Braintank

The Braintank Blogg – Bring all the brains together, as this sums up to more than the sum of all the brains

19. April, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: “Hen”

“Hen” (Schwedisch; ein geschlechtsneutrales Fürwort). Schwedens Sprachhüter nahmen das Wörtchen “hen” in ihre Wortliste “Svenska Akademiens ordlista” auf – neben “han” für “er” und “hon” für “sie”.

Das neue Pronomen beschreibt eine intersexuelle, transsexuelle oder transgender Person – also einen Menschen, der genetisch und/oder anatomisch keinem Geschlecht zugeordnet werden kann oder aber sich nicht zuordnen lassen möchte. “Hen” kann aber auch verwendet werden, wenn das Geschlecht egal oder unbekannt ist. Gerade hierfür wird es im allgemeinen Sprachgebrauch schon länger benutzt. Für die Schwedische Akademie ein Grund, das Wort trotz Protesten in die Liste aufzunehmen. “Manche Menschen sind das nicht gewohnt, aber sie müssen es ja nicht benutzen”, so der Chefredakteur der “Svenska Akademiens ordlista”, Sven-Göran Malmgren.

In der deutschen Sprache gibt es zwar das grammatisch neutrale Personalpronomen “es”. Das unterscheidet sich aber vom schwedischen “hen”. Denn sowohl Sprachforscher als auch Transsexuelle sehen das “es” nicht als geschlechtsneutral, sondern als sächlich an – also als etwas, das den Menschen zum Objekt machen würde. Und darum passt es nicht. Während “Hen” im Schwedischen bereits weit verbreitet, tut man sich bei uns noch ein wenig schwer. Der momentane Stand wird hier beschrieben: Die Pronomen beziehen sich auf Menschen, aber das Geschlecht wird beim Sprechen nicht festgelegt: das Personalpronomen xier, das Possessivpronomen xieser, den Artikel und das Relativpronomen dier.

Ob mir jetzt xier, xieser und dier wirklich gefallen, darüber muss ich noch ein wenig nachdenken. Irgendwie hört sich sie, er, xier nicht so schön an, wie hon, han, hen. Aber die deutsche Sprache, war noch nie für ihre Schönheit und ihre Filigranität bekannt. Aber wenn ich daran denke, dass ein viertes Geschlecht, die Sprache nicht einfacher macht, bin ich mal gespannt, wie die Damen, Herren und Transen von Duden dieses Problem angehen wollen.

 

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12. April, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Verhaltensoriginell

Verhaltensoriginell, oder verhaltenskreativ oder auch verhaltensauffällig ist ein populärwissenschaftlicher Begriff, der in euphemistischer Weise verwendet wird, um vor allem bei Kindern ein irgendwie auffälliges und generell unerwartetes Sozialverhalten zu kennzeichnen.

«Der Begriff verhaltensauffällig ist an unserer Schule ab sofort tabu. Das heisst jetzt verhaltensoriginell», meinte kürzlich eine Zürcher Primarlehrerin. Womit auch schon gesagt ist, wo die Wortschöpfung vornehmlich anzutreffen ist: im Klassenzimmer. Johannes Gruntz-Stoll, Professor für Spezielle Pädagogik und Psychologie in Basel, hat dazu ein ganzes Buch herausgebracht: «Verwahrlost, beziehungsgestört, verhaltensoriginell: Zum Sprachwandel in der Heil- und Sozialpädagogik».

Doch weil sich Sprache nicht so leicht kontrollieren lässt wie eine Horde verhaltensorigineller Viertklässler auf Ritalin, hat das Adjektiv längst auch andernorts Karriere gemacht. Für das Langenscheidt-Lexikon der Jugendsprache ist es nur ein anderes Wort für seltsam.

Nachdem wir nun die Einführung hinter uns gebracht haben, ist mir der Begriff schon ein wenig mehr ans Herz gewachsen. Es gab immer wieder sehr orginelle Sequenzen in der Bereitstellung der Lösung. Darunter sehr gute und einige, die ich bis jetzt einfach noch nie erlebt habe. Darum ist der Begriff “verhaltensorginell” sicher sehr zutreffend. Ansonsten wäre das Wort “Endsieg-Beschwörer” auch ein sehr gutes gewesen um den Ablauf zu beschreiben.

Auf jeden Fall sind wir froh, dass wir das erste Ziel, ohne grössere Blessuren erreicht haben. Wir können uns jetzt im täglichen Betrieb hüben, wie drüben Verhaltensoriginell aufführen.

