Braintank

The Braintank Blogg – Bring all the brains together, as this sums up to more than the sum of all the brains

29. Juli, 2016
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Das Wort zum Sonntag: Verve

Verve (französisch für Schwung) bezeichnet eine kreative Leichtigkeit und Begeisterung. Weiter symbolisiert es ein allgemein positiv beschwingtes Lebensgefühl.

Im Deutschen wird der Begriff im Speziellen für den Schwung, Leichtigkeit, Ideenreichtum und Begeisterung im künstlerisch anspruchsvollen Kontext verwendet. Der Begriff beschreibt auch  Talent und Schaffenskraft als Schriftsteller. Ab und zu hat man so Momente, wo einem alles ganz leicht von der Hand geht. Dann ist Verve im Spiel. Verve gehört für mich auch zu jeder Aufführung in meinem Schauspiel. Und wenn man etwas mit Leichtigkeit und Begeisterung macht, dann sieht es auch einfach aus. Und wie schon angemerkt wurde:

Wenn Profis am Werk sind, sieht vieles Leicht aus!

Und auch wenn ich die Quelle nicht mehr finde, gefällt mir diese Botschaft:

Schwieriges soll einfach aussehen
Einfaches soll leicht aussehen
Leichtes soll Begeistern

Also lasst uns mehr Verve einbringen bei den Dingen, die wir tun. Dann wird auch das Obige zur Gewissheit. Und hier der Kommentar von jemandem zum Wort selber:

hübsch…. gefällt mir…..

 

FacebookLinkedIn

25. Juli, 2016
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Ich – Welt: Wir sind die Ersten und die Letzten die etwas tun

Es hat mich einige Zeit gekostet, bis ich das verstanden habe. Um was geht es. Im Schauspiel, dass Informatik heisst, sind wir diejenigen, welche gemäss dem Kommandanten des Raumschiff Orion, Cliff Allister McLane berühmt werden.

Berühmt werden nur die Ersten und die Letzten, welche etwas tun.

Genau so erlebe ich Informatik. Ich darf alles Betreiben, was wir je erschaffen haben und bin dann auch für die Entsorgung aller Altlasten in Form von Applikationen, Datenbanken, Backups und vielem mehr Verantwortlich. Zu einem Zeitpunkt, wo es eigentlich niemanden mehr interessiert. Und wenn ich dann endlich in der Lage bin eine Applikation abzuschalten, erinnert sich auf der Geschäftsseite schon lange niemand mehr daran. Schlimmer wird es nur noch, wenn ich aus Gründen der Compliance ein System noch 10 +  1 Jahr erhalten muss, damit wir etwas nachschauen könnten. So kommt es dann vor, dass wir als Informatik würdevoll als letzte den Abzug aus einem besetzten Gebiet durchführen. Ein gutes Beispiel dafür war der 15. Februar 1989, als Generaloberst Boris Wsewolodowitsch Gromow die letzten russischen Panzer über den Grenzfluss Amu Darja in die Sowjetunion zurückführte.

Auf der anderen Seite, darf ich meine Planung an einem Bild der Zukunft ausrichten, welches in 3 bis 5 Jahren zu erreichen ist.  Das heisst aus diesem Bild der nötigen Informatik-Mittel darf ich eine Ableitung wagen, was wir wann und in welcher Reihenfolge zu bauen haben, damit wir dieses Ziel erreichen. Wenn möglich sollte ich diesen Plan mit allen Leuten teilen und auch noch genügend Ressourcen für allfällige Störungen und Umleitungen zu haben. Selbstverständlich sollten diese Plan-Lieferobjekte nicht zu früh und nicht zu spät geliefert werden, weil wir ja sonst unnötig Geld benötigen würden und auch das Budget sollte über den Zeitraum stabil bleiben. In meiner einfachen Welt heisst das:

Wetten auf die Zukunft eingehen.

Wenn ich nicht ganz so politisch korrekt sein will, dann vergleiche ich diese Operation entweder mit der Landung in der Normandie am 6. Juni 1944 oder mit der Brücke von Arnheim. Während die erste Mission als Erfolg gilt, war die Zweite eher ein Misserfolg. Beide hatten ähnliche Ausgangslagen und doch waren die Resultate völlig unterschiedlich. Zum Glück hängt heute nicht das Leben davon ab, was aber von diesen beiden Dingen abhängt ist unsere Fähigkeit damit umzugehen.

