Braintank

The Braintank Blogg – Bring all the brains together, as this sums up to more than the sum of all the brains

26. Mai, 2015
von ltcmdrdata
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Die Tücken der Deutschen Sprache

Ich behaupte ja immer wieder, dass die Deutsche Sprache eher ein Zweihänder ist, als ein Florett. Vor allem, wenn man ein Wort weg lässt oder eins zu viel dabei hat. Hier ein spannendes Beispiel.

“Dann lass uns jegliche Kommunikation einstellen dann”

Als Antwort auf den Punkt, wann und ob man sich das nächste Mal treffen möchte. Bleibt die Frage, ob ich an ein solches Treffen gehen würde. Hier ist die Deutsche Sprache eben sehr komplex. Erklären kann man das am Besten bei:

Hängt ihn! respektive Hängt ihn nicht!

Ein Wort mehr oder weniger kann viel ausmachen. Aus dem obigen Satz könnte folgendes werden:

“Dann lass uns jegliche Kommunikation einstellen bis dann”

Bleibt die Frage, würde ich dann an das Treffen gehen. Nun gut, es bleibt auf jeden Fall schwierig, mit dem Zweihänder zu arbeiten. Schriftlich ist es dann noch viel komplexer als mündlich. Weil dann kann nachgefragt werden. Beim geschriebenen Wort, ist das viel schlimmer. Und beim geschriebenen Wort in “Whatsup” oder in der “SMS”, kommen noch mehr Komplexitäten dazu. Zu viel Intelligenz in den Dingen zum Beispiel.

Selbstverständlich sollten solche Worte mit Rücksicht geschrieben werden, darum:

Überleg Dir einmal, was Du denkst
Zweimal, was Du sagst
Und dreimal was Du schreibst

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25. Mai, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: verhebe

verhebe (Schweizerdeutsch) lässt sich am Besten mit “Präzision” oder “Umsetzungsstark” übersetzen, vielleicht auch mit “es passt”. Wenn wir etwas tun, dann wird das immer sehr gut.

Das Wort beschreibt eigentlich das Wesen der Schweizerinnen und Schweizer. Hier “verhebets” und gut ist. Wenn man es mit “standhalten” oder “to hold up” übersetzt, so ist das keineswegs das Gleiche. Es beschreibt Präzisionsmechanik, wie auch Strategien oder Frisuren, selbst Geheimnisse müssen “verheben”. Und das alles mit diesem einen Wort.

Wenn es also wieder einmal ein wenig länger dauert, dann nur damit es “verhebet”.

17. Mai, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Clinomania

Clinomania (Englisch, zu Deutsch: Bettsucht) beschreibt das extreme Verlangen den ganzen Tag im Bett zu bleiben.

Über “ständige Müdigkeit” oder “chronische Erschöpfung” klagen viele Menschen, ca. 20% der Bevölkerung leiden ein oder mehrmals daran.  Es gibt fliessende Übergänge zwischen ausgeprägter, aber noch  “normaler” Müdigkeit und Zuständen krankhafter Ermüdung oder Bettsucht. Den Unterschied zwischen Müdigkeit, Schläfrigkeit und dem Verlangen den ganzen Tag im Bett zu bleiben, zu erkennen ist eine schwierige Aufgabe. Die Hypersomnie (im allgemeinen Sprachgebrauch die Schlafsucht) ist eines der Leitsymptome in der Schlafmedizin und tritt in Gestalt von Tagesschläfrigkeit auf und steht im Gegensatz zur Clinomania.

Spannende Krankheit, aus einer ganzen Gruppe von Krankheiten. Die Krankheit wurde 1927 so beschrieben: Bettsucht ist die Neigung melancholischer und schwachsinniger Kranker, dauernd im Bett zu liegen. Auf jeden Fall hat sich die Krankheit weiterentwickelt und ist heute eine anerkannte Krankheit. Es gibt aber nichts schöneres, als einen Tag im Bett zu verlümmeln.

10. Mai, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Beziehungszustände

Heute in der Süddeuschen Zeitung in der Rubrik “Wissen” gefunden, was einen guten Kollegen schon lange beschäftigt. Darum heute eine Übersicht über Beziehungszustände:

Monogamie: Eins zu Eins, ob Mann – Frau, Frau – Frau oder Mann – Mann ist unerheblich

Das ist die Normalform. Es gibt sie meistens als

Serielle Monogamie: Wechselnde Partnerschaft in Folge

Daneben gibt es die

Polygynie: Ein Mann – mehrere Frauen

und ihr Gegenstück die

Polyandrie: Eine Frau – mehrere Männer

welche als Schnittmenge dann wohl die

Polyamorie: Intimes Beziehungsnetzwerk von mehreren Männern und Frauen

oder die

Offene Beziehung: Soziale Monogamie bei offener sexueller Polygamie

ergibt. Daneben gibt es auch noch den

Casual Sex: Sex ausserhalb einer verpflichtenden Paarbeziehung

und damit die Liste auch komplett ist, hier noch der

One Night Stand: Einmaliger Sexualkontakt ausserhalb der Beziehung

und dann noch dieser zur Komplettierung:

Asexuell: Mangel an Interesse beziehungsweise dem Verlangen nach Sex

Welcher Begriff Euren Beziehungsstatus am besten beschreibt weiss ich nicht. Seid trotzdem vor- und nachsichtig in allen Zuständen. Und denkt immer daran: Die romantische Liebe ist keine Erfindung, sondern eine Universalie, die es seit Urzeiten gibt. Und vergesst nicht den oder die Andere(n). Man hat immer auch für sie eine Verantwortung, in allen Zuständen.

1. Mai, 2015
von ltcmdrdata
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Der Film zum Sonntag: Life in 27 seconds

Der Filme-Macher Casey Neistat hat mit “Life in 27 Seconds,” einen motivierenden Kurzfilm basierend auf einem Tweet der Farrelly Brothers gemacht.

So einfach kann die Erklärung sein. Also viel Spass beim Gehen. Apropos Gehen: 3.5 Millionen Schritte in einem halben Jahr. Es stimmt schon, dass mehr Schritte vieles verändern.

26. April, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Guanxi

Guanxi (chinesisch 關係 / 关系) bezeichnet persönliche Beziehungen im Rahmen des geschäftlichen “Networking”, welche sich als für beide Seiten von Vorteil erweisen. 

Guanxi ist ein vielschichtiges Wort. Es wird auch als Verbindung übersetzt. Gegenseitige Gefälligkeiten sind der entscheidende Faktor zum Erhalt des Guanxi-Netzes. Eine Gegenleistung zu versagen, wird als eine unverzeihliche Beleidigung angesehen. Je mehr man von jemandem erbittet, desto mehr ist man demjenigen schuldig. Guanxi kann als ein endloser Zyklus von Gefälligkeiten betrachtet werden.

Guanxi-Beziehungen basieren nicht auf Verbindungen zwischen Personengruppen oder Institutionen, sondern immer auf Beziehungen zwischen einzelnen Personen. Bestehen zu einer anderen Person gute Beziehungen, können Kontakte zu weiteren Personen aus dessen Beziehungsgefüge geknüpft werden. Normalerweise wird ein Vermittler allerdings nur Personen miteinander bekannt machen, denen er vertraut, weil er mit seinem Namen dafür einsteht. Das Vertrauensverhältnis muss dann erst langfristig aufgebaut werden, beginnt jedoch auf einem höheren Niveau.

Das Beziehungsnetz wird unter Chinesen für Ausländer kaum bemerkbar eingesetzt. Beziehungen können daraus resultieren, dass zwei Personen im selben Dorf gewohnt oder an derselben Universität studiert haben. Guanxi stehen in der Regel in einem Gegenseitigkeitsverhältnis. Chinesen teilen sehr genau nach Verwandten, Freunden oder Fremden ein, um den Grad des gegenseitigen Vertrauens und der gegenseitigen Hilfe abschätzen zu können.

Bei uns hätte man das wohl als “Filz” bezeichnet. Und trotz allem hilft Guanxi für beide Seite bessere Resultate zu erziehlen, so lange keine Seite Monokausal ihren Vorteil in den Vordergrund stellt. Also viel Spass beim Gegenseiten Gegenseitigkeitsverhältnisse schaffen.

19. April, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: “Hen”

“Hen” (Schwedisch; ein geschlechtsneutrales Fürwort). Schwedens Sprachhüter nahmen das Wörtchen “hen” in ihre Wortliste “Svenska Akademiens ordlista” auf – neben “han” für “er” und “hon” für “sie”.

Das neue Pronomen beschreibt eine intersexuelle, transsexuelle oder transgender Person – also einen Menschen, der genetisch und/oder anatomisch keinem Geschlecht zugeordnet werden kann oder aber sich nicht zuordnen lassen möchte. “Hen” kann aber auch verwendet werden, wenn das Geschlecht egal oder unbekannt ist. Gerade hierfür wird es im allgemeinen Sprachgebrauch schon länger benutzt. Für die Schwedische Akademie ein Grund, das Wort trotz Protesten in die Liste aufzunehmen. “Manche Menschen sind das nicht gewohnt, aber sie müssen es ja nicht benutzen”, so der Chefredakteur der “Svenska Akademiens ordlista”, Sven-Göran Malmgren.