5. April, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Gut – Günstig – Schnell

Wortspiele mit diesen drei Worten gibt es im Englischen schon länger. Leider hat sich noch niemand an die Übersetzung gewagt. Darum hier so als Osterimpuls. Denken Sie daran: Sie können zwei von drei Elementen haben: Gut – Günstig – Schnell:

Gut & Günstig wird nicht Schnell sein
Gut & Schnell wird nicht Günstig sein
Günstig & Schnell wird nicht Gut sein

Und wer es nicht glaubt, der soll es mal probieren. Kennen Sie einen Handwerker der Gut & Günstig und Schnell ist? Oder kennen sie eine Software, die Gut & Schnell ist und auch Günstig war in der Erstellung. Viel Spass mit eigenen Beispielen.

28. März, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: gäbig

Gäbig (aus dem Schweizer-deutschen) beschreibt, dass etwas handlich oder bequem ist. Es kann aber auch angenehm und je nach Landesteil sogar sympathisch und umgänglich sein, bei Bedarf bedeutet es auch praktisch oder passend.

Ein Wort, so viele Bedeutungen. Man ist versucht zu sagen, dass es sich dabei um ein gäbiges Wort handelt, bei dieses gäbig. Ich gebe zu, dass mir dieses Wort erst dank einer Diskussion in einer Zeitung wirklich aufgefallen ist. Es gibt im Hochdeutschen, bei uns liebevoll auch Schriftsprache genannt, kein passendes Gegenstück mit dieser Mehrfachbedeutung.

Das Wort hat seinen Ursprung im Kanton Bern, ist aber heute in der ganzen Deutschschweiz verbreitet. Es wird zwanglos verwendet und seine Bedeutung ergibt sich immer nur aus dem ganzen Satzsinn. Also dann viel Spass mit gäbig.

22. März, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Churn Management

Churn Management beschreibt alle Aktivitäten, welche die Kundenabwanderung reduzieren. Dies trifft vor allem Branchen, wo Kundenverträge nach einer gewissen Zeit ablaufen und der Kunde wechseln kann. Churn kommt aus dem Englischen und bedeutet “Butter umrühren” oder auch “Rahm abschöpfen”.

Churning bedeutet übrigens “Provisionsschneiderei” oder “Gaunerei”. Aber das nur so am Rande. Beim Churn Management geht es darum bei möglichst tiefen Kosten abwanderungsgefährdete Kunden rechtzeitig vor Vertragsauslauf anzusprechen und zum Bleiben zu überzeugen. Neben rationalen Gründen wie günstigeren Preisen und Konditionen der Wettbewerber kann und wird der Kunde sich auch durch den Service Design und das Service-Verhalten lenken lassen.

Kunden wechseln also viel mehr wegen der Erlebnissen, als dem harten Preisvergleich. Dieses Phänomen ist auf vielen Business-to-Consumer Märkten zu beobachten. Aufgrund der relativ geringen Wechselbarrieren und des annähernd gleichen Leistungs- und Qualitätsniveaus findet auf vielen B2C-Märkten mittlerweile ein harter Wettbewerb statt.

Also spielt Eure Macht häufiger. Der Kunde ist König und der günstigste Kunde, ist derjenige der bleibt. Daraus ergeben sich für beide Seiten spannende Fragen und Lösungen.

 

14. März, 2015
von ltcmdrdata
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Von einem Engagement zu einem Anderen – Ein Abschied vor 120 Leuten

Diese Rede wurde Mitte 2003 gehalten! Und ich denke sie ist gut angekommen. Sie ist konsequent in meinem Idiom geschrieben. Das ist gut so. Somit kann sie nur von Miteidgenossen gelesen werden und wird sich meinen Angelsächsichen Freuden leider nicht erschliessen. Ich bin mir auch bewusst, dass dieser Beitrag ein wenig mehr Zeit braucht. Sehen Sie es, wie das Feuilleton der NZZ. Lesen kann Spass machen. Also viel Spass mit dieser Rede, die vor 120 Leuten gehalten wurde und viel Applaus bekommen hat. 

Ich glaubä es isch für alli ganz schwirig i däre zyit wo mä als neue Disziplin “zwüsched dä zilä läse” benutzä müend. D’Information im cash staht und nöd uf äm dienschtwäg chunt. Ded wird sie dän däfür dementiert. Will mär alli nöd wüssed was chunt.

Weli Qualität bruchts dänn hüt. Wie isch das wän me sich mit äm “Chronical Change Fatigue Syndrom” usänand setzä mues

Bis jetzt hät ma ja na immer chönä hoffä, dass nach dä x-te reorganisation ruhe ichert und es isch trotzdem nöd passiert.

