Das Wort zum Sonntag: Muse

9. Juli 2010 Keine Kommentare

Eine Muse (griechisch Μούσα) ist eine Person, die einen anderen Menschen zu kreativen Leistungen anspornt oder inspiriert. Oft sind Museen Frauen im Umfeld von Künstlern.

Vor gut einer Woche, hat mich eine Dame als ihre Muse bezeichnet. Das hat mich natürlich sehr geehrt. Der Gedanke nackt vor ihr auf dem Tisch zu liegen, hat es mir schon ein wenig angetan.

Musen werden seit der Antike als göttliche oder genialische Inspirationsquelle für Künstler genannt (Musenkuss; von der Muse geküsst). Ursprung ist die antike Vorstellung, dass Ideen (das Denken) nicht selbst entwickelt, sondern von Göttern (oder eben Musen) von aussen eingegeben werden.

Vielleicht hätte ich mein Bild von Museen nicht nur aus klassischen Bildern gewinnen sollen. Diese eher wohl geformten Rubensfrauen. Ich denke da würde ich auf jeden Fall gut passen. Also, was den Rubens betrifft.

Ich denke aber schon, dass jeder/jede eine Muse oder einen oder mehrere Gesprächspartner benötigt um das Leben zu teilen und zu erzählen. Und ab und zu einen Musenkuss zu erhalten hat sicher seinen Reiz.

Viel Spass mit Eurer Muse!

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Android 2.2

4. Juli 2010 Keine Kommentare

Seit mein bewährter Nokia Communicator E90 seinen Geist ein wenig aufgegeben hat, arbeite ich mit einem Nexus One Telefon von HTC, auch bekannt als Google Phone. Es ist wirklich faszinierend zu sehen, was das Teil so alles.

Diesen Morgen hat es mich dann zum Update auf Android 2.2 eingeladen. Zwei mal Ja geklickt und installiert. Ich bin immer noch begeistert, vor allem seit ich jetzt auch meine Klingeltöne drauf geladen habe.

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Das Wort zum Sonntag: Anachronismus

3. Juli 2010 Keine Kommentare

Die Wörter Anachronismus und anachronistisch gehen auf griechische Wurzeln zurück und heissen wörtlich übersetzt gegen die Zeit. Damit sind unzeitgemässe Ansichten gemeint oder Dinge und Begriffe, die fälschlicherweise einer Epoche zugehörig dargestellt werden, in der sie nicht mehr oder noch nicht existieren, oder die ihre Existenzberechtigung verloren haben. Verwendet werden diese Begriffe auch im Sinne von nicht mehr zeitgemäss.

Anachronismen in meinem Berufsfeld sind zum Beispiel: Schiefertafeln oder andere wertvolle Errungenschaften der Neusteinzeit. Heute heissen solche Teile: iPad oder EBook. Selbstverständlich gibt es immer wieder die Möglichkeit einer Renaissance von Anachronismen. Gute Beispiele dafür finden sich in der Mode. Momentan sind die 80ziger wieder in. Leggins und Haremshosen. Ob wir damit das wirklich wichtige aus der Zeit gerettet haben.

Auch sonst ist ein Anachronismus der besonderen Art im Gang: Der Sommer hat sich zurückgemeldet und scheint uns mehr als eine Woche erhalten zu bleiben. Das ist wohl das Beste was uns passieren kann. Heisse Fussballspiele, auch eher eine Seltenheit und ein heisser trockener Sommer.

Euch allen viel Spass und vergesst nicht, dass Eure Partner nie Anachronismen sein können.

Das Wort zum Sonntag: Burlesque oder Burleske

26. Juni 2010 Keine Kommentare

Die Burleske (von ital. burla, Scherz, Spass, burlesco, scherzhaft) ist im Theater eine derbe Komödie. Oder Burlesque was sich auf eine Gattung des US-amerikanischen Unterhaltungstheaters bezieht.

Zwischen der derben Komödie und den Artistinnen, welche sich nicht vollständig entkleiden, sondern sich Burlesque nur von gewissen Kleidungsstücke trennen, hat dieses Wort vor allem phonetisch eine grosse Bandbreite. Leider hat sich das Burlseque Verhalten bereits wieder überlebt, weil das Ausziehen von Handschuhen, das dabei zur erotischen Attraktion wurde, heute durch den Striptease und das wirklichen Ausziehen bereits überholt ist. Heute gibt es nur noch burlesque Mode und burlseke Scherze.

Und trotzdem ein schönes Wort. Es hat viel gemeinsam mit Feinheiten. Es kann genutzt werden um viele Dinge in einen Satz zu packen und trotzdem zweideutig zu bleiben.

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Das Wort zum Sonntag: Stutenbissig

19. Juni 2010 Keine Kommentare

Weil mir das Wort in der letzten Zeit mal wieder begegnet ist und Michèle Roten darüber geschrieben hat.

Die Stutenbissigkeit ist ein Begriff aus der Verhaltensbiologie bei