In der deutschen Sprache gibt es zwar das grammatisch neutrale Personalpronomen “es”. Das unterscheidet sich aber vom schwedischen “hen”. Denn sowohl Sprachforscher als auch Transsexuelle sehen das “es” nicht als geschlechtsneutral, sondern als sächlich an – also als etwas, das den Menschen zum Objekt machen würde. Und darum passt es nicht. Während “Hen” im Schwedischen bereits weit verbreitet, tut man sich bei uns noch ein wenig schwer. Der momentane Stand wird hier beschrieben: Die Pronomen beziehen sich auf Menschen, aber das Geschlecht wird beim Sprechen nicht festgelegt: das Personalpronomen xier, das Possessivpronomen xieser, den Artikel und das Relativpronomen dier.

Ob mir jetzt xier, xieser und dier wirklich gefallen, darüber muss ich noch ein wenig nachdenken. Irgendwie hört sich sie, er, xier nicht so schön an, wie hon, han, hen. Aber die deutsche Sprache, war noch nie für ihre Schönheit und ihre Filigranität bekannt. Aber wenn ich daran denke, dass ein viertes Geschlecht, die Sprache nicht einfacher macht, bin ich mal gespannt, wie die Damen, Herren und Transen von Duden dieses Problem angehen wollen.

 

12. April, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Verhaltensoriginell

Verhaltensoriginell, oder verhaltenskreativ oder auch verhaltensauffällig ist ein populärwissenschaftlicher Begriff, der in euphemistischer Weise verwendet wird, um vor allem bei Kindern ein irgendwie auffälliges und generell unerwartetes Sozialverhalten zu kennzeichnen.

«Der Begriff verhaltensauffällig ist an unserer Schule ab sofort tabu. Das heisst jetzt verhaltensoriginell», meinte kürzlich eine Zürcher Primarlehrerin. Womit auch schon gesagt ist, wo die Wortschöpfung vornehmlich anzutreffen ist: im Klassenzimmer. Johannes Gruntz-Stoll, Professor für Spezielle Pädagogik und Psychologie in Basel, hat dazu ein ganzes Buch herausgebracht: «Verwahrlost, beziehungsgestört, verhaltensoriginell: Zum Sprachwandel in der Heil- und Sozialpädagogik».

Doch weil sich Sprache nicht so leicht kontrollieren lässt wie eine Horde verhaltensorigineller Viertklässler auf Ritalin, hat das Adjektiv längst auch andernorts Karriere gemacht. Für das Langenscheidt-Lexikon der Jugendsprache ist es nur ein anderes Wort für seltsam.

Nachdem wir nun die Einführung hinter uns gebracht haben, ist mir der Begriff schon ein wenig mehr ans Herz gewachsen. Es gab immer wieder sehr orginelle Sequenzen in der Bereitstellung der Lösung. Darunter sehr gute und einige, die ich bis jetzt einfach noch nie erlebt habe. Darum ist der Begriff “verhaltensorginell” sicher sehr zutreffend. Ansonsten wäre das Wort “Endsieg-Beschwörer” auch ein sehr gutes gewesen um den Ablauf zu beschreiben.

Auf jeden Fall sind wir froh, dass wir das erste Ziel, ohne grössere Blessuren erreicht haben. Wir können uns jetzt im täglichen Betrieb hüben, wie drüben Verhaltensoriginell aufführen.

5. April, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: Gut – Günstig – Schnell

Wortspiele mit diesen drei Worten gibt es im Englischen schon länger. Leider hat sich noch niemand an die Übersetzung gewagt. Darum hier so als Osterimpuls. Denken Sie daran: Sie können zwei von drei Elementen haben: Gut – Günstig – Schnell:

Gut & Günstig wird nicht Schnell sein
Gut & Schnell wird nicht Günstig sein
Günstig & Schnell wird nicht Gut sein

Und wer es nicht glaubt, der soll es mal probieren. Kennen Sie einen Handwerker der Gut & Günstig und Schnell ist? Oder kennen sie eine Software, die Gut & Schnell ist und auch Günstig war in der Erstellung. Viel Spass mit eigenen Beispielen.

28. März, 2015
von ltcmdrdata
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Das Wort zum Sonntag: gäbig

Gäbig (aus dem Schweizer-deutschen) beschreibt, dass etwas handlich oder bequem ist. Es kann aber auch angenehm und je nach Landesteil sogar sympathisch und umgänglich sein, bei Bedarf bedeutet es auch praktisch oder passend.

Ein Wort, so viele Bedeutungen. Man ist versucht zu sagen, dass es sich dabei um ein gäbiges Wort handelt, bei dieses gäbig. Ich gebe zu, dass mir dieses Wort erst dank einer Diskussion in einer Zeitung wirklich aufgefallen ist. Es gibt im Hochdeutschen, bei uns liebevoll auch Schriftsprache genannt, kein passendes Gegenstück mit dieser Mehrfachbedeutung.

Das Wort hat seinen Ursprung im Kanton Bern, ist aber heute in der ganzen Deutschschweiz verbreitet. Es wird zwanglos verwendet und seine Bedeutung ergibt sich immer nur aus dem ganzen Satzsinn. Also dann viel Spass mit gäbig.