“gring ache u seckle” allei hilft au nöd. Das hät Anita Weyermann idrücklich bewisä. Mä wird müed vom chronischä Wandel Dä Change stirbt hüt nümä am Widerstand vom mittlerä Management (das wäred bi öis d’ Bereichsleiter) sondern dadra, dass mä so gar nümä mag. “I am just sick and tired”  – Und wänn me sich na isetzt, dann isch mä dihei än “uspowerter couch potatoe” und als sonige au nöd wirkli heiss begehrt.

Wänn Sie glaubed, dass es nümä gad, dän säged Sie “Njet” (Nei uf dütsch). Nei säge chan Konsequenzä ha, be öis heisst das dän “Put him or her on the list”. Ich bin mir däm bewusst. Ich möchti Ihne allne aber auf Frag mitgeh, wie lang chön mir es euis na leischtä, nöd Nei z’säge? Wänn Sie bereit sind uszprobierä, dän fanged sie det a Nei säge, wo’s am liechtischtä isch für sie. Viellicht isch ja d’Bandbreiti viel grösser, als Sie meinäd.

Wenn Sie aber ja säged, dann dänked Sie au immer dra, das mä schitterä cha. Mached Sie nöd immer uf “Depresso” und Selbstmitleid. Sie chömed alli am morge Freiwillig dahi. Und wän’s wäg em Geld isch, dann hänt sie ä Entscheidig gfällt, dann müend sie nöd immer jammerä. Nur wer verlürä cha, cha au gwünnä.

Wen mä also wyter hin da sie will, dänn sind folgendä Qualität nötig:

  • Tribsandtauglich
    Globalisierung, Digitalisierung, Vitualisierung sind voll im gang. D’uswürkigä vom Change sind nöd abzschetzä. Aber eis isch sicher:
    Zukunft isch ungwüss. Turbulänz wird zur Permanänz und mir alle lernäd öis darin z’bewegä. Mit Projekt A und B sind dadävo au alli troffä wordä. Und zwar immer wieder neu. Déjà vu, wird ganz normal. Alles verändert sich, alles verändert sich schneller, oft unverhergseh und teilwys au radikal.
  • Kollektivi Intelligänz bildä und nutzä chönä
    Problemlösigä werdäd immer komplexer und benötigät immer meh s’Zämespiel vo autonome Individuä und Gruppä. Öppis wo viel witer gaht als “Team”. Es brucht ä kollektivi Intelligänz, die sich für äs bestimmts Ziil bildet und auch gnutzt werdä cha. Gfrögt sind Netzwerk-Könnerinnä und Könner. Lüüt wo verlässlichi Netzwerk ufbauäd und pfläget.
    Dänked Sie dra, Netzwerk basiered uf gmeinsamä Interässe, äneme geh und näh und vor allem gägesitigem Vertrauä. Virtuell gaht das alei nöd. Au nöd via E-Mail. Um Vertrau ha z’chönä mues mä äm anderä chöne is gsicht luegä. Än Tipp us dä forschig: “Gib und Dir wird gegeben” – gilt hüt als Wahrheit.
  • Lidäschaft
    Wer guet sie will brucht Lidäschaft für d’Ufgab. Nur dän chamä Fruscht, Unsicherheit, WIderständ überwindä und “Durschtperiodä” durchstah. Aber au Lidäschaft hät ihre Pris. Lidäschaft schaft Lidä! Nur wer sich beherzt id Nesslä setzt, de mues mit ämä juckände Hintern läbe chönä.
  • “Self Branding”
    Führed Sie Ihri Eigemarkä guet. Für’d Manä im Rum chani nur säge, Röck träge hilft debi, wenn er ä eigeni Markä ha wänd. Fürd Frau, chan ich numä säg: “Mached sie mit i dä führig”. Es hät immer na zwenig Frau wo wänd führe. Übrigens sind vo 5 beförderigä won ich han derfä mach, 3 frauä gsi und 2 man das entspricht dä globalä verteilig uf dere wält.
  • Sälbschtschutz
    I dä Wält wo sie jetzt aträffed, bestaht immer Gfahr, dass sie zwüsched Arbät und Freizyt wähle müend. Work-Live-Balance heisst das hüt uf Neu-Dütsch. Dä Arbätsplatz wird zum Dähei. Dähei chamä au na schaffä, dank Heimzugang, Breitband und Laptop. Dähei gits immer die lokalä Rivale zur Arbeit, Freundin, Freund, Frau und Mah. Dank Händy und Laptop sind Sie 7×24 Stund verfügbar. Wehred Sie sich au da. Säged Sie qualifiziert Nei und ziehnd Sie gränze.