Die Problemstellung heisst Dynaxibility, dieses Kunstwort aus  Dynamics (Dynamik), Complexity (Komplexität) und ability (Fähigkeit) und drängt uns dazu sich der Dynamik der Veränderung, deren Komplexität durch die Vielzahl der vernetzten Elemente zu stellen. Das heisst, Wechselwirkungen, Widersprüche und Undurchsichtigkeit zu akzeptieren und daraus einen Bestandteil des Plans zu machen. Was ist also zu tun?

  • Netzwerke moderieren statt Mitarbeiter kontrollieren – Lernen Sie, Ihren Mitarbeitern Freiräume zur Netzwerkbildung zu geben.
  • Instabilität aushalten – Geben Sie die Hoffnung auf Stabilität in der Zukunft auf! Freuen Sie sich auf Bereicherungen durch neue Situationen. Planungen und Zielsetzungen müssen fehlertolerant sein und in kürzeren Abständen überprüft und nach Bedarf geändert werden.
  • Fehler zulassen– Fehler sind Optimierungsanreize und sollten wenn möglich zugelassen werden. Nur so kann man lernen. Selbstverständlich darf niemand dabei das Unternehmen ruinieren.
  • Kultur verspeist Strategie zum Frühstück – Weiche Faktoren sind wichtig. Stiften Sie Identität und leben Sie diese vor! Seien Sie authentisch und glaubwürdig! Entwickeln Sie Visionen und Ziele und stimmen Sie diese mit Ihre Mitarbeitenden ab. Bieten Sie etwas! Leistung und Gegenleistung!

Und wer das am Besten kann, der wird gemäss Matthäus 19, 30:

So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten

FacebookLinkedIn

24. Juli, 2016
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Das Wort zum Sonntag: Muse

Eine Muse (griechisch Μοῦσα) ist eine Person, die einen anderen Menschen zu kreativen Leistungen anspornt oder inspiriert. Oft finden sich Musen, im Umfeld von Künstlern.

Der Begriff stammt von den Musen (griechisch Μοῦσαι Mousai) ab. Diese sind in der griechischen Mythologie die Schutzgöttinnen der Künste und der Kunstschaffenden. Die Überlieferung der uns heute bekannten neun Musen stammt von Hesiod.

Heute werden auch natürliche Personen als Musen zu bezeichnen, oft die Freundinnen und seltener die Freunde von Künstlern. Musen inspirieren durch ihren Charme, ihre Ausstrahlung, ihre Zuwendung und ihren Charakter. Selten auch durch ihren Intellekt. Häufig finden sich auch Hinweise auf eine erotische Beziehung.  Letzthin hat mich eine langjährige Kollegin gefragt, ob ich den ihre Muse sein würde. Ehrlicherweise glaube ich nicht daran, dass ich nackt vor jemandem auf dem Fell liegend denjenigen inspirieren kann. Aber als Diva , die ich ja bin, bin ich ja gerne bereit mich auch dazu hinzugeben.

Es ist ja faszinierend, dass mir die Rolle immer wieder mal angetragen wird. Ich denke wir können uns diesen Beitrag zum selben Thema aber leisten. Weil nach vielen Jahren habe ich ja auch verstanden, dass ich sowohl in der Leadership, wie in der Informatik ja eigentlich ein künstlerischen Job gewählt habe.

Heute ist mir viel klarer, das Führung sehr viel mit der Inspiration von Menschen zu tun hat. Es geht darum Menschen zu fördern und zu fordern. Mit ihnen ein Stück Weg zu gehen. In dieser Zeit eine Muse zu sein. Eine Quelle der Inspiration, auch wenn es am Anfang ein wenig Schwierig sein kann. Vor allem wenn man wohl ein als Muse getarnter Change Agent ist. Selbstverständlich hilft es wenn, man eine Muse wie eine Liebende behandelt. Dazu hier mehr! Und wer noch mehr wissen will, man seine Muse glücklich macht, dem sei dieser Eintrag empfohlen.

