Braintank

The Braintank Blogg – Bring all the brains together, as this sums up to more than the sum of all the brains

23. August, 2016
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Ich – Welt: Broken Window oder die Geschichte mit der Drohung

Es gibt so kleine Dinge, die mich immer wieder ärgern. Zum Beispiel wenn die Werkstatt, umgangssprachlich auch Büro genannt aussieht, wie wenn eine Bombe eingeschlagen hätte und nie jemand Zeit findet diese aufzuräumen. Das gleiche gilt übrigens für Programmierung, die aussieht wie der Ort eines Verbrechens oder Betriebsprozesse, welche nicht wirklich automatisiert sind, respektive Probleme, denen wir immer wieder begegnen. Ich arbeite in der Informatik, weil wir Dinge automatisieren und vereinfachen, nicht weil wir glauben, dass von Hand und zu Fuss die beste Lösung ist. Darum ist es mein Job dies von meinem Team und mir immer wieder einzufordern.

Wenn ich mich wieder einmal genügend lange über etwas geärgert habe, dann werden wir es zusammen ändern. Eine Methode etwas zu verändern ist die Broken-Windows Theorie. Diese Theorie der zerbrochenen Fenster beschreibt, wie ein vergleichsweise harmloses Phänomen, beispielsweise ein zerbrochenes Fenster in einem leer stehenden Haus, später zur völligen Verwahrlosung führen kann. Damit uns das nicht passiert, bin ich momentan für einige Leute die New Yorker Polizei und überprüfe jeden Tag den Zustand eines Beistellschranks und eines Raums. Ab nächstem Freitag sind es dann ein Raum und ein Pult mehr.

Jetzt bleiben den Betroffenen natürlich verschiedene Strategien damit umzugehen. Eine Beliebtere ist die Coping-Strategie. Wenn nun jemand im Rahmen seines Copings eine Bewertung vornimmt, das heisst das Ganze als Herausforderung, Bedrohung oder Schädigung/Verlust sieht geht es darum sicherzustellen, dass meine Kontrolle und die damit verbundenen Wünsche auch eine gewisse Wirkung im Ziel haben. Dazu erzähle ich immer wieder gerne die Geschichte der Drohung. Worum geht es?

Im Alltag hat die Drohung den Charakter einer Verwarnung. Sie ist die glaubhafte Ankündigung einer unangenehmen Massnahme gegen jemanden, um ihn in seiner zukünftigen Handlungsweise zu beeinflussen. Eine Drohung ist nur dann wirkungsvoll, wenn das Gegenüber auch daran glaubt, dass die Massnahme auch umgesetzt wird.  Wenn ich also jemanden drohe, werde ich diese Massnahme bei nicht Lieferung der neuen Handlungsweise umsetzen, damit ich bei der nächsten Drohung darauf hinweisen kann, dass der letzte, der nicht an die Drohung geglaubt hat, nun bestätigen kann, dass ich meine Drohungen auch umsetze. So einfach ist das in der Theorie.

Ich glaube an Tit for Tat oder auch Tit for two Tats. Beides ganz einfache Modelle, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe. Wichtig scheinen mir die folgenden Punkte:

  • Lass dich nicht ausnutzen
  • Erwidere sowohl Kooperation als Defektion
  • Sei nicht zu raffiniert
  • Sei nicht neidisch

Und darum bin ich gerne die New Yorker Polizei, bis wir Ordnung haben, in Räumen, im Code und im Betrieb. Es gibt dann immer noch genügend externe Einflüsse, die uns beschäftigen werden.

 

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22. August, 2016
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Das Wort zum Sonntag: Age-otori

Age-otori (veraltetes Japanisch) bedeutet, dass man nach einem Haarschnitt schlimmer aussieht als davor

Was für eine schöner Begriff. Gemäss Adam Jacot de Bonoid, der das  Buch geschrieben hat: Was heisst hier Tingo. Er stellt sich die Frage ob dieses Wort wirklich existiert und dabei hofft, dass es existiert. Er schreibt auf jeden Fall, dass japanischen Machos ein einfaches „Bakku-Shan“ genügt, um auszudrücken, dass ein Mädchen von hinten besser aussieht als von vorne. Da finde ich „Age-otori“ schon ein viel schöneres Wort. Und wenn wir schon beim Japanischen sind: „Arigata meiwaku“ beschreibt unangebrachte Freundlichkeit. Auch eine schöne Beschreibung. Im Japanischen finden sich noch viele Worte, welche einer Übersetzung widerstehen und ihren Ursprung in der Kultur und Lebensweise der Menschen haben.

