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Das Wort zum Sonntag: Agonist

4. September 2010 Keine Kommentare

Als Agonist (griechisch αγωνιστής, agonistís – der Tätige, Handelnde, Führende) wird in der Pharmakologie eine Substanz (Ligand) bezeichnet, die durch Besetzung eines Rezeptors die Signaltransduktion in der zugehörigen Zelle aktiviert.

Ein Agonist kann sowohl eine körpereigene Substanz sein als auch eine körperfremde Verbindung, die einen bestimmten Botenstoff in seiner Wirkung zulassen, verändern oder unterdrücken. Chemische Verbindungen, die sich an einen Rezeptor binden, diesen aber nicht aktivieren, bezeichnet man dagegen als Antagonist. Nur damit das auch gleich mal gesagt ist.

Es gibt verschiedene Arten von Agonisten: Volle und partielle. Wobei die Partiellen sich nur in der Durchschlagskraft der Wirkung gegenüber den Vollen unterschiedlich verhalten. Es gibt auch inverse Agonisten, die zur Inaktivierung eines spontan-aktiven Rezeptors führen.

Und was Agnostik ist, erfahren wir dann am nächsten Wochenende. :-)

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Das Wort zum Sonntag: Nomophobie

28. August 2010 Keine Kommentare

Nomophobie (im Angelsächsischen Raum Nomophobia) ist ein Kunstwort das für “No Mobile Phone – Phobia“, wörtlich übersetzt: “Kein-Handy-Angst”. Als Nomophobie bezeichnet man die Angst, mobil unerreichbar für soziale und geschäftliche Kontakte zu sein.

Eine Studie in Grossbritannien ergab, dass etwa die Hälfte aller britischen Handynutzer von Nomophobie betroffen sind. Dies trifft vor allem Männer im mittleren Alter, welche via Blackberry und/oder Smartphone mit ihrem globalen Unternehmen verbunden sind. Seit es nur noch wenige Zeitzonen gibt, wo man einen weltweiten Call (Asien, Amerika und Europa) durchführen kann, muss man(n) immer und überall erreichbar sein, sonst könnte man(n) etwas verpassen.

Dieser Trend wird an uns vorbeiziehen. Sobald wir Beratungsstellen für alle Betroffenen eingerichtet haben. Sichergestellt haben, dass die Feminisierung der Gesellschaft nicht zu schnell fortschreitet. Weil Frauen bei diesem Spiel seltener mitmachen. Warum sollten sie. Wirklich wichtig ist nur, wer nicht immer erreichbar ist. Jeder andere ist ersetzbar.

Also Euch viel Spass, wenn Ihr Euch Eurer Nomophobie hingebt. Oder wenn ihr wieder mal jemanden dabei beobachtet, wie er/sie/es verstohlen auf’s Handy gucken muss.

Das Wort zum Sonntag: Hakuna Matata

6. August 2010 Keine Kommentare

Hakuna Matata ist ein Spruch aus der afrikanischen Sprache Swahili, der wörtlich übersetzt „Es gibt keine“ (hakuna) Schwierigkeiten (matata) heisst.

Der Spruch ist besonders durch den Zeichentrickfilm “Der König der Löwen“ und die anschliessende Zeichentrickserie “Abenteuer mit Timon und Pumbaa” berühmt geworden.  Nachdem ich letzte Woche so viele neue lateinische Worte lernen durfte, ist das wohl das passende Moto für diese Woche. Es hätte ja alles noch viel Schlimmer sein können.

Ansonsten muss es wohl auch mit der Tatsache zu tun haben, dass ich viel mehr TV gucken kann, als sonst. Da sind mir Timon und Pumbaa wieder begegnet und auch das Hakuna Matata. Das einzige Problem ist, dass ich wegen der Rippen nicht wirklich lachen kann.

Es ist so ein wenig wie Folter, wenn ich intensiv lache. Aber auch dann hilft: Hakuna Matata!

Den gleichen Gedanken habe ich auch im Zusammenhang mit meinem neusten Gadget: iPad. Ein lustiges Spielzeug, da fällt mir doch gleich wieder der Pad in Star Trek Next Generation ein. Das Teil macht Spass und wenn mal was nicht geht: Hakuna Matata.

