Braintank

The Braintank Blogg – Bring all the brains together, as this sums up to more than the sum of all the brains

19. September, 2014
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Assertion Theorie

Die Behauptungs (Selbstbehauptungs) Theorie (englisch Assertion Theory) hilft Antworten in stressreichen Situationen zu finden. Sie basiert auf drei Stilen. Dabei handelt es sich um die Behauptung, die Nicht-Behauptung und Aggression.

Behauptung Theorie basiert auf der Annahme, dass jeder Mensch bestimmte Grundrechte  hat. Zu diesen Rechten gehört das Recht, Anfragen oder Begehrlichkeiten abzulehnen, ohne  sich schuldig oder egoistisch zu fühlen. Das Recht auf eigene Bedürfnisse, die genauso wichtig sind wie die Bedürfnisse anderer Menschen, das Recht Fehler zu machen  und das Recht uns solange zum Ausdruck zu bringen, als wir die Rechte anderer nicht verletzen.

Basierend auf diesen Rechten stehen uns in Stress-Situationen drei Antwortstile zur Verfügung:

  • Behauptung: Der Akt der das Eintreten für die eigenen Grundrechte ohne Verletzung der Grundrechte anderer wird als Behauptung bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen Antwort-Stil, der die Grenzen zwischen den eigenen individuellen Rechten und den Rechten anderer anerkennt und diese Grenzen stabilisiert für das eigene Wohl. Eine Antwort auf die Frage, ob jemand Jan’s neuen Sportwagen für einen Trip ausleihen kann, könnte wie folgt aussehen: “Ich sehe Deinen Bedarf für ein Transportmittel, aber mein Auto ist mir zu wertvoll, als das ich es verleihen kann”.
  • Nicht-Behauptung: Würde hier zur Ausleihung des Auto führen und dann wäre Jan den Rest des Tags gestresst oder Ängstlich weil er das Auto ausgeliehen hat.
  • Aggression:  Die dritte Antwort-Stil,  findet statt, wenn eine Person die Grenzen des Anderen übertritt und seine individuellen Rechte über die Rechte des Gegenüberstellt.  Jan, könnte so klingen: “Das ist wohl ein Scherz.” Damit würde Jan den Respekt und die Höflichkeit seinem Gegenüber verletzen

Wer sich Behaupten will, sollte Sätze wie folgt beginnen: “Ich denke”, “Ich fühle”, “Ich möchte” und dann ein “wie wir diesen Punkt lösen” gefolgt von “bist Du einverstanden?”.  Wer mehr wissen möchte findet hier unter Formula X mehr dazu. Schaut es euch mal an. Die Methode hilft mehr als man denkt und man kann sie sehr konsequent nutzen.

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14. September, 2014
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Mutismus

Mutismus (aus dem Lateinischen. mutitas „Stummheit“, mutus „stumm“) ist eine emotional bedingte Störung der sprachlichen Kommunikation, wobei keine Defekte der Sprechorgane und des Gehörs vorliegen.

Der Mutismus tritt mehrheitlich in Verbindung mit einer Sozialphobie auf. Im Jugend- und Erwachsenenalter ist das Schweigen häufig eingebettet in Depressionen. Man unterscheidet beim Mutismus zwischen dem selektiven Mutismus, dem totalen Mutismus sowie dem akinetischen Mutismus.

Der Unterschied zwischen dem totalen Mutismus, wo der Betroffene mit niemandem mehr redet und selektiven Mutismus, wo der Betroffene noch mit einigen auserwählten Personen, respektive in einem räumlich oder zeitlich begrenzten Umfeld spricht. Mit akinetischem Mutismus, beschreibt man, dass der Betroffene sich nicht selbst bewegt (Akinese), spricht nicht (Mutismus) und auch keine Emotionen zeigt, weil jeglicher Antrieb zu fehlen scheint.

Der Mutismus ist eine sehr seltene und oft unbekannte Kommunikationsstörung, von der etwa zwei bis fünf Kinder auf 10.000 Primarschulkinder betroffen sind. Mutismen sind häufig auf einen Schock zurückzuführen oder eine in sich misologische Verhaltensweise.