Ich für mich ha mich entschidä da nümä mitzmachä. Es isch für mich nümä guet und dähei als “Couche Potate” bin i au nöd grad guet überä cho. Ich möchti aber kein Tag missä wo ich da gsi bin. Ganz vily Lüüt händ mir ganz viel gä. Ich han ganz vil chönä lernä und usprobiere. Mit eim Wort: Sie sind s’beschti Publikum gsi und die tollschtä Mitarbeitende, mit däne ich bis jetzt ha därfe schaffä. Dafür allen än ganz herzliche dank. Und denä wo sich immer über mich ufgregt händ, mis agebot für fridä. Ich bin nöd eifach, sie alli aber au nöd!

Dankä. Ich freu mich einigi vo inä am 4. Juli wieder z’gseh und dänn de lebensabschnitt mit enämä fescht z’beendä. Alnä andere ghört min dank und d’anerkänig, dass ich han derfä mit ihnä schaffä.

Und allen, die heute mit mir zu tun haben, die wissen jetzt was mich geprägt hat. Und auch weiter prägen wird. Und danke für das Lesen des ganzen Beitrags. Es freut mich.

8. März, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Formel für Vertrauen

Eine spannende Frage. Gibt es eine Formel für Vertrauen? Ja, es gibt sie:

Vertrauen=\frac{(Glaubwuerdigkeit+Verlaesslichkeit+Vertrautheit)}{Eigeninteressen}

Das bedeutet: Vertrauen ist das Resultat, von Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und Vertrautheit geteilt durch Eigeninteressen. Spannend an dieser Formel ist wohl, dass Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und Vertrautheit das Resultat von gemachten Erfahrungen sind. Jedes Mal, wenn einer der Punkte erfüllt wird, dann steigt das Vertrauen. Sobald der Teiler wächst, nimmt das Vertrauen überproportional ab, während der Gewinn ein langsames Geschäft ist.

Glaubwürdigkeit erlangen wir übrigens dadurch, dass wir Tun was wir Sagen und das Sagen was wir tun werden. Verlässlichkeit ist das Resultat der Beurteilung des Gegenübers auf das was man tut. Die Vertrautheit ergibt sich aus der Tatsache, dass ich erahnen kann, was mein Gegenüber tun wird. Spannenderweise ergibt sich aus all dem Vertrauen und ob ich jemanden mag oder nicht ist eigentlich nicht relevant. Es sind Taten, die Zählen und nicht Meinungen. Beobachtbares und nicht Vermutungen.

Und sollten wir einmal etwas sagen wollen, was nicht so angenehm ist, dann gibt es auch dafür eine Formel, nämlich die Methode X . Viel Spass mit dem Frühling, der gerade mein Vertrauen in das Wetter und die Vorhersage steigen lässt. Die Glaubwürdigkeit ist wirklich gut in den letzten Wochen.

5. März, 2015
von ltcmdrdata
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Was ich die nächsten 15 Jahre tun will

Die Frage wurde letzthin gestellt und anscheinend genügen die vielen Blogeinträge nicht für eine Antwort. Doch fangen wir einmal mit einigen Referenzen an. Was war 2008 die Beschreibung meines Traumjobs? Bitte schön! Welche Talente habe ich 2006 in mir erkannt? Und meine Gedanken zu Titeln und zur Projektarbeit “Mission Impossible”. Oder wie ich Fähigkeiten erhalte. Und dann die Abschlussrede nach einem Engagement, welche nie gehalten wurde. Selbstverständlich gibt es in den Jahres-Aussichten und Rückblicken viele Gedanken zum Thema Arbeit. Genau so im Rückblick auf mein Sabatical.

Im Beitrag über die Zukunft der Arbeit einige Aussagen, was sich in den nächsten 15 Jahren ändern wird. Bleibt immer noch die Frage, was ich so tun will. Wenn ich Reinhard Sprenger glauben darf, dann sind die folgenden Aufgaben die Antwort auf die Frage was Management ist:

  • Zusammenarbeit zu Organisieren
  • Transaktionskosten senken
  • Ziel- und Wert-Konflikte entscheiden
  • Zukunftsfähigkeit zu sichern
  • Menschen fordern und führen
  • Definition und Umsetzung von Werten

Und Management ist das was ich die letzten +/- 20 Jahre gemacht habe. Dies unter zwei Prämissen: 1. Immer auf meinem Handwerksboden der Informatik. Und in den letzten 15 Jahren immer auch als Change Management. Und was ich als Resultat von Change Management sehe oder wie ich mir Team-Entwicklung vorstelle.