FacebookLinkedIn

12. Juli, 2016
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Ich – Welt: Geisterfahren und Geisterfahrercheck

Das Thema hatten wir eigentlich schon einmal vor 10 Jahren. Ich stelle ab und zu die Frage ob wir am „Geisterfahren“ sind. Worum geht es:

Sie sitzen im Auto und sind auf der Autobahn unterwegs. Im Radio hören sie eine Verkehrsdurchsage. „Auf der Autobahn kommt Ihnen ein Geisterfahrer entgegen, bitte bleiben sie Rechts und überholen sie nicht.“ Sie denken für sich: „Was heisst hier einer? Hunderte!“

Auf der Autobahn ist die Frage noch einfach zu beantworten. Die Mehrheit hat immer Recht. Aber wie sieht das ganze im Geschäft aus? Wie sieht die Antwort aus, wenn sie Innovation betreiben? Oder das Geschäftsmodell ihres Unternehmens verändern? Etwas neues Einführen? Wenn sie neue Themenfelder erschliessen? Dann kann die Antwort schon komplexer sein. Ich stelle mir die „Geisterfahrercheck“-Frage regelmässig. Vor allem in Veränderungsprozessen. Es geht ja darum etwas zu verändern, Menschen davon zu überzeugen, dass der bisherige Weg nicht der Beste war. Und noch schlimmer, dass ich es wohl Besser weiss. Woher nehme ich mir dieses göttliche Recht. Nun gut als Diva, die ich ja bin, darf ich das in meinem Schauspielhaus. Und so kann es passieren, dass ich „Geisterfahre“.

Dieser bewusste Entscheid ist wichtig. Ich tue es nicht, weil ich  einen Kick brauche. Ich bin mir bewusst, dass dies anderen Egozentren gegenüber nicht immer gut tut. Ich bin heute der Überzeugung, dass es Sequenzen gibt, wo man für den Change zum Geisterfahrer werden muss. Geisterfahren führt zu Veränderung. Und die Überzeugung zu haben, dass einem Hunderte entgegenkommen hat auch ihren Reiz. Nur sollte man wissen, was man macht, weil wenn einem so viele “Geisterfahrer” entgegenkommen, dann könnte das Problem ja auch bei mir liegen.

Das Thema kommt mehrmals vor, darunter auch hier „A mixed bag – oder Helden als Problemfälle„. Und wer sich für meine Beschreibung meines „Traumjobs“ aus dem Jahr 2008 sehen möchte, dem sei dieser Link empfohlen. In allen Fällen kommt das „Geisterfahren“ und der „Geisterfahrer Check“ vor. Das Thema hat eine gewisse Beharrlichkeit im Change Management.  Es wirkt auf die folgenden Bereiche:

  • Helfen sie durch Druck, den Widerstand der Kulturänderung nutzstiftend einzusetzen. Jeder Change braucht, einen Grund. Gezielter Druckt hilft diesen Grund schneller aufzubringen. Druck kann als Katalysator wirken. So wie das „Geisterfahren“
  • Wählen sie, ändern sie und schaffen sie passende kulturelle Formen und Spielregeln. Wer die Regeln bestimmt, bestimmt das Spiel und wer das Spiel bestimmt, führt die Veränderung. Und durch „Geisterfahren“ kann man etwas auch ändern.

Und wenn sie es noch nie gemacht haben, nutzen sie mal die Chance es einmal zu tun. Sonst wissen sie ja nie, was sie verpasst haben. Und sollte es nicht klappen, denken sie daran: Die Mehrheit hat häufiger Recht.

FacebookLinkedIn

10. Juli, 2016
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Das Wort zum Sonntag: Äquilibrium

Äquilibrium (Equilibrium) (von lateinischen aequus „gleich, gerade (gerichtet)“ und libra „Waage“). Zustand, in dem Kräfte ausgleichen, respektive im Gleichgewicht sind.