Beim sinnieren über diesen Begriff stellt sich mir schon die Frage, ob wir nicht alle ab und zu  einem selektiven Mutismus unterlegen. Es gibt Momente da können wir nichts sagen oder die gute Antwort fällt einem 3 Stunden später ein. Und diese Situationen können häufig auch gleichförmig sein. Es bleibt auch schwierig sich mit Menschen auszutauschen, die nichts sagen. So ein Gespräch dauert nicht sehr lange. Und wer es sich mal visualisieren möchte, findet hier die Mittel dazu. Und trotzdem ist es ab und an gut, nicht zu sprechen, sondern einfach still zu sein.

7. September, 2014
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Per­zep­ti­on

Perzeption (vom Lateinischen perceptio “das Empfangen oder das Begreifen”) beschreibt die reine sinnliche Wahrnehmen ohne Reflexion als erste Stufe der Erkenntnis. Dies ist häufiger der Fall bei flüchtigem Hinsehen

Im Biologischen beschreibt die Perzeption den Reiz durch Sinneszellen, resepektive die Aufnahme des Reiz, ohne eine Aussage über dessen Verarbeitung zu machen. So ist der Mensch als Wesen dauernd in einem Zustand der Perzeption und kann doch selten etwas daraus machen. Wie eine Art Frühwarn- und Überwachungssystem, welches Passiv mitarbeitet. Gesteuert wird dieses übrigens von den Zellen selber, da der Mensch selber weiss, welche Reize er an das Hirn zur Verarbeitung weitergeben soll und muss.

Würde der Mensch alles weitergeben, wäre die Rechenleistung bei weitem zu klein. So findet also schon vor gängig eine Verarbeitung statt, die zwar nur sehr rudimentär ist, dafür aber sehr effizient. Erst bei grösseren Gefahren oder Freuden kommt das Hirn zum Zug, dann findet eine Verarbeitung statt und die notwendigen Interaktionen nehmen ihren Lauf.

Diese unwissentlich ablaufenden Prozesse steuern uns die ganze Zeit und wir können uns willentlich nur selten darüber hinwegsetzen. Was wohl auch gut ist. Also viel Spass mit mehr Bewusstsein beim Begreifen und bei der damit einhergehenden Entschleunigung, weil ihr viel mehr denken müsst.

 

31. August, 2014
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Misologisch

Misologie (vom griechischen misologia) bezeichnet allgemein die Ablehnung von vernünftig-logischem Denken.

Und bevor jetzt jemand daran denkt, seine Partnerin, seinen Partner als misologisch zu bezeichnen, sollten wir dem Wort wohl noch ein wenig mehr Aufmerksamkeit zuwenden.

Das Wort kommt aus dem Griechischen und wird bereits in Platons Phaidon erwähnt. Es geht dabei um rechthaberische Argumente und logische Täuschungen, wie sie in der Eristik verwendet werden. Am Ende zweifelt der Getäuschte sogar an seiner Vernunft. Nun könnten wir das Wort auf viele sichere Anlagen von Banken und Finanzdienstleistern ausweiten. Es ist immer so, dass der Mensch sich durch Umstände beeinflussen lässt. Misologie ist eigentlich kein Problem der Logik oder des vernünftigen Denken, sondern wohl eher eine Herausforderung der anderen Art.

Sei es nun beim Glücksspiel oder sonst wo. Der Mensch wird durch grosse Gewinne gelockt, Egal ob die Chancen da sind zu gewinnen oder nicht. Oder man lässt sich etwas erzählen, was eigentlich nicht sein, einfach weil es einem Gefällt. Apropos gefallen, Projekte werden oft so lange misologisch geführt, bis man nicht mehr verhindern kann, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Und dann muss wieder jemand in die Hosen um es zu reparieren.

Sozusagen ist also Misologisches Verhalten wohl der Spass bevor man ein Projekt aus dem Sumpf holen darf. Mehr dazu hier und was die Folgen davon sind.

Also viel Spass und versucht das Wort vorsichtig zu verwenden, vielleicht trefft ihr ja auf Leserinnen und Leser dieses Bloggs, die dann auch damit umgehen können.