Wer mehr Worte sucht, welche Liebe beschreiben findet diese hier. Und wer mehr schöne Wörter sucht, findet 100 hier. Und wer mehr Worte sucht, die nicht übersetzt werden können: Lost in Translation: An Illustrated Compendium of Untranslatable Words from Around the World.

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16. August, 2016
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Ich-Welt: Lernender Mund tut Wahrheit kund und die Management-Dienstleistung

Heute der neue Lernende bei uns begonnen.  Bei mir stellt sich seit einigen Jahren dabei schon ein wenig ein „Jöhhh“ Faktor ein. Dabei haben sie auch mein Büro besucht. Sein nun 3 Lehrjahr Lernender hat mich dann gefragt, ob ich erzählen möchte, was ich so mache. Ich habe ihm gesagt, dass er dies sicher viel besser mache als ich. Und nun tut Lernender Mund Wahrheit kund:

„Er (=ich) kommt immer zu uns und sagt uns wenn wir etwas nicht gut gemacht haben. Er sagt immer was wir noch besser machen könnten.“

Das ist also die entscheidende Qualität, welche vom Lernenden wahrgenommen wurde. Ich weiss jetzt gar nicht, ob ich stolz sein soll oder nicht. Stolz, dass er den Mut hatte und das gesagt hat oder ob ich jetzt in eine tiefe Depression fallen soll, weil das wohl die auffälligste Qualität ist, die ihm über mich eingefallen ist. Auf meine Nachfrage hin, hat er dann auch bestätigt, dass ich ab und zu ein Lob ausspreche. Immerhin!

Diese Qualität zu sagen was man denkt, ohne Angst zu haben ist für mich eine wichtige Ressource. Es ist wichtig, dass auch ich kritisiert und herausgefordert werden kann und auch werde. Diese Qualität bringt uns als Team weiter. Selbstverständlich ist es nicht immer schön, wenn man hört, was einen Auszeichnet. Wobei es ja für mich entscheidend ist, das wir uns kontinuierlich verbessern, das wir uns immer wieder Fragen, ob wir das Richtige richtig tun.

Auf der anderen Seite zeigt dieses Beispiel, dass ich als Verkäufer meiner Management-Dienstleistung beim Self-Branding wohl noch ziemliches Potential habe. Sicher bei der Zielgruppe „Lernende“. Ich hoffe ja, dass die direkten Kunden meiner Management-Dienstleistung ein etwas ausgewogeneres und positiveres Bild meiner Dienstleistung haben. Was ist das Ziel meiner Aktivitäten? Hier ein gutes Visions-Statement:

„Das Unmögliche möglich machen, das Mögliche leicht, und das Leichte elegant“ (Moshé Feldenkrais)

Bleibt die Frage, was meine Dienstleistung so alles umfasst, die Langfassung findet sich hier und nachfolgend die Zusammenfassung:

  • Zusammenarbeit zu Organisieren: Innerhalb und ausserhalb meines Verantwortungsbereichs.
  • Transaktionskosten senken: Informatik hat genau dies zum Ziel.
  • Ziel- und Wert-Konflikte entscheiden: Entscheiden, auch wenn nicht immer alles klar ist.
  • Zukunftsfähigkeit zu sichern: Den Marktwert der Menschen sicherzustellen und damit auch unsere Zukunftsfähigkeit.
  • Menschen fordern und führen: Menschen herausfordern, weiterbringen, führen, betreuen und Dienst an ihnen leisten.
  • Definition und Umsetzung von Werten: Kultur verspeist Strategie zum Frühstück.

Und daneben bin ich Neugierig und lache gerne. Das gibt es kostenfrei dazu. Übrigens ist es nun auch so, dass ich ja auch Kunde von Management-Dienstleistung bin. Und da stellt sich dann die Frage, was würde ich über meine Management-Dienstleister sagen? Diese Frage zu klären überlasse ich aber nun besser den Betroffenen.

PS. Der Lernende hat immerhin im Nachgang erwähnt, dass er noch einiges erfahren habe, was ich sonst so tue. Gut!