Was ist mir nun wichtiger geworden: Ich bin über die Zeit härter geworden in der Sache und weicher zu den Menschen. Und ja, ich denke ich kann eine Herausforderung sein. Wahlweise gewöhnungsbedürftig. Es ärgert mich heute mehr, wenn eine Aufgabe nicht mit genügender Professionalität gemacht wird. Ich habe gelernt, was es braucht, damit Change stattfinden kann. Ich glaube an Emergenz und Selbstorganisation. Und ich denke Kaizen ist eine Methode, die helfen kann.

Aber eben, die Frage ist, was ich die nächsten 15 Jahre tun will ist noch nicht beantwortet. Nun, wenn ich gut unterrichten Kreisen Glauben schenken darf, werde ich meinen jetzigen Job nur 5 Jahre machen, davon wären jetzt 22 Monate vergangen. Das vor allem, weil mir nachhaltige Veränderung wichtig ist. Nun mir gefällt der Job sehr. Es gibt so viele Möglichkeiten, so viele Opportunitäten, so viele Dinge zu tun. Und natürlich auch all die Risiken, welche dazu gehören.

Was ich aus meinem Sabatical weiss, ist das Innovations Inkubator der Job wäre, der mir sehr viel Freude machen würde, aber leider kein Geld bringt. Also werde ich mich im Dreieck: Informatik, Change und Leadership bewegen. Beratend, fordernd, fördernd. Mit Menschen arbeiten. Demütig sein für den Weg, den Menschen mit mir gehen werden, grosszügig sein mit all den Urteilen, die es immer geben wird. Themen wie Service Design, Customer Journey und Digitalisierung verfolgen und einführen. Firmen helfen, ihre Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Und wenn mir gar nichts mehr einfällt, werde ich wohl Doktorieren, was gut zwei Jahre dauert.

Ich hoffe, die Frage damit beantwortet zu haben.

1. März, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Pitoyabel

Pitoyabel (französisch) übersetzt sich in Deutsch zu armselig, kläglich oder bedauernswert. Das Wort beschreibt ein Potentialfeld für die Weiterentwicklung.

Das Wort wurde an der Präsentation des Jahresergebnis eines Unternehmens vom CEO verwendet. Gemäss Duden ist ein veraltetes Adjektiv, lateinisch-französischer Herkunft, welches sich auf verschiedene Arten trennen lässt. Das macht mir das Wort schon viel sympathischer.

Ich denke es hört sich auf viel netter an, wenn die eigene Leistung als pitoyabel beschrieben wird. Wer weiss den schon genau, was mir das sagen will. Es tönt viel netter als das von mir bevorzugte “katastrophal” oder das in meinem Idiom häufig verwendete “Schwach”. Vielleicht sollte ich das Wort häufiger verwenden im Deutschen-Sprachraum. Es hilft sicher, bei den meisten Menschen. Diejenigen, welche das Wort genauer kennen, die werden dann schon adäquat reagieren. Befürchte ich auf jeden Fall.

Viel Spass es mal auszuprobieren und zu schauen, ob es besser geht als mit den deutschen Kraftausdrücken.

 

15. Februar, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: OK

OK vom griechischen “Olla Kalla”, was “alles gut” auf Deutsch bedeutet. Diese zwei Buchstaben, die Weltweit verstanden werden müssen wir einmal genauer untersuchen.

Im Buch “Word Myths: Debunking Linguistic Urban Legends” von David Wilton wird neben vielen anderen Geschichten auch das OK beschrieben. Es gibt zwei Meinungen: Es kommt vom Griechischen “Olla Kalla”, was “alles gut” bedeutet oder für einen Technologen wie mich, die bessere Geschichte, es stammt vom Begriff “Open Key”, welcher in der Telegraphie verwendet wurde.

Es gibt aber noch eine Geschichte aus, dass in der Ausgabe vom 23. März 1839, der Boston Morning Post, das OK in folgendem Absatz beschrieben wurde:

…perhaps if he should return to Boston, via Providence, he of the [Providence] Journal, and his train-band, would have the “contribution box,” et ceteras, o.k.—all correct—and cause the corks to fly, like sparks upward.

Also war OK die nicht ganz korrekte Abkürzung von “all correct”. Anstelle von AK. Das AK wurde dann ja durch ein gleichnamiges Maschinengewehr (AK, was für Автомат Калашникова steht) weltbekannt.

So kann es also sein, dass OK aus dem Griechischen stammt, oder aber der Telegraphie oder ganz einfach aus dem “all correct” entstand. Auf jeden Fall hat das Wort seinen Siegeszug durch alle Sprachen bereits hinter sich und wird überall gleich verstanden.