24. August, 2014
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Interoperabilität

Interoperabilität (aus dem Lateinisch inter für “zwischen” und opera “Arbeit”) bezeichnet die Fähigkeit von unabhängigen Systemen zur Zusammenarbeit auf Ebene der Daten, ohne dass dazu gesonderte Absprachen zwischen den Systemen notwendig sind.

Selbstverständlich könnte man jetzt Interoperabilität auch auf die Fähigkeit von Menschen übertragen zusammen zu leben. Das wäre jetzt nicht ganz fair, weil wenn zwei Systeme miteinander vereinbar sind, dann nennt man das kompatibel und nicht interoperabel. Interoperabilität wird normalerweise auch nicht auf humane Lebensformen angewandt, sondern auf Systeme, Techniken und Organisationen. Meistens sind Standards notwendig um die Zusammenarbeit zu regeln.

Standards sind schon in der Technologie sehr schwierig, weil sie sich entwickeln. Sie erlauben es einem aber eine Basis zu haben. Die Entwicklung dieser Standards basierst entweder auf einem diktatorischen, demokratischen oder Vertrauensansatz. Der Letztere ist übrigens der einfachste und beste. Nur so kommen Dinge zusammen, die schon lang zusammen gehören.

Wichtig ist auch, dass man möglichst viele konkrete Anforderungen erfasst, welche für die Interoperabilität wichtig sind. Das beste Beispiel das ich kenne, ist eine Schnittstelle, die es beiden Seiten erlaubt, die Gegenseite zu messen und sehen, wer gerade was macht. Gut genutzt hilft das beiden Seiten.

Was neben der Schnittstelle wichtig ist, sind Regeln wie man Probleme und Erweiterungen durchführen will. Nur wenn Nutzen für beide Seiten da ist, kann Interoperabilität sinnvoll sein. Übrigens ist Interoperabilität in der Militärtechnik besonders wichtig und besonders schwierig, wer will den schon, dass man seine Waffen auch gegen sich verwenden kann. Oftmals wird auch zwischen verschiedenen Formen von Interoperabilität unterschieden. So zum Beispiel zwischen semantischer und konzeptioneller Interoperabilität. Was in vor gängigem Beispiel besonders wichtig ist.

Das Wort ist uns diese Woche begegnet und ich denke die Erklärungen helfen, es besser zu erfassen. Und dann wurde das WoS von einem Leser gewünscht, dessen Wunsch jetzt damit erfüllt ist.

17. August, 2014
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Conundrum

Conundrum (auf Deutsch Rätsel) beschreibt ein kompliziertes und schwieriges Problem, das selbst bei seiner Lösung neue Probleme bereitet. 

Ein solches Problem war die Tatsache, das die Briten im zweiten Weltkrieg sehr genau wussten, dass am Abend des 14. November Coventry Ziel der Operation Mondscheinsonate sein würde. Ziel des Angriffs waren die Fabriken und die industrielle Infrastruktur Coventrys, wobei in Kauf genommen wurde, dass auch Wohngebiete und Kulturgüter in erheblichem Ausmass getroffen würden. Trotz dieses Wissens, wurde die Stadt nicht evakuiert um die Deutschen nicht wissen zu lassen, dass man ihre Chiffrierschlüssel in Teilen geknackt hatte.

Für mich immer wieder eine gute Übung um mit solchen Problemen umzugehen, sind die Bücher von Raymond Smullyan. In seinen Büchern kann man anhand von Schachproblemen oder als Gefangener bei der Wahl zwischen Tiger oder Dame damit vergnügen, dass es Probleme gibt, welche keine Lösung haben ohne neue Probleme nach sich zuziehen. Selbstverständlich kann man sich dem Tao der Still hingeben und das Leben so geniessen.

Also wenn ihr mal wieder ein Problem ohne sichtbare Lösung habt oder eines, dass nur neue Probleme nach sich zieht, dann ist das Warten und weiter Nachdenken sehr wohl eine Lösung.

10. August, 2014
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Mamihlapinatapai

Mamihlapinatapai beschreibt den Blickwechsel zwischen zwei Menschen, die sich beide wünschen, der jeweils andere solle aktiv werden. Denn beide wünschen sich das, aber keiner will damit anfangen.