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14. August, 2016
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Das Wort zum Sonntag: Trigger Warnung

Die Trigger Warnung (Ein Kunstwort aus dem englischen Trigger und dem Deutschen Warnung) bezeichnet man im Internet oder an Universitäten eine Vorankündigung für einen für das Publikum potenziellen gefährlichen Inhalt.
Sowohl die NZZ, als auch das Schwäbische Tagblatt haben sich schon mit dem Thema auseinander gesetzt. Das  Schwäbische Tagblatt schreibt dazu:
Nun kann man einerseits nicht wissen, was wem zu viel Leid verursacht. Es gibt einfach zu viele Vorschädigungen, zu unterschiedliche, dabei ganz und gar individuelle, höchst private Angstauslöser, es kann auch ein harmloses Karomuster sein, wer weiss das schon?
Ziel einer Trigger Warnung ist es jemanden mit zum Beispiel einer posttraumatischen Belastungsstörung einen Warnhinweis auf einen möglichen Auslösereiz (Auslöser, auf Englisch Trigger) zu geben.
Die NZZ meint dazu:
Political correctness greift an den amerikanischen Universitäten immer weiter um sich. Ein Ausdruck dieser Bewegung sind sogenannte «trigger warnings» – Vorankündigungen, die das Publikum vor potenziell «gefährlichem» Inhalt warnen sollen.

Jetzt stellt sich mir natürlich schon die Frage, ob braintank.ch auch eine Trigger Warnung braucht. Dinge, die sie hier lesen können ihnen bekannt vorkommen und ein möglicher Auslösereiz sein. Was sie hier lesen, kann auf sie einen Einfluss haben, der weit über das gewünschte Resultat hinaus geht. Und so weiter. Ich denke, ich werde bei der nächsten Impressum Überarbeitung auch eine präventive Trigger-Warnung anbringen.

Tiggerwarning

 

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9. August, 2016
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Ich – Welt: Warum ich schwierige Menschen mag

Ich mag schwierige Menschen, weil sie ein Beitrag zu Diversity sind. Ein Team muss eine gewisse charakterliche Breite und Tiefe haben. Selbstverständlich ist es für mich eine Herausforderung wenn meine Mitarbeitenden Cheffing an mir betreiben. Dafür mache ich auch Monkey Management an ihnen. Innerhalb des Teams und auch über die Bereichsgrenze hinaus, sind meine schwierigen Menschen bekannt und auch gefürchtet und geachtet.

Stark sind wir, wenn wir als Team und in unterschiedlichen Gruppenkonstellationen  unser Erwartungen, Rollen, Werte und Normen ausleben und ausleben lassen. Nur so können wir unsere Stärken entfalten. Und schwierige Menschen, zum Beispiel: Paradiesvögel oder Divas sind wichtige Teilnehmer von solchen Gruppen, sie bringen etwas mit, das sie so Einzigartig macht. Genau so braucht es auch Majime.

Diese Verhaltensweisen, Fähigkeiten und Haltungen des Individuum schlagen meistens auch auf das Team durch. Und weil es wichtig ist, dass wir diese charakterliche Breite und Tiefe haben, müssen wir uns als Team dann zusammen raufen. Das geschieht auf 4 Ebenen:

  • Ziele des Teams: Was wollen wir erreichen? Wie wollen wir damit umgehen? Und was will das Team von mir?
  • Kohäsion, Identifikation, Motivation: Was ist mein Beitrag? Wie bringe ich mich ins Team ein? Was treibt mich an? Was gibt mir Identifikation?
  • Fähigkeiten, Arbeitstechniken und Verfahren: Welche Fähigkeiten und Erfahrungen bringe ich mit. Welche Verfahren und Techniken kann ich einbringen?
  • Diagnostische Kompetenzen und gruppendynamisches Wissen: Wie gehen wir miteinander um? Wie Diagnostizieren wir aneinander und was tun wir mit unseren gruppendynamischen Prozessen?

Wem das zu abgehoben war, dem hilft vielleicht Folgendes.

A message and seed

Und darum mag ich schwierige Menschen. Sie geben so viel und sind gleichzeitig so anspruchsvoll. Und wenn ihr mal wieder denkt, was der Andere ist, dann denkt einfach an das Samenkorn das ihr sähen könnt.

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7. August, 2016
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Das Wort zum Sonntag: Paradiesvogel

Paradiesvögel (Paradisaeidae) sind eine Vogelart, welche zu den Sperlingsvögeln (Passeriformes) gehört. Umgangssprachlich auch jemand der durch ungewöhnliche Ideen und/oder eine unangepasste Lebensweise auffällt.

Die Paradisvögel, von denen es 42 Arten gibt, leben vor allem in den Regenwäldern Australiens, auf Neuguinea und auf einige Inseln der Molukken. Es gibt den grossen Paradiesvogel, auch Göttervogel (Paradisaea apoda) genannt und den kleinen Paradiesvogel (Paradisaea minor) oder auch Gelb-Paradiesvogel genannt.