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Das Wort zum Sonntag: Smörgåsbord

23. Juli 2010 Keine Kommentare

Smörgåsbord ist ein schwedisches Buffet, das in Gaststätten und bei privaten Feierlichkeiten angeboten wird. Das Wort von smörgås „Butterbrot“ und bord „Tisch“, wobei der Wortursprung von smörgås (wörtlich Buttergans) aus der Zeit stammt, wo noch selbst gebuttert wurde. Die Butterflocken, die beim Buttern an die Oberfläche stiegen, glichen weissen Gänsen (gås).

Das Buffet besteht aus kalten und warmen Speisen. Die Gäste bedienen sich selbst. Und immer wieder. Ein traditionelles Smörgåsbord beginnt kalten Fischen, verschiedenen Arten Lachs, eingelegten und geräucherten Fischen. Danach folgen kleine warme Speisen. Darunter vor allem die wunderbaren Fleischbällchen, dazu Würste und Kartoffeln. Danach folgt Aufschnitt, mit Brot und Butter. Danach gibt es noch einmal Käse und Cracker. Und wie jedes gute Buffet gibt es einen umfassende Nachtisch. Man wählt zwischen Früchten und Süssem.

Wichtig ist genügend Zeit mitzubringen. Es geht um die guten Gespräche und immer wieder um den Besuch am Buffet. Am Ende nach einem Aquavit steht man auf und kann den Rest des Abends bestreiten.

Wer das ausprobieren will, kann das noch bis Ende September im Hauptbahnhof tun.

Das Wort zum Sonntag: Eukaryoten

17. Juli 2010 Keine Kommentare

Als Eukaryoten oder Eukaryonten (Eukaryota; von altgriechisch εὖ eu „gut“, „echt“ und κάρυον karyon „Nuss“, „Kern“) werden alle Lebewesen mit Zellkern und Zellmembran zusammengefasst. Danke Wiki.

Und was uns Wiki sonst noch wichtiges dazu zu sagen hat: Zusätzlich haben Eukaryoten mehrere Chromosomen, was sie von Prokaryoten unterscheidet. Eukaryoten entwickeln sich immer aus zellkernhaltigen Ausgangszellen (Zygoten, Sporen). Alle anderen zellulären Lebewesen, die keinen echten Zellkern besitzen, Archaeen (Archaea) und Bakterien (Bacteria), darunter die Cyanobakterien (Cyanobacteria), werden als Prokaryoten bezeichnet.

Und wo mir das Wort begegnet ist? Auf der letzten Seite des ersten Bund vom Tages-Anzeiger. Ich muss schon sagen. Ein wunderschönes Wort. Leider wurde es nur ungenau erklärt. Also konnte ich nicht anders als ein wenig Forschung zu betreiben. Ach ja, wegen der Forschung war das Wort ja im Tages-Anzeiger. Es gibt einen Forscherpreis von 500’000 Euro, den man erhalten kann. Und eine Forscherin der Uni Zürich hat ihn erhalten.

Das Geld bekommt man aber nur, wenn man dann auch seinen Forschungsstandort wechselt. Ansonsten ist es nichts mit dem Geld. Auch spannend. So werden also Forscher motiviert. Verglichen mit Menschen aus der Finanzdienstleistungsbranche ist das noch eher Kostengünstig.

Also viel Spass beim Spielen mit den Eukaryoten und geniesst die Wärme.

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Das Wort zum Sonntag: Muse

9. Juli 2010 Keine Kommentare

Eine Muse (griechisch Μούσα) ist eine Person, die einen anderen Menschen zu kreativen Leistungen anspornt oder inspiriert. Oft sind Museen Frauen im Umfeld von Künstlern.

Vor gut einer Woche, hat mich eine Dame als ihre Muse bezeichnet. Das hat mich natürlich sehr geehrt. Der Gedanke nackt vor ihr auf dem Tisch zu liegen, hat es mir schon ein wenig angetan.

Musen werden seit der Antike als göttliche oder genialische Inspirationsquelle für Künstler genannt (Musenkuss; von der Muse geküsst). Ursprung ist die antike Vorstellung, dass Ideen (das Denken) nicht selbst entwickelt, sondern von Göttern (oder eben Musen) von aussen eingegeben werden.

Vielleicht hätte ich mein Bild von Museen nicht nur aus klassischen Bildern gewinnen sollen. Diese eher wohl geformten Rubensfrauen. Ich denke da würde ich auf jeden Fall gut passen. Also, was den Rubens betrifft.