Das Wort besteht aus dem reflexiven, passiven Präfix ma- (mam- vor einem Vokal), der Wurzel ihlapi, welche bedeutet „nicht wissend was als Nächstes zu tun ist“, dem stativen Suffix -n, dem Suffix -ata und dem Doppelsuffix -apai, welche in Verbindung mit dem reflexiven Präfix mam- eine wechselseitige Bedeutung hat.

Das Wort entstand aus der Sprache der Yagan, welche in Feuerland zu Hause sind. Es wurde sogar in das Guinness Buch der Rekorde als „prägnantestes Wort“ aufgenommen. Es wurde beschrieben im Zusammenhang mit dem Freiwilligendilemma, nicht zu verwechseln mit dem Gefangendilemma. Es stammt aus dem Buch Rock, Paper, Scissors – Game theory in everyday life: strategies for co-operation) von Len Fisher.

Wenn man also jetzt weiss, dass man sich wünscht, das Gegenüber würde etwas tun, kann man ja jetzt vom Mamihlapinatapai-Paradox reden, wenn man es fliessend sagen kann. Was mir bis jetzt noch nicht gelungen ist. Kurz gesagt, beweisen solche Worte: Reden ist eben doch Gold und nicht nur Silber. Also Euch viel Spass beim Reden oder sonst viel Glück, wenn ihr Eure Paradox benennt.

 

3. August, 2014
von ltcmdrdata
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Wort zum Sonntag: Phobien

Heute wollen wir uns mal allen Sorten von Phobien zuwenden. Da gibt es nämlich einige, die hätte ich mir nicht träumen lassen können:

  • Agateophobie: Angst vor Irrsinn
  • Allodoxaphobie: Angst vor Meinungen
  • Athazagoraphobie: Angst davor, vergessen oder ignoriert zu werden oder selbst etwas zu vergessen
  • Ballistophobie: Angst vor Raketen oder Kugeln
  • Cyberphobie: Angst vor Computern
  • Cyclophobie: Angst vor Fahrrädern
  • Decidophobie: Entscheidungsangst
  • Doxophobie: Angst vor Meinungsäusserungen oder davor, von anderen gelobt zu werden
  • Dromophobie: Angst davor, Strassen zu überqueren (Agyrophobie)
  • Ecclesiophobie: Kirchenangst
  • Ecophobie: Angst vor zu Hause
  • Ergophobie: Angst vor der Arbeit
  • Gamophobie: Angst vor der Ehe
  • Geliophobie: Angst zu lachen
  • Genophobie: Angst vor Sexualität
  • Hamartophobie: Angst zu sündigen
  • Hedonophobie: Angst davor, sich wohlzufühlen
  • Ichthyophobie: Angst vor Fischen

Und wer jetzt noch nicht die passende Angst für sich gefunden hat, der soll hier nachschauen gehen, das Angebot ist riesig.

25. Juli, 2014
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Minion

Minion (ein Wort aus dem Englischen, das am Besten in der Übersetzung Lakai bedeutet). In den USA wird es auch als Abwandlung vom französischen Mignon: zierlich und dem umgangssprachlichen süss. Die Mehrzahl ist Minions.

Der Begriff hat etliche Deutigkeiten, sei es nun als Film mit den putzigen gelben Kerlchen. Oder sei es als Begriff für süsse, junge Männer in den USA. Auf jeden Fall wäre so ein Lakai immer wieder eine gute Hilfe. Daneben hat es aber auch Ableitungen ins Alt-Französische zu Nett und ins Fränkische wo es Liebe, Freundschaft, Hingabe bezeichnet, wenn es minnijo genannt wird oder im Altdeutschen, wo es als Minnja das selbe bedeutet.

Ein Wort im Wandel der Zeit und der Sprachen. Und übrigens das gleichnamige Filetstück aus dem Französischen beschreibt das beste Stück des Filets. Somit kann ein Mignon auch der beste Begleiter sein bei einem guten Essen.

Euch viel Spass mit Eurem Minion ob im Film, im Leben oder auf dem Teller.