Braintank

The Braintank Blogg – Bring all the brains together, as this sums up to more than the sum of all the brains

27. Juni, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Shmendrick

Shmendrick (auch Schmendrick) aus dem Jiddisch, beschreibt einen erfolglosen Taugenichts oder Unglücksrabe. Der Name stammt aus der Operette “Shmendrik, oder Di komishe Chaseneh”, welche 1877 uraufgeführt wurde und von Avrom Goldfaden stammt. 

Die Übersetzung “ein scheues, dummes Nichts” oder auch “ein dummer, peinlicher und unfähiger Mensch” sagt wohl alles über das Wort. Übrigens würde eine solche Person in Grossbritannien wohl als “Nonentity” beschrieben werden. Der Begriff leitet sich aus dem jiddischen Schlemihl und dem Schlamassel ab.

Eigentlich hört es sich “Shmendrick” ja ziemlich Poetisch an. Oder wer hätte schon gewusst, dass damit keine Nettigkeiten verbunden sind. Auf jeden Fall können sie damit jeden Überraschen. Wer es weiss, wird grinsen, wer es nicht weiss, wird nicht dahinter kommen, was sie ihm gerade gesagt haben.

Überhaupt hat das Jiddische ja viele spannende Worte hervorgebracht, zum Beispiel Farginen oder auch den Luftmensch. Wer mehr hören will und nicht am Blues N Jazz in Rapperswil war, kann gerne ein wenig Klezmer Musik hören. Auch wenn diese Musik ihren Ursprung im Aramäischen hat, so kommen dort heute viele jiddische Worte vor.

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19. Juni, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Fallblattanzeige

Aus gegebenem Anlass, geht es heute um die Fallblattanzeige.

Fallblattanzeigen kommen als Anzeigen bei Digitaluhren zum Zug und sie werden  auch bei Anzeigetafeln auf Flughäfen und Bahnhöfen eingesetzt.

Früher haben wir ja immer gesagt, wir treffen uns unter der Anzeige oder dem Engel in Zürich im Hauptbahnhof. Heute hat uns die SBB ja netterweise einen Treffpunkt geschenkt. Eigentlich ja zwei, es gibt noch einen für Gruppen. Der Engel ist geblieben und in Bern verschwindet jetzt die Fallblattanzeige. Mal schauen, wann das in Zürich passiert. Abgelöst werden Fallblattanzeigen von grossflächigen LED oder Matrix-Anzeigen.

Damit hätten wir dann wieder ein Stück Technologie, welches wir zu Grabe tragen können. Wer wird in 10 Jahren schon wissen, was eine Fallblattanzeige ist. Niemand! Wie beim Walk-Man oder anderen technischen Dingen aus den Neunziger Jahren.

Sollte die Anzeige mal zu haben sein, ich hätte gerne ein EC Schild und Zürich. Mehr brauche ich nicht. Ich denke die SBB kommt schon noch auf die Idee jedes Teil einzeln zu versteigern.

13. Juni, 2015
von ltcmdrdata
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Zeit für die Beichte

Es war Confession Time @ vowe. Also könnte ich ja anstelle eines Worts zum Sonntag, mir mal Zeit für eine Beichte nehmen:

  1. Ich speichere alles, was elektronisch ist und mache professionell Backup davon
  2. Ich trainiere den Restore des Backup regelmässig
  3. Meine To-Do Liste, ist eine Erinnerungsliste und hat keine Reihenfolge
  4. Ich antworte entweder sofort oder ganz langsam auf E-Mails
  5. Ich folge nicht jeder Einladung zu einer Konferenz
  6. Einladungen zum Essen, sollten von mir kommen, ansonsten sage ich meistens ab
  7. Meine Inbox ist nicht länger als eine Seite am Ende der Woche
  8. Bei “Kalt Akquise”, reagiere ich unterkühlt
  9. Ich will Deine Geheimnisse nicht kennen
  10. Ich bin hart in der Sache und weich zu Menschen

Ich hoffe es hatte für jeden etwas darunter. Vielleicht überrascht das eine oder andere, vielleicht aber auch nicht.

 

30. Mai, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Flatulenz

Flatulenz (von lateinisch flatus: “Blähung”, deutsch: “Pupsen”) bezeichnet die  Entwicklung von Gasen (beispielsweise Methan, Kohlenstoffdioxid, Schwefelwasserstoff und anderen Gär- respektive Faulgasen) im Darm, wonach es zum rektalen Entweichen kommt.

Es werden je nach Region unterschiedliche volkstümliche Bezeichnungen für die Flatulenz verwendet: Furzen in der Schweiz, Schas (Schaas) in Österreich oder Pupsen in Deutschland. Neutral wäre, die Bezeichnung Leibwind. Diese gilt aber als veraltet.

Die Flatulenz hat nichts mit dem Meteorismus zu tun. Dabei handelt es sich um eine  übermässige Gasansammlung im Verdauungstrakt ohne wesentlichen Abgang von Darmgasen. Sitzen diese Darmgase fest (Flatus incarceratus), kann es zu schmerzhaften Bauchkrämpfen kommen.

Also viel Spass beim flatulenzen.

26. Mai, 2015
von ltcmdrdata
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Die Tücken der Deutschen Sprache

Ich behaupte ja immer wieder, dass die Deutsche Sprache eher ein Zweihänder ist, als ein Florett. Vor allem, wenn man ein Wort weg lässt oder eins zu viel dabei hat. Hier ein spannendes Beispiel.

“Dann lass uns jegliche Kommunikation einstellen dann”

Als Antwort auf den Punkt, wann und ob man sich das nächste Mal treffen möchte. Bleibt die Frage, ob ich an ein solches Treffen gehen würde. Hier ist die Deutsche Sprache eben sehr komplex. Erklären kann man das am Besten bei:

Hängt ihn! respektive Hängt ihn nicht!

Ein Wort mehr oder weniger kann viel ausmachen. Aus dem obigen Satz könnte folgendes werden:

“Dann lass uns jegliche Kommunikation einstellen bis dann”

Bleibt die Frage, würde ich dann an das Treffen gehen. Nun gut, es bleibt auf jeden Fall schwierig, mit dem Zweihänder zu arbeiten. Schriftlich ist es dann noch viel komplexer als mündlich. Weil dann kann nachgefragt werden. Beim geschriebenen Wort, ist das viel schlimmer. Und beim geschriebenen Wort in “Whatsup” oder in der “SMS”, kommen noch mehr Komplexitäten dazu. Zu viel Intelligenz in den Dingen zum Beispiel.

Selbstverständlich sollten solche Worte mit Rücksicht geschrieben werden, darum:

Überleg Dir einmal, was Du denkst
Zweimal, was Du sagst
Und dreimal was Du schreibst

25. Mai, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: verhebe

verhebe (Schweizerdeutsch) lässt sich am Besten mit “Präzision” oder “Umsetzungsstark” übersetzen, vielleicht auch mit “es passt”. Wenn wir etwas tun, dann wird das immer sehr gut.

Das Wort beschreibt eigentlich das Wesen der Schweizerinnen und Schweizer. Hier “verhebets” und gut ist. Wenn man es mit “standhalten” oder “to hold up” übersetzt, so ist das keineswegs das Gleiche. Es beschreibt Präzisionsmechanik, wie auch Strategien oder Frisuren, selbst Geheimnisse müssen “verheben”. Und das alles mit diesem einen Wort.

Wenn es also wieder einmal ein wenig länger dauert, dann nur damit es “verhebet”.

17. Mai, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Clinomania

Clinomania (Englisch, zu Deutsch: Bettsucht) beschreibt das extreme Verlangen den ganzen Tag im Bett zu bleiben.

Über “ständige Müdigkeit” oder “chronische Erschöpfung” klagen viele Menschen, ca. 20% der Bevölkerung leiden ein oder mehrmals daran.  Es gibt fliessende Übergänge zwischen ausgeprägter, aber noch  “normaler” Müdigkeit und Zuständen krankhafter Ermüdung oder Bettsucht. Den Unterschied zwischen Müdigkeit, Schläfrigkeit und dem Verlangen den ganzen Tag im Bett zu bleiben, zu erkennen ist eine schwierige Aufgabe. Die Hypersomnie (im allgemeinen Sprachgebrauch die Schlafsucht) ist eines der Leitsymptome in der Schlafmedizin und tritt in Gestalt von Tagesschläfrigkeit auf und steht im Gegensatz zur Clinomania.

Spannende Krankheit, aus einer ganzen Gruppe von Krankheiten. Die Krankheit wurde 1927 so beschrieben: Bettsucht ist die Neigung melancholischer und schwachsinniger Kranker, dauernd im Bett zu liegen. Auf jeden Fall hat sich die Krankheit weiterentwickelt und ist heute eine anerkannte Krankheit. Es gibt aber nichts schöneres, als einen Tag im Bett zu verlümmeln.

