist den entschiedenen Schritt weiter. Auch aus Erfahrung lässt sich sagen, dass man die Qualität als das am wenigsten messbare Ziel am häufigsten zur Variable macht.

Viel Spass Euch, beim Wählen am nächsten Trilemma.

 

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28. August, 2016
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Das Wort zum Sonntag: Fremdküssen

Fremdküssen ist ein Deutsches Kunstwort. Es beschreibt das Küssen einer sozial nicht dazu berechtigten Person auf den Mund.

Das Fremdküssen ist wohl die kleine Schwester vom Fremdschämen, was bedeutet sich für jemand anderen schämen, weil dieser eine Peinlichkeit begangen hat.  Das Fremdschämen hat es 2010 zum Wort des Jahres in Österreich geschafft, wogegen das Fremdküssen es wohl nie so weit bringen wird. Somit ist es auch im Duden.

Weil ja viele Leute meinen, dass Fremdküssen auch gleich zum Fremdgehen führt, hier mehr über das Fremdgehen in diesem Beitrag der Zeit. Detailliert zum Fremdküssen hat sich die Weltwoche in diesem Artikel geäussert, auch wenn ausser dem Titel nichts darauf deutet. Wer es Wissenschaftlich haben will, dem sei die Studie von Elitepartner empfohlen. Gemäss dieser beginnt für jeden Zweiten das Fremdgehen schon beim Küssen. Übrigens hat sich auch schon die Bild-Zeitung mit dem Thema befasst.

Ich denke die Komplexität ergibt sich daraus, dass jemand geküsst wird, der nicht geküsst werden soll oder darf. Was sicher stimmt ist, dass man sich beim Küssen nicht verstecken kann. Man fühlt sein Gegenüber. Ein wunderbares Gefühl. Und überhaupt „Make Love not War“, also ginge wohl auch ein Kuss. Oder nicht? Ich wünsche Euch viel Spass dabei.

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23. August, 2016
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Ich – Welt: Broken Window oder die Geschichte mit der Drohung

Es gibt so kleine Dinge, die mich immer wieder ärgern. Zum Beispiel wenn die Werkstatt, umgangssprachlich auch Büro genannt aussieht, wie wenn eine Bombe eingeschlagen hätte und nie jemand Zeit findet diese aufzuräumen. Das gleiche gilt übrigens für Programmierung, die aussieht wie der Ort eines Verbrechens oder Betriebsprozesse, welche nicht wirklich automatisiert sind, respektive Probleme, denen wir immer wieder begegnen. Ich arbeite in der Informatik, weil wir Dinge automatisieren und vereinfachen, nicht weil wir glauben, dass von Hand und zu Fuss die beste Lösung ist. Darum ist es mein Job dies von meinem Team und mir immer wieder einzufordern.

Wenn ich mich wieder einmal genügend lange über etwas geärgert habe, dann werden wir es zusammen ändern. Eine Methode etwas zu verändern ist die Broken-Windows Theorie. Diese Theorie der zerbrochenen Fenster beschreibt, wie ein vergleichsweise harmloses Phänomen, beispielsweise ein zerbrochenes Fenster in einem leer stehenden Haus, später zur völligen Verwahrlosung führen kann. Damit uns das nicht passiert, bin ich momentan für einige Leute die New Yorker Polizei und überprüfe jeden Tag den Zustand eines Beistellschranks und eines Raums. Ab nächstem Freitag sind es dann ein Raum und ein Pult mehr.

Jetzt bleiben den Betroffenen natürlich verschiedene Strategien damit umzugehen. Eine Beliebtere ist die Coping-Strategie. Wenn nun jemand im Rahmen seines Copings eine Bewertung vornimmt, das heisst das Ganze als Herausforderung, Bedrohung oder Schädigung/Verlust sieht geht es darum sicherzustellen, dass meine Kontrolle und die damit verbundenen Wünsche auch eine gewisse Wirkung im Ziel haben. Dazu erzähle ich immer wieder gerne die Geschichte der Drohung. Worum geht es?

Im Alltag hat die Drohung den Charakter einer Verwarnung. Sie ist die glaubhafte Ankündigung einer unangenehmen Massnahme gegen jemanden, um ihn in seiner zukünftigen Handlungsweise zu beeinflussen. Eine Drohung ist nur dann wirkungsvoll, wenn das Gegenüber auch daran glaubt, dass die Massnahme auch umgesetzt wird.  Wenn ich also jemanden drohe, werde ich diese Massnahme bei nicht Lieferung der neuen Handlungsweise umsetzen, damit ich bei der nächsten Drohung darauf hinweisen kann, dass der letzte, der nicht an die Drohung geglaubt hat, nun bestätigen kann, dass ich meine Drohungen auch umsetze. So einfach ist das in der Theorie.

Ich glaube an Tit for Tat oder auch Tit for two Tats. Beides ganz einfache Modelle, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe. Wichtig scheinen mir die folgenden Punkte:

  • Lass dich nicht ausnutzen
  • Erwidere sowohl Kooperation als Defektion
  • Sei nicht zu raffiniert
  • Sei nicht neidisch

Und darum bin ich gerne die New Yorker Polizei, bis wir Ordnung haben, in Räumen, im Code und im Betrieb. Es gibt dann immer noch genügend externe Einflüsse, die uns beschäftigen werden.

 

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22. August, 2016
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Das Wort zum Sonntag: Age-otori

Age-otori (veraltetes Japanisch) bedeutet, dass man nach einem Haarschnitt schlimmer aussieht als davor

Was für eine schöner Begriff. Gemäss Adam Jacot de Bonoid, der das  Buch geschrieben hat: Was heisst hier Tingo. Er stellt sich die Frage ob dieses Wort wirklich existiert und dabei hofft, dass es existiert. Er schreibt auf jeden Fall, dass japanischen Machos ein einfaches „Bakku-Shan“ genügt, um auszudrücken, dass ein Mädchen von hinten besser aussieht als von vorne. Da finde ich „Age-otori“ schon ein viel schöneres Wort. Und wenn wir schon beim Japanischen sind: „Arigata meiwaku“ beschreibt unangebrachte Freundlichkeit. Auch eine schöne Beschreibung. Im Japanischen finden sich noch viele Worte, welche einer Übersetzung widerstehen und ihren Ursprung in der Kultur und Lebensweise der Menschen haben.

Wer mehr Worte sucht, welche Liebe beschreiben findet diese hier. Und wer mehr schöne Wörter sucht, findet 100 hier. Und wer mehr Worte sucht, die nicht übersetzt werden können: Lost in Translation: An Illustrated Compendium of Untranslatable Words from Around the World.

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