Es sind vor allem die Männchen, die durch ein extrem buntes und ausgreifendes Federkleid auffallen. Die Weibchen beider Arten sind eher unauffällig braun-gelb gezeichnet. Nächste Woche an der Street Parade, werden wir wieder viele Paradiesvögel sehen, Menschen die ihr buntes und ausgreifendes Federnkleid zeigen werden. Es wird die 25 Durchführung dieser Veranstaltung zu sein. Marek Krynski hätte sich wohl nie ausmalen können, was er für einen erfolgreichen Event in Zürich gegründet hat. Also jetzt schon viel Spass.

Ansonsten ist ein Paradiesvogel ja jemand, der in seiner Umgebung durch ungewöhnliche Ideen, unangepasste Lebensweise und/oder durch ausgefallene Kleidung oder ähnliches auffällt. Schön, dass es solche Menschen gibt. Es ist eine Bereicherung mit solchen Menschen zu arbeiten. Und sollte Ihnen jemand sagen, sie seien ein Paradiesvogel, dann freuen sie sich über das Lob! Man weiss nie, wann wieder eins kommt.

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29. Juli, 2016
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Das Wort zum Sonntag: Verve

Verve (französisch für Schwung) bezeichnet eine kreative Leichtigkeit und Begeisterung. Weiter symbolisiert es ein allgemein positiv beschwingtes Lebensgefühl.

Im Deutschen wird der Begriff im Speziellen für den Schwung, Leichtigkeit, Ideenreichtum und Begeisterung im künstlerisch anspruchsvollen Kontext verwendet. Der Begriff beschreibt auch  Talent und Schaffenskraft als Schriftsteller. Ab und zu hat man so Momente, wo einem alles ganz leicht von der Hand geht. Dann ist Verve im Spiel. Verve gehört für mich auch zu jeder Aufführung in meinem Schauspiel. Und wenn man etwas mit Leichtigkeit und Begeisterung macht, dann sieht es auch einfach aus. Und wie schon angemerkt wurde:

Wenn Profis am Werk sind, sieht vieles Leicht aus!

Und auch wenn ich die Quelle nicht mehr finde, gefällt mir diese Botschaft:

Schwieriges soll einfach aussehen
Einfaches soll leicht aussehen
Leichtes soll Begeistern

Also lasst uns mehr Verve einbringen bei den Dingen, die wir tun. Dann wird auch das Obige zur Gewissheit. Und hier der Kommentar von jemandem zum Wort selber:

hübsch…. gefällt mir…..

 

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25. Juli, 2016
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Ich – Welt: Wir sind die Ersten und die Letzten die etwas tun

Es hat mich einige Zeit gekostet, bis ich das verstanden habe. Um was geht es. Im Schauspiel, dass Informatik heisst, sind wir diejenigen, welche gemäss dem Kommandanten des Raumschiff Orion, Cliff Allister McLane berühmt werden.

Berühmt werden nur die Ersten und die Letzten, welche etwas tun.

Genau so erlebe ich Informatik. Ich darf alles Betreiben, was wir je erschaffen haben und bin dann auch für die Entsorgung aller Altlasten in Form von Applikationen, Datenbanken, Backups und vielem mehr Verantwortlich. Zu einem Zeitpunkt, wo es eigentlich niemanden mehr interessiert. Und wenn ich dann endlich in der Lage bin eine Applikation abzuschalten, erinnert sich auf der Geschäftsseite schon lange niemand mehr daran. Schlimmer wird es nur noch, wenn ich aus Gründen der Compliance ein System noch 10 +  1 Jahr erhalten muss, damit wir etwas nachschauen könnten. So kommt es dann vor, dass wir als Informatik würdevoll als letzte den Abzug aus einem besetzten Gebiet durchführen. Ein gutes Beispiel dafür war der 15. Februar 1989, als Generaloberst Boris Wsewolodowitsch Gromow die letzten russischen Panzer über den Grenzfluss Amu Darja in die Sowjetunion zurückführte.

Auf der anderen Seite, darf ich meine Planung an einem Bild der Zukunft ausrichten, welches in 3 bis 5 Jahren zu erreichen ist.  Das heisst aus diesem Bild der nötigen Informatik-Mittel darf ich eine Ableitung wagen, was wir wann und in welcher Reihenfolge zu bauen haben, damit wir dieses Ziel erreichen. Wenn möglich sollte ich diesen Plan mit allen Leuten teilen und auch noch genügend Ressourcen für allfällige Störungen und Umleitungen zu haben. Selbstverständlich sollten diese Plan-Lieferobjekte nicht zu früh und nicht zu spät geliefert werden, weil wir ja sonst unnötig Geld benötigen würden und auch das Budget sollte über den Zeitraum stabil bleiben. In meiner einfachen Welt heisst das:

Wetten auf die Zukunft eingehen.