Ein Äquilibrium beschreibt grundsätzlich ein Gleichgewicht. Ich glaube ja mehr an emergente Systeme, was den optimalen Zustand des Systems beschreibt. Ich bin mir nicht sicher, ob ein Gleichgewicht das immer ist. Spannender scheint mir da die Äquilibrium-Theorie der Intimität. Diese  beruht auf der Annahme, dass ein Kompromiss zwischen einer Annäherungs- und einer Vermeidungstendenz in der Interaktion zwischen zwei Personen gesucht wird, der den Sollwert der angenehm erlebten Intimität darstellt.

Die Interaktion wird auf unterschiedlichen Kanälen der Kommunikation wie Augenkontakt, Distanz und Ausdrucksverhalten (z. B. Lächeln) vermittelt. Annäherungstendenzen werden aus verschiedenen Gründen angeregt, genauso geht es den Vermeidungstendenzen. Diese basieren primär auf der Furcht vor Zurückweisung. Eine Abweichung vom Äquilibrium ruft eine Tendenz zu einem kompensatorischen Ausgleich hervor. Das heisst, also in der Beziehung, das wir gleichzeitig einen Annäherungstrieb haben, der aber von der Angst der Zurückweisung begleitet wird. Darum sind wir gemäss Yonni Meier (aka Pony M.) auch viel besser darin, wenn wir (ein wenig) Alkohol gehabt haben.

Viel Spass bei allen Sommeraktivitäten, jetzt wo er endlich stabil da ist.

FacebookLinkedIn

4. Juli, 2016
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Ich – Welt: Projektleitung vs. Projektbegleitung

Eigentlich ist jedem klar, was es braucht für ein erfolgreiches Projekt: Eine stabile Liste der Lieferobjekte, eine gute Mann- und Frauschaft und genügend Zeit. Dann braucht es einen Auftraggeber oder Sponsor, der den Projekterfolg will und eine Projektleitung, welche sicherstellt, dass alle Elemente zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, bis das gewünschte Ziel erreicht ist. Die Projektleitung ist also wie ein Koch in der Küche.

Nun scheint es aber gerade bei Projektleitungen auch Menschen zu geben, die sich eher als Projektbegleitende sehen. Das heisst, sie stehen auch in der Küche, tun aber wenig bis nichts zum Erfolg des Essens. In einem Restaurant hiessen solche Leute übrigens Gäste. Und die müssten dann für das Essen zahlen. Selbstverständlich wird jetzt irgend jemand betroffen die Definition von Wiki suchen:

Der Projektleiter ist für die operative Planung und Steuerung des Projektes verantwortlich. Je nach Projektart ist er in diesem Zusammenhang für das Erreichen von Sach-, Termin-, Kosten- bzw. Ausbildungszielen im Rahmen des Projekts zuständig. Im Bereich der Planung legt er Ziele sowie benötigte Ressourcen für deren Erreichung fest.

Stimmt eine Projektleitung ist also nur eine Abwicklungs-orientierte Funktion, welche nichts mit dem zu liefernden Objekt zu tun. Zum kontextfreien Projektmanagement habe ich mich schon geäussert. Scheint zu Abstrakt zu sein. In diesem Jahr habe ich aber die wirklichen Unterschiede gelernt, zwischen echter Projektleitung und schöner Projektbegleitung. Beide Wege können zum Ziel führen. Der eine ist sicher mit Arbeit verbunden, der andere nur mit effizientem Einsatz von Ressourcen. Man findet meistens jemanden, der den Projekterfolg will und dann auch alles dafür tut. In einem KMU darf die Projektleitung immer auch Mitarbeiten. Es geht darum aus den Zutaten das beste Essen zu kochen. Zu verstehen, was geht und was nicht. Im Zweifelsfall muss man auch mit Lieferanten reden und diese zur Mitarbeit motivieren.