10. Mai, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Beziehungszustände

Heute in der Süddeuschen Zeitung in der Rubrik “Wissen” gefunden, was einen guten Kollegen schon lange beschäftigt. Darum heute eine Übersicht über Beziehungszustände:

Monogamie: Eins zu Eins, ob Mann – Frau, Frau – Frau oder Mann – Mann ist unerheblich

Das ist die Normalform. Es gibt sie meistens als

Serielle Monogamie: Wechselnde Partnerschaft in Folge

Daneben gibt es die

Polygynie: Ein Mann – mehrere Frauen

und ihr Gegenstück die

Polyandrie: Eine Frau – mehrere Männer

welche als Schnittmenge dann wohl die

Polyamorie: Intimes Beziehungsnetzwerk von mehreren Männern und Frauen

oder die

Offene Beziehung: Soziale Monogamie bei offener sexueller Polygamie

ergibt. Daneben gibt es auch noch den

Casual Sex: Sex ausserhalb einer verpflichtenden Paarbeziehung

und damit die Liste auch komplett ist, hier noch der

One Night Stand: Einmaliger Sexualkontakt ausserhalb der Beziehung

und dann noch dieser zur Komplettierung:

Asexuell: Mangel an Interesse beziehungsweise dem Verlangen nach Sex

Welcher Begriff Euren Beziehungsstatus am besten beschreibt weiss ich nicht. Seid trotzdem vor- und nachsichtig in allen Zuständen. Und denkt immer daran: Die romantische Liebe ist keine Erfindung, sondern eine Universalie, die es seit Urzeiten gibt. Und vergesst nicht den oder die Andere(n). Man hat immer auch für sie eine Verantwortung, in allen Zuständen.

1. Mai, 2015
von ltcmdrdata
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Der Film zum Sonntag: Life in 27 seconds

Der Filme-Macher Casey Neistat hat mit “Life in 27 Seconds,” einen motivierenden Kurzfilm basierend auf einem Tweet der Farrelly Brothers gemacht.

So einfach kann die Erklärung sein. Also viel Spass beim Gehen. Apropos Gehen: 3.5 Millionen Schritte in einem halben Jahr. Es stimmt schon, dass mehr Schritte vieles verändern.

26. April, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Guanxi

Guanxi (chinesisch 關係 / 关系) bezeichnet persönliche Beziehungen im Rahmen des geschäftlichen “Networking”, welche sich als für beide Seiten von Vorteil erweisen. 

Guanxi ist ein vielschichtiges Wort. Es wird auch als Verbindung übersetzt. Gegenseitige Gefälligkeiten sind der entscheidende Faktor zum Erhalt des Guanxi-Netzes. Eine Gegenleistung zu versagen, wird als eine unverzeihliche Beleidigung angesehen. Je mehr man von jemandem erbittet, desto mehr ist man demjenigen schuldig. Guanxi kann als ein endloser Zyklus von Gefälligkeiten betrachtet werden.

Guanxi-Beziehungen basieren nicht auf Verbindungen zwischen Personengruppen oder Institutionen, sondern immer auf Beziehungen zwischen einzelnen Personen. Bestehen zu einer anderen Person gute Beziehungen, können Kontakte zu weiteren Personen aus dessen Beziehungsgefüge geknüpft werden. Normalerweise wird ein Vermittler allerdings nur Personen miteinander bekannt machen, denen er vertraut, weil er mit seinem Namen dafür einsteht. Das Vertrauensverhältnis muss dann erst langfristig aufgebaut werden, beginnt jedoch auf einem höheren Niveau.

Das Beziehungsnetz wird unter Chinesen für Ausländer kaum bemerkbar eingesetzt. Beziehungen können daraus resultieren, dass zwei Personen im selben Dorf gewohnt oder an derselben Universität studiert haben. Guanxi stehen in der Regel in einem Gegenseitigkeitsverhältnis. Chinesen teilen sehr genau nach Verwandten, Freunden oder Fremden ein, um den Grad des gegenseitigen Vertrauens und der gegenseitigen Hilfe abschätzen zu können.

Bei uns hätte man das wohl als “Filz” bezeichnet. Und trotz allem hilft Guanxi für beide Seite bessere Resultate zu erziehlen, so lange keine Seite Monokausal ihren Vorteil in den Vordergrund stellt. Also viel Spass beim Gegenseiten Gegenseitigkeitsverhältnisse schaffen.