Wenn ich nicht ganz so politisch korrekt sein will, dann vergleiche ich diese Operation entweder mit der Landung in der Normandie am 6. Juni 1944 oder mit der Brücke von Arnheim. Während die erste Mission als Erfolg gilt, war die Zweite eher ein Misserfolg. Beide hatten ähnliche Ausgangslagen und doch waren die Resultate völlig unterschiedlich. Zum Glück hängt heute nicht das Leben davon ab, was aber von diesen beiden Dingen abhängt ist unsere Fähigkeit damit umzugehen.

Die Problemstellung heisst Dynaxibility, dieses Kunstwort aus  Dynamics (Dynamik), Complexity (Komplexität) und ability (Fähigkeit) und drängt uns dazu sich der Dynamik der Veränderung, deren Komplexität durch die Vielzahl der vernetzten Elemente zu stellen. Das heisst, Wechselwirkungen, Widersprüche und Undurchsichtigkeit zu akzeptieren und daraus einen Bestandteil des Plans zu machen. Was ist also zu tun?

  • Netzwerke moderieren statt Mitarbeiter kontrollieren – Lernen Sie, Ihren Mitarbeitern Freiräume zur Netzwerkbildung zu geben.
  • Instabilität aushalten – Geben Sie die Hoffnung auf Stabilität in der Zukunft auf! Freuen Sie sich auf Bereicherungen durch neue Situationen. Planungen und Zielsetzungen müssen fehlertolerant sein und in kürzeren Abständen überprüft und nach Bedarf geändert werden.
  • Fehler zulassen– Fehler sind Optimierungsanreize und sollten wenn möglich zugelassen werden. Nur so kann man lernen. Selbstverständlich darf niemand dabei das Unternehmen ruinieren.
  • Kultur verspeist Strategie zum Frühstück – Weiche Faktoren sind wichtig. Stiften Sie Identität und leben Sie diese vor! Seien Sie authentisch und glaubwürdig! Entwickeln Sie Visionen und Ziele und stimmen Sie diese mit Ihre Mitarbeitenden ab. Bieten Sie etwas! Leistung und Gegenleistung!

Und wer das am Besten kann, der wird gemäss Matthäus 19, 30:

So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten

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24. Juli, 2016
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Das Wort zum Sonntag: Muse

Eine Muse (griechisch Μοῦσα) ist eine Person, die einen anderen Menschen zu kreativen Leistungen anspornt oder inspiriert. Oft finden sich Musen, im Umfeld von Künstlern.

Der Begriff stammt von den Musen (griechisch Μοῦσαι Mousai) ab. Diese sind in der griechischen Mythologie die Schutzgöttinnen der Künste und der Kunstschaffenden. Die Überlieferung der uns heute bekannten neun Musen stammt von Hesiod.

Heute werden auch natürliche Personen als Musen zu bezeichnen, oft die Freundinnen und seltener die Freunde von Künstlern. Musen inspirieren durch ihren Charme, ihre Ausstrahlung, ihre Zuwendung und ihren Charakter. Selten auch durch ihren Intellekt. Häufig finden sich auch Hinweise auf eine erotische Beziehung.  Letzthin hat mich eine langjährige Kollegin gefragt, ob ich den ihre Muse sein würde. Ehrlicherweise glaube ich nicht daran, dass ich nackt vor jemandem auf dem Fell liegend denjenigen inspirieren kann. Aber als Diva , die ich ja bin, bin ich ja gerne bereit mich auch dazu hinzugeben.

Es ist ja faszinierend, dass mir die Rolle immer wieder mal angetragen wird. Ich denke wir können uns diesen Beitrag zum selben Thema aber leisten. Weil nach vielen Jahren habe ich ja auch verstanden, dass ich sowohl in der Leadership, wie in der Informatik ja eigentlich ein künstlerischen Job gewählt habe.

Heute ist mir viel klarer, das Führung sehr viel mit der Inspiration von Menschen zu tun hat. Es geht darum Menschen zu fördern und zu fordern. Mit ihnen ein Stück Weg zu gehen. In dieser Zeit eine Muse zu sein. Eine Quelle der Inspiration, auch wenn es am Anfang ein wenig Schwierig sein kann. Vor allem wenn man wohl ein als Muse getarnter Change Agent ist. Selbstverständlich hilft es wenn, man eine Muse wie eine Liebende behandelt. Dazu hier mehr! Und wer noch mehr wissen will, man seine Muse glücklich macht, dem sei dieser Eintrag empfohlen.

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