Ich denke aber schon, dass jeder/jede eine Muse oder einen oder mehrere Gesprächspartner benötigt um das Leben zu teilen und zu erzählen. Und ab und zu einen Musenkuss zu erhalten hat sicher seinen Reiz.

Viel Spass mit Eurer Muse!

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Das Wort zum Sonntag: Anachronismus

3. Juli 2010 Keine Kommentare

Die Wörter Anachronismus und anachronistisch gehen auf griechische Wurzeln zurück und heissen wörtlich übersetzt gegen die Zeit. Damit sind unzeitgemässe Ansichten gemeint oder Dinge und Begriffe, die fälschlicherweise einer Epoche zugehörig dargestellt werden, in der sie nicht mehr oder noch nicht existieren, oder die ihre Existenzberechtigung verloren haben. Verwendet werden diese Begriffe auch im Sinne von nicht mehr zeitgemäss.

Anachronismen in meinem Berufsfeld sind zum Beispiel: Schiefertafeln oder andere wertvolle Errungenschaften der Neusteinzeit. Heute heissen solche Teile: iPad oder EBook. Selbstverständlich gibt es immer wieder die Möglichkeit einer Renaissance von Anachronismen. Gute Beispiele dafür finden sich in der Mode. Momentan sind die 80ziger wieder in. Leggins und Haremshosen. Ob wir damit das wirklich wichtige aus der Zeit gerettet haben.

Auch sonst ist ein Anachronismus der besonderen Art im Gang: Der Sommer hat sich zurückgemeldet und scheint uns mehr als eine Woche erhalten zu bleiben. Das ist wohl das Beste was uns passieren kann. Heisse Fussballspiele, auch eher eine Seltenheit und ein heisser trockener Sommer.

Euch allen viel Spass und vergesst nicht, dass Eure Partner nie Anachronismen sein können.

Das Wort zum Sonntag: Stutenbissig

19. Juni 2010 Keine Kommentare

Weil mir das Wort in der letzten Zeit mal wieder begegnet ist und Michèle Roten darüber geschrieben hat.

Die Stutenbissigkeit ist ein Begriff aus der Verhaltensbiologie bei Pferden. Der Begriff ist auf das Sozialverhalten von Pferden in einem Herdenverbund zurückzuführen.

Leider ist das überhaupt nicht, die Bedeutung, die mir zu diesem Wort verholfen hat, sondern wohl eher diese Beschreibung.

Rivalität von Frauen untereinander im Berufsleben wird oft als Stutenbissig bezeichnet

Mir hat die folgende Beschreibung von Frau Roten sehr gefallen:

… aber als Frau kann man nichts Negatives über eine andere Frau sagen, ohne dass man sofort unter «stutenbissig» verbucht wird …

Interessanterweise findet Stutenbissigkeit sehr viel weniger häufig statt, als wir Männer vermuten. Der Begriff kann aber sehr gut dazu verwendet werden, dass sich Frauen wieder zusammen raufen. Etwas das Männer dann beim Bier tun. Das Verhalten ist immer das selbe. Die Ausmarchung um das Dasein als Leittier.

Und allen, die sich jetzt berührt fühlen, möchte ich sagen, dass ich nie daran gedacht habe, dass ihr wirklich stutenbissig seit, ihr habt einfach bodenständige Diskussionen gehabt und euch dann gut zusammen gerauft.

Das Wort zum Sonntag: Eifersüchtig

11. Juni 2010 Keine Kommentare

Eifersucht (Altdeutsch eiver = das Herbe, Bittere; Erbitterung und althochdeutsch suht = Sucht; das zusammengesetzte Substantiv Eifersucht existiert erst seit dem 16. Jahrhundert, das davon abgeleitete Adjektiv eifersüchtig erst seit dem 17. Jahrhundert), beschreibt eine schmerzhafte Emotion, die man bei einer nicht oder nur in ungenügendem Masse erhaltenen Anerkennung seitens einer sehr geschätzten oder vor allem geliebten Bezugsperson gegenüber einer damit tatsächlich oder vermeintlich stärker begünstigten verspürt, von der man (umgangssprachlich) ausgestochen wird.

