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Die Interdependenz (lat. Inter und lat. dependere; also zwischen und abhängig sein) beschreibt wechselseitige Abhängigkeit (Dependenz). Ein schönes Beispiel aus der Ökonomie ist der Bandwagon-Effekt.

Als Bandwagon-Effekt oder auch Mitläufer-Theorie (diese Übersetzung ist nicht wirklich geglückt) bezeichnet man die Wirkung, die ein wahrgenommener Erfolg auf die Bereitschaft ausübt, sich den voraussichtlich erfolgreichen Handlungsweisen anzuschliessen. Zum Beispiel möchten Wähler gerne auf der Gewinnerseite sein, das heisst sie wählen eher die Kandidaten, von denen sie erwarten, dass sie siegreich sein werden.

Eine ausgezeichnete Beschreibung schenkt uns auch Paul Watzlawick:

„Jedermann weiss, was es bedeutet, wenn ein Ding von einem anderen abhängt. Wenn aber dieses andere, zweite Ding im selben Masse vom ersten abhängt, so nennt man diese Beziehungsform interdependent.“

Wer nun denkt, er begegnet nie einer Interdependenz, der irrt sich. Jede Art von Beziehung, ist in sich eine Interdependenz. Die Anzahl der Interaktionen führt automatisch zu einem sich gegenseitigen annähern. Also viel Spass damit. Wer noch mehr Spass haben will, soll sich mal achten, in wie vielen Interdependenz er oder sie unterwegs sind. Es ist mehr als man denkt.

1 thought on “Das Wort zum Sonntag: Interdependenz

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