Projektbegleitung dagegen stellt sicher, dass Informationen ein Machtmittel sind. Man informiert selektiv und zeitlich unterschiedlich. Man versucht zu zeigen, dass man alles Menschenmögliche für den Erfolg gemacht hat. Man versucht das schwächste Glied im Spiel zu finden und diesem das Versagen anzuhängen. Alle anderen, z.B. Lieferanten, Software, fehlendes Testing oder die Informatik, sind schuld am Resultat. Nur man selbst nicht. Jetzt ist es so, dass ich als Informatik kein Interesse daran habe für Dinge verantwortlich gemacht zu werden, welche ich gar nicht beeinflussen kann. Es ist auch nicht Interessant immer schuld zu sein. Also retten wir von Zeit zu Zeit auch einmal ein Projekt. Eigentlich macht so eine „Mission Impossible“ sogar sehr Spass, aber eben irgendwann hat man alles in seinen Grundzügen gesehen! Über Death March Projekte ein anderes Mal mehr.

Am meisten würde es mir dann helfen, wenn Projektbegleitende sich an die hier beschriebenen Regeln halten würden oder wenn sie den Mut fassen würden sich um ihr Projekt zu kümmern. Mehr zu lernen. Nicht alles zu glauben. Sondern sicher zu sein! Glaubt mir ich mag gerne gutes Essen, ich mag auch gerne gute Projekte, das einzige was ich nie mögen werde, sind Projektbegleitende, die mir danach erzählen wie grossartig sie waren. Da bin ich ziemlich nachtragend.

Und wer mehr darüber wissen will, sollte diesen Text über Niccolo als CIO noch einmal lesen.

FacebookLinkedIn

3. Juli, 2016
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Das Wort zum Sonntag: Xodó

Xodó (zu Deutsch: Liebling) dieses portugiesische Kosewort wird nicht nur für Menschen sondern auch für Dinge verwendet. Es beschreibt eine Liebe die keine Grenzen kennt. 

Spannend ist, dass dieses Wort sowohl für Menschen, wie auch für Dinge verwendet werden kann. In der deutschen Sprache würden wir dieses Wort nur für Menschen verwenden. Für Dinge nutzen wir Worte wie „geil“ oder „lässig“ oder was gerade sonst noch so in Mode ist. Es gibt im Portugiesischen noch ein zweites Kosewort: Cafuné beschreibt „die Geste, mit der man jemandem, den man liebt, sanft durch die Haare streicht“. Das heisst also ich kann mein Xodó cafuné und dann bin ich glücklich und unser Kater meistens auch.

Schön an Xodó ist auch, dass ich jetzt eine Eselsbrücke für das amerikanische xoxo, dieses bedeutet kisses and hugs“ („Küsse und Umarmungen“) bei Verwendung als Schlussformel. Da ist es also wieder, die Liebe ohne Grenzen.

 

FacebookLinkedIn

27. Juni, 2016
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Ich – Welt: Plan im Plan im Plan

In der Informatik liefern wir ja nicht nur Strom & Wasser, sondern wir sind Treiber der Innovation. Diese liefern wir in Projekten. Nun wie läuft eigentlich so ein Projekt ab? Dazu gibt es Methoden der Durchführung, bei uns seit diesem Jahr Hermes. Die Methode ist wie ein Kochbuch. Und über Planung im Projekt wird hier alles gesagt. Und wer mehr darüber wissen will, dem seien zwei Bücher empfohlen: Adrenalin Junkies und Formular Zombies und Death March Projects (hier ist das englische Original sehr zum empfehlen).

Entscheidend für mich meine Methode. Ich habe, wenn immer möglich einen Plan im Plan im Plan. Die Methode kommt aus dem Film Inception, wo es auch darum geht, sich in drei Bewusstseinsebenen gleichzeitig in drei Zeitabschnitten zu bewegen. Projekte oder gar ein Portfolio sind ganz ähnlich. Alles bewegt sich gleichzeitig. Alles ändert sich und während man den grossen Plan durchzieht, hat man mit vielen kleinen Herausforderungen zu tun. Ein guter Übungsfilm dazu ist auch Agenten sterben einsam. Ich denke neben dem bereits besprochenen Quotes gibt es noch diese Zwei:

Mary Ellison: You must be mad.
Major John Smith: If I wasn't, what would I be doing in this job?

oder dieses
Major John Smith: Lieutenant, in the next 15 minutes we have to create enough confusion to get out of here alive.
Lt. Morris Schaffer: Major, right now you got me about as confused as I ever hope to be.

Auch bei Major Smith, ist es so, dass er einen Plan im Plan im Plan hat. Und diese mit gnadenloser Präzision laufen lässt. Wer es nicht glaubt, der schaue sich den Film an oder lese das Buch. Wenn wir gerade beim Plan im Plan im Plan, dann hilft mir auch dieses Vorgehen immer wieder:

  • Zuerst planen sie den „Best Case“ (das ist ganz einfach; weil dann würde ja alles klappen)
  • Dann stellen Sie sich, den „Worst Case“ vor! Seit ehrlich. Es kommt immer schlimmer als man denkt und Murphy ist nie weit.
  • Und jetzt überlegen Sie sich, wo sie wahrscheinlich landen werden.

Überlegen Sie sich nun, wie sie von ihrer jetzigen Lande-Position zur gewollten Neuen kommen. Auch hier kann es nicht schaden, diesen Plan mit anderen zu teilen. Und ganz wichtig:

  • Wiederholen sie diese Planung regelmässig, dann merken sie auch wo ihre U-Boote verschwunden sind, sich der Fokus sich verändert hat, die Lösung nicht mehr ganz passt und so weiter

Wenn sie das tun und bereits in der Planung Soll-Bruchstellen einbauen, Varianten erlauben und sich auf das Wichtige fokussieren, dann erhöht es die Chance zum Projekt und Portfolio-Erfolg. Ganz wichtig: Versprechen sie nicht schon vor der Umsetzung Lieferdaten, je näher Sie dem geplanten Datum kommen, je mehr können Sie darüber reden! Machen sie dies aber erst, wenn sie eine gewisse Sicherheit und Stabilität haben. Ansonsten werden sie schon sehr früh an Ihren Aussagen gemessen. Und es kommt selten wie geplant. Doch dazu mehr in einem anderen Eintrag.

Wichtig ist auch noch, dass im Dreieck zwischen Lieferinhalt, Lieferqualität und Lieferkosten können immer nur zwei von drei Punkten fixiert werden. Wer alle Drei fixiert hat bereits verloren. Wer mehr dazu wissen möchte, dem sei dieser Eintrag empfohlen. Wem das zu kompliziert ist, hier noch die prägnante Version. Und machen Sie nie die Qualität zum Spielball, das rächt sich immer. Alles andere ist verhandelbar. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Amen!

FacebookLinkedIn

26. Juni, 2016
von ltcmdrdata
Keine Kommentare

Das Wort zum Sonntag: Feau

Feau (Samoanisch) beschreibt die Erinnerung an die guten Dinge, welche man getan hat, während man wütend war

Feau ist wieder so ein sehr spezifisches Wort, welches eine ganz spezifische Tat in einer Sprache beschreibt. Interessanterweise hat sich dieses Wort nur in Samoanisch durchgesetzt und ist Teil der Sprache geblieben. Vielleicht tut man dort einfach mehr gute Dinge, wenn man wütend ist. Oder vielleicht ist Wut kulturell weniger belastet, als zum Beispiel bei uns. Auf jeden Fall ein schönes Wort, dass auf ein viel zu wenig beachtetes Detail vom Guten in der Wut zeigt.

Übrigens kann Google gar nicht mit dem Wort umgehen. Es schlägt mir konsequent Frau statt Feau vor. Und bei Feau und Samoanisch fragt es nach: „Meintest du: frau spanisch„. Liebes Google eigentlich nicht. Aber schön zu sehen, dass es immer noch Begrenzungen gibt in Deinem Umgang mit Sprache. Wer das nicht glaubt, soll doch mal das Schweizerdeutsche: „Strubeli“ eingeben und nach der Bedeutung fragen. Das erste Resultat ist ein Tierheim. Und „Strubeli“ als Verniedlichung findet man auch nicht im Idiotikon, dem Deutschschweizer Wörterbuch. Dort findet man den „Strubel“ und den findet auch Google übrigens wieder. Es gibt also noch Dinge, die nicht durch Algorithmen abgedeckt sind. Das lässt mich hoffen, bis jemand bei Google diesen Eintrag liest und sich herausgefordert fühlt und sowohl feau, wie auch Strubeli aufnimmt. Ich bin dann ja mal gespannt.

FacebookLinkedIn