Die Eifersucht ist ein gutes Beispiel für ein Wort, das es in sich hat. Den Eifer auf der einen Seite und die Sucht auf der anderen Seite. Hier ist alles in sich schon beschrieben. Mehr müsste man dazu nicht sagen. Wie die Ent-Täuschung die es auch in sich trägt und aus einem eigentlich negativen Wort etwas im Wortsinn sehr positives macht. Eine Täuschung weniger in sich tragen. Der Eifer ist grundsätzlich die positive Komponente dieses Wortes. Beispiel gefällig: Wer eifrig lernt, wird es mal weit bringen. Jede Art von Sucht ist dagegen wohl als negativ zu werden. Sie verstärkt die in sich positive Komponente durch ihren Einfluss und verkehrt sie.

Eifersucht setzt ein Subjekt, aber zwei Objekte voraus: das Objekt des Besitzanspruches und/oder der Verlustangst (den Partner) und das Objekt der Eifersucht, die Bedrohung (den „Eindringling“ in die Zweierbeziehung).  Objekt der Eifersucht ist meist ebenfalls eine Person, kann allerdings theoretisch alles sein, durch das jemand seinen Besitzanspruch oder seine besondere Position im Leben eines anderen gefährdet sieht, wie zum Beispiel ein zeitraubendes berufliches Projekt.

Die Ursache für Eifersucht kann ein Selbstwert-Defizit sein. Im Fall von Eifersucht empfindet der Betroffene mangelnde Wertschätzung durch eine konkrete Person, Neid hingegen entzündet sich an den eigenen Wertvorstellungen oder denjenigen, die der Betroffene in eine soziale Gruppe bzw. die Gesellschaft projiziert.

Eifersucht ist einfach zu überwinden. Durch eine an sich durchgeführte Neupositionierung der Wertigkeit des Objekts, kann das Suchtverhalten korrigiert werden. Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Eifersucht ist, dass wir ihr viele wunderbare Opern verdanken. Geschichten, die ohne Liebe und Eifersucht gar nie entstanden wären. Beispiele: Nabucco, Othello oder Cefalo e Procride, eine seltener gespielte Barock-Oper.

Und beim nächsten Fall von aktuer Eifersucht empfehle ich einen Opernbesuch, dann ist die Eifersucht meistens auch geheilt. Dauert nur 3 Stunden!

Das Wort zum Sonntag: Bipolare Störung

4. Juni 2010 Keine Kommentare

Die Bipolare affektive Störung (auch bekannt unter der Bezeichnung „manisch-depressive Erkrankung”) ist eine psychische Störung und gehört zu den Affektstörungen. Sie zeigt sich bei den Betroffenen durch episodische, willentlich nicht kontrollierbare und extreme Auslenkungen des Antriebs, der Aktivität und der Stimmung, die weit ausserhalb des Normalniveaus in Richtung Depression oder Manie schwanken.

Diese Bezeichnung, welch in der Fachwelt, den Begriff manisch-depressiv abgelöst hat, verschleiert auf eine spannende Art und Weise, das Problem. Die Beschreibung neigt zu einer sehr viel sachlicheren Wortwahl, als der Begriff manisch-depressiv. Bipolar beschreibt in sich auch die Aufteilung in zwei starke Attraktoren und beschreibt hier die extreme Auslenkung und die Schwankungen. In der heutigen Welt sind nur noch wenige Dinge wirklich Bipolar, also Schwarz und Weiss. Die meisten Dinge, haben heute etliche Facetten, sei es die Weltordnung, die Natur, die Zusammenhänge in Systemen. Selten sind Elemente in sich geschlossen unterwegs und beschreibbar geworden.

Bei der Krankheit selber, sind die Gegenpole von Manie und Depression, welche sich gegenüber stehen. Beides Elemente, die der Mensch in sich trägt und die sich selbsttätig kontrollieren, respektive durch den Willen geführt werden. Im Krankheitsfall besteht für den Betroffenen keine Chance diese Pole mehr zu kontrollieren.

Die Bipolare Störung wird oft mit Kreativität in Verbindung gebracht, zu den Betroffenen zählen viele erfolgreiche Menschen. Der gesteigerte Antrieb in hypomanen Phasen kann für ungewöhnliche und gewagte Projekte begeistern, und Ziele werden oft mit grossem Engagement verfolgt. Eine „Romantisierung“ der Krankheit ist aber unangebracht, ihre Folgen sind oft sehr schwerwiegend.

Darum freuen wir uns jetzt über die Bipolaren Störungen im Wetter und die Tatsache, dass dieses Wochenende wieder ein sehr schönes sein wird.