Braintank

The Braintank Blogg – Bring all the brains together, as this sums up to more than the sum of all the brains

19. Oktober, 2014
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Das Wort zum Sonntag: Tretår

tår steht für eine Tasse Kaffee und patår bedeutet das Nachfüllen. Somit steht Tretår für das zweite oder mehrmalige Nachfüllen des Kaffee auf Schwedisch

Nachdem es nun schon zu einer neuen Kaffee-Tasse gereicht hat, war es doch auch mal notwendig, einen Begriff für den steigenden Kaffee-Konsum zu haben. Ich hätte noch gerne einen Tretår hört sich also wirklich schön an. Und man weiss mit einem Wort was ich haben will. Selbstverständlich gehört ein Bitte und ein Danke immer auch dazu. Das Wort gehört mit anderen Worten aus dem Buch: Lost in Translation: An Illustrated Compendium of Untranslatable Words from Around the World zu vielen neuen Worten, die mir sehr gefallen. Die Tatsache, dass sie keine Gegenstück im Englischen haben und die schönen Bilder machen sie zu einer wunderbaren kleinen Sammlung von Geschichten.

Wir Schweizer könnten mit unserem Idiom könnten da noch einige weitere Worte mitliefern. Aber es wäre ja schade, wenn sich unsere Worte plötzlich über die ganze Welt verbreiten würden. Darum geniessen wir anderer Leute Worte am liebsten beim zweiten oder dritten Kaffee.

FacebookLinkedInEvernoteEmpfehlen/Bookmark

11. Oktober, 2014
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Das Wort zum Sonntag: Xylem

Das Xylem (aus dem griechischen ξύλον xýlon  für „Holz“) oder der Holzteil der höheren Pflanzen ist ein komplexes, holziges Leitgewebe, das dem Transport von Wasser und anorganischen Salzen durch die Pflanze dient, aber auch Stützfunktionen übernimmt.

Das Xylem findet sich zusammen mit dem Phloem in Leitungsbahnen, den sogenannten Leitbündeln, die durch Stängel oder Stamm laufen und der Versorgung der Blätter dient. Die Wurzeln der Dikotyledonen besitzen einen zentralen Xylemkern. Das Xylem transportiert Wasser und lösliche, mineralische Nährstoffe von den Wurzeln durch und in die Pflanze. Es wird auch verwendet, um das durch Transpiration und Photosynthese verlorene Wasser zu ersetzen. Xylemsaft besteht hauptsächlich aus Wasser und anorganische Ionen, obwohl es auch eine Reihe von organischen Molekülen enthalten kann.

Vereinfacht gesagt, erlaubt es den Transport von Wasser und anderen Nährstoffen durch die Pflanze nach oben zu den Blättern. Dabei nutzt die Pflanze die Tatsache, dass Wasserstoff Atome gerne aneinander hängen. Das ganze basiert auf dem Unterdruck, der im Leitbündel durch das Xylem gebildet wird. Wer sich gar nichts darunter vorstellen kann, soll ein Getränk mal mit einem Strohalm trinken, dann hat der den Prozess nachvollzogen.

Und übrigens wer kennt sonst noch ein Wort xy am Anfang?

5. Oktober, 2014
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Das Wort zum Sonntag: Kladderadatsch

Kladderadatsch ist ein Ausdruck der vor allem in der Gegend rund um Berlin hat. Normalerweise umschreibt es Klatsch und Tratsch, kann aber auch ein heilloses Durcheinander beschreiben und es kann auch einen wortreichen Streit beschreiben.

Das Wort ist mir in den Hörspielen von Franz Musil begegnet. Auch wenn es im 6. Fall war. In seinem Fall bedeutet es Klatsch und Tratsch. Ein wunderbarer Term auf jeden Fall. Das Wort Kladderadatsch war auch der Name einer deutschsprachigen politisch-satirische, wöchentlich erscheinende Publikation, welche von 1848 bis 1944 erschien.Die Herausgeber dieses Magazins hatten viel zu tun in dieser Zeit, sie waren auch immer im Kontext der jeweiligen Politik eingeklemmt.

Mir gefällt das Wort, weil es viele Möglichkeiten der Interpretation gibt und es auf den Kontext ankommt. Worte, welche ihren Sinn im Kontext erst ausprägen finde ich sehr schön. Und wenn Sie mal einen Kladderadatsch haben, dann sagen sie dem auch so. Wie viele Worte mit 4 a und 3 d’s kennen Sie den sonst noch?

Übrigens ich denke alle Fälle von Franz Musil sind sehr gute Unterhaltung.

28. September, 2014
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Das Wort zum Sonntag: Zazen

Zazen (Japanisch  座禅, dt. „Sitzmeditation“) bezeichnet eine Meditationstechnik des Zen-Buddhismus.

Zazen kann im Lotossitz (Kekka-Fuza), im halben Lotossitz (Hanka-Fuza), im sogenannten Burmesischen Sitz oder im Fersensitz (Seiza) durchgeführt werden. Hilfsmittel wie das Sitzkissen (Zafu), ein Sitzschemel oder die Meditationsbank werden ebenfalls genutzt, gelten jedoch als weniger effektiv, da durch die traditionelle Sitzweise die Extremitäten in der Nähe des Körperzentrums positioniert werden und somit eine stärker zentrierte Haltung erlauben. Welcher Sitz auch immer gewählt wird, die Knie sollen Bodenkontakt haben.

Zazen soll Körper und Geist zur Ruhe bringen und den Boden für mystische Erfahrungen wie  Kenshō (Japanisch 見性; Erschauen des eigenen Wesens, Natur erkennen), was eine geistige Erfahrung in der Tradition des Zen ist oder das Satori (Japanisch 悟り, wörtlich: „Verstehen“) was eub Erlebnis der Erleuchtung im Zen-Buddhismus beschreibt.

Für mich ist das Zazen eine gute Position um ab und zu wieder zur Ruhe zu finden. Es muss nicht gleich eine mystische Erfahrung sein, aber wenn das Becken ruht und ich ganz langsam durch meinen Köper gehe in Gedanken, dann hilft das, die Ruhe wieder zu finden und zu behalten. Es gibt noch viele andere Möglichkeiten, das gleiche zu erreichen, aber die wenigsten haben zwei Z im Namen und das macht das Wort zu einem wunderbaren WoS.

Viel Spass, falls Ihr es mal ausprobieren wollt.

 

19. September, 2014
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Das Wort zum Sonntag: Assertion Theorie

Die Behauptungs (Selbstbehauptungs) Theorie (englisch Assertion Theory) hilft Antworten in stressreichen Situationen zu finden. Sie basiert auf drei Stilen. Dabei handelt es sich um die Behauptung, die Nicht-Behauptung und Aggression.

Behauptung Theorie basiert auf der Annahme, dass jeder Mensch bestimmte Grundrechte  hat. Zu diesen Rechten gehört das Recht, Anfragen oder Begehrlichkeiten abzulehnen, ohne  sich schuldig oder egoistisch zu fühlen. Das Recht auf eigene Bedürfnisse, die genauso wichtig sind wie die Bedürfnisse anderer Menschen, das Recht Fehler zu machen  und das Recht uns solange zum Ausdruck zu bringen, als wir die Rechte anderer nicht verletzen.

Basierend auf diesen Rechten stehen uns in Stress-Situationen drei Antwortstile zur Verfügung:

  • Behauptung: Der Akt der das Eintreten für die eigenen Grundrechte ohne Verletzung der Grundrechte anderer wird als Behauptung bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen Antwort-Stil, der die Grenzen zwischen den eigenen individuellen Rechten und den Rechten anderer anerkennt und diese Grenzen stabilisiert für das eigene Wohl. Eine Antwort auf die Frage, ob jemand Jan’s neuen Sportwagen für einen Trip ausleihen kann, könnte wie folgt aussehen: “Ich sehe Deinen Bedarf für ein Transportmittel, aber mein Auto ist mir zu wertvoll, als das ich es verleihen kann”.
  • Nicht-Behauptung: Würde hier zur Ausleihung des Auto führen und dann wäre Jan den Rest des Tags gestresst oder Ängstlich weil er das Auto ausgeliehen hat.
  • Aggression:  Die dritte Antwort-Stil,  findet statt, wenn eine Person die Grenzen des Anderen übertritt und seine individuellen Rechte über die Rechte des Gegenüberstellt.  Jan, könnte so klingen: “Das ist wohl ein Scherz.” Damit würde Jan den Respekt und die Höflichkeit seinem Gegenüber verletzen

Wer sich Behaupten will, sollte Sätze wie folgt beginnen: “Ich denke”, “Ich fühle”, “Ich möchte” und dann ein “wie wir diesen Punkt lösen” gefolgt von “bist Du einverstanden?”.  Wer mehr wissen möchte findet hier unter Formula X mehr dazu. Schaut es euch mal an. Die Methode hilft mehr als man denkt und man kann sie sehr konsequent nutzen.

14. September, 2014
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Das Wort zum Sonntag: Mutismus

Mutismus (aus dem Lateinischen. mutitas „Stummheit“, mutus „stumm“) ist eine emotional bedingte Störung der sprachlichen Kommunikation, wobei keine Defekte der Sprechorgane und des Gehörs vorliegen.

Der Mutismus tritt mehrheitlich in Verbindung mit einer Sozialphobie auf. Im Jugend- und Erwachsenenalter ist das Schweigen häufig eingebettet in Depressionen. Man unterscheidet beim Mutismus zwischen dem selektiven Mutismus, dem totalen Mutismus sowie dem akinetischen Mutismus.

Der Unterschied zwischen dem totalen Mutismus, wo der Betroffene mit niemandem mehr redet und selektiven Mutismus, wo der Betroffene noch mit einigen auserwählten Personen, respektive in einem räumlich oder zeitlich begrenzten Umfeld spricht. Mit akinetischem Mutismus, beschreibt man, dass der Betroffene sich nicht selbst bewegt (Akinese), spricht nicht (Mutismus) und auch keine Emotionen zeigt, weil jeglicher Antrieb zu fehlen scheint.

Der Mutismus ist eine sehr seltene und oft unbekannte Kommunikationsstörung, von der etwa zwei bis fünf Kinder auf 10.000 Primarschulkinder betroffen sind. Mutismen sind häufig auf einen Schock zurückzuführen oder eine in sich misologische Verhaltensweise.

Beim sinnieren über diesen Begriff stellt sich mir schon die Frage, ob wir nicht alle ab und zu  einem selektiven Mutismus unterlegen. Es gibt Momente da können wir nichts sagen oder die gute Antwort fällt einem 3 Stunden später ein. Und diese Situationen können häufig auch gleichförmig sein. Es bleibt auch schwierig sich mit Menschen auszutauschen, die nichts sagen. So ein Gespräch dauert nicht sehr lange. Und wer es sich mal visualisieren möchte, findet hier die Mittel dazu. Und trotzdem ist es ab und an gut, nicht zu sprechen, sondern einfach still zu sein.

7. September, 2014
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Das Wort zum Sonntag: Per­zep­ti­on

Perzeption (vom Lateinischen perceptio “das Empfangen oder das Begreifen”) beschreibt die reine sinnliche Wahrnehmen ohne Reflexion als erste Stufe der Erkenntnis. Dies ist häufiger der Fall bei flüchtigem Hinsehen

Im Biologischen beschreibt die Perzeption den Reiz durch Sinneszellen, resepektive die Aufnahme des Reiz, ohne eine Aussage über dessen Verarbeitung zu machen. So ist der Mensch als Wesen dauernd in einem Zustand der Perzeption und kann doch selten etwas daraus machen. Wie eine Art Frühwarn- und Überwachungssystem, welches Passiv mitarbeitet. Gesteuert wird dieses übrigens von den Zellen selber, da der Mensch selber weiss, welche Reize er an das Hirn zur Verarbeitung weitergeben soll und muss.

Würde der Mensch alles weitergeben, wäre die Rechenleistung bei weitem zu klein. So findet also schon vor gängig eine Verarbeitung statt, die zwar nur sehr rudimentär ist, dafür aber sehr effizient. Erst bei grösseren Gefahren oder Freuden kommt das Hirn zum Zug, dann findet eine Verarbeitung statt und die notwendigen Interaktionen nehmen ihren Lauf.

Diese unwissentlich ablaufenden Prozesse steuern uns die ganze Zeit und wir können uns willentlich nur selten darüber hinwegsetzen. Was wohl auch gut ist. Also viel Spass mit mehr Bewusstsein beim Begreifen und bei der damit einhergehenden Entschleunigung, weil ihr viel mehr denken müsst.

 

31. August, 2014
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Das Wort zum Sonntag: Misologisch

Misologie (vom griechischen misologia) bezeichnet allgemein die Ablehnung von vernünftig-logischem Denken.

Und bevor jetzt jemand daran denkt, seine Partnerin, seinen Partner als misologisch zu bezeichnen, sollten wir dem Wort wohl noch ein wenig mehr Aufmerksamkeit zuwenden.

Das Wort kommt aus dem Griechischen und wird bereits in Platons Phaidon erwähnt. Es geht dabei um rechthaberische Argumente und logische Täuschungen, wie sie in der Eristik verwendet werden. Am Ende zweifelt der Getäuschte sogar an seiner Vernunft. Nun könnten wir das Wort auf viele sichere Anlagen von Banken und Finanzdienstleistern ausweiten. Es ist immer so, dass der Mensch sich durch Umstände beeinflussen lässt. Misologie ist eigentlich kein Problem der Logik oder des vernünftigen Denken, sondern wohl eher eine Herausforderung der anderen Art.

Sei es nun beim Glücksspiel oder sonst wo. Der Mensch wird durch grosse Gewinne gelockt, Egal ob die Chancen da sind zu gewinnen oder nicht. Oder man lässt sich etwas erzählen, was eigentlich nicht sein, einfach weil es einem Gefällt. Apropos gefallen, Projekte werden oft so lange misologisch geführt, bis man nicht mehr verhindern kann, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Und dann muss wieder jemand in die Hosen um es zu reparieren.

Sozusagen ist also Misologisches Verhalten wohl der Spass bevor man ein Projekt aus dem Sumpf holen darf. Mehr dazu hier und was die Folgen davon sind.

Also viel Spass und versucht das Wort vorsichtig zu verwenden, vielleicht trefft ihr ja auf Leserinnen und Leser dieses Bloggs, die dann auch damit umgehen können.

24. August, 2014
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Das Wort zum Sonntag: Interoperabilität

Interoperabilität (aus dem Lateinisch inter für “zwischen” und opera “Arbeit”) bezeichnet die Fähigkeit von unabhängigen Systemen zur Zusammenarbeit auf Ebene der Daten, ohne dass dazu gesonderte Absprachen zwischen den Systemen notwendig sind.

Selbstverständlich könnte man jetzt Interoperabilität auch auf die Fähigkeit von Menschen übertragen zusammen zu leben. Das wäre jetzt nicht ganz fair, weil wenn zwei Systeme miteinander vereinbar sind, dann nennt man das kompatibel und nicht interoperabel. Interoperabilität wird normalerweise auch nicht auf humane Lebensformen angewandt, sondern auf Systeme, Techniken und Organisationen. Meistens sind Standards notwendig um die Zusammenarbeit zu regeln.

Standards sind schon in der Technologie sehr schwierig, weil sie sich entwickeln. Sie erlauben es einem aber eine Basis zu haben. Die Entwicklung dieser Standards basierst entweder auf einem diktatorischen, demokratischen oder Vertrauensansatz. Der Letztere ist übrigens der einfachste und beste. Nur so kommen Dinge zusammen, die schon lang zusammen gehören.

Wichtig ist auch, dass man möglichst viele konkrete Anforderungen erfasst, welche für die Interoperabilität wichtig sind. Das beste Beispiel das ich kenne, ist eine Schnittstelle, die es beiden Seiten erlaubt, die Gegenseite zu messen und sehen, wer gerade was macht. Gut genutzt hilft das beiden Seiten.

Was neben der Schnittstelle wichtig ist, sind Regeln wie man Probleme und Erweiterungen durchführen will. Nur wenn Nutzen für beide Seiten da ist, kann Interoperabilität sinnvoll sein. Übrigens ist Interoperabilität in der Militärtechnik besonders wichtig und besonders schwierig, wer will den schon, dass man seine Waffen auch gegen sich verwenden kann. Oftmals wird auch zwischen verschiedenen Formen von Interoperabilität unterschieden. So zum Beispiel zwischen semantischer und konzeptioneller Interoperabilität. Was in vor gängigem Beispiel besonders wichtig ist.

Das Wort ist uns diese Woche begegnet und ich denke die Erklärungen helfen, es besser zu erfassen. Und dann wurde das WoS von einem Leser gewünscht, dessen Wunsch jetzt damit erfüllt ist.

17. August, 2014
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Das Wort zum Sonntag: Conundrum

Conundrum (auf Deutsch Rätsel) beschreibt ein kompliziertes und schwieriges Problem, das selbst bei seiner Lösung neue Probleme bereitet. 

Ein solches Problem war die Tatsache, das die Briten im zweiten Weltkrieg sehr genau wussten, dass am Abend des 14. November Coventry Ziel der Operation Mondscheinsonate sein würde. Ziel des Angriffs waren die Fabriken und die industrielle Infrastruktur Coventrys, wobei in Kauf genommen wurde, dass auch Wohngebiete und Kulturgüter in erheblichem Ausmass getroffen würden. Trotz dieses Wissens, wurde die Stadt nicht evakuiert um die Deutschen nicht wissen zu lassen, dass man ihre Chiffrierschlüssel in Teilen geknackt hatte.

Für mich immer wieder eine gute Übung um mit solchen Problemen umzugehen, sind die Bücher von Raymond Smullyan. In seinen Büchern kann man anhand von Schachproblemen oder als Gefangener bei der Wahl zwischen Tiger oder Dame damit vergnügen, dass es Probleme gibt, welche keine Lösung haben ohne neue Probleme nach sich zuziehen. Selbstverständlich kann man sich dem Tao der Still hingeben und das Leben so geniessen.

Also wenn ihr mal wieder ein Problem ohne sichtbare Lösung habt oder eines, dass nur neue Probleme nach sich zieht, dann ist das Warten und weiter Nachdenken sehr wohl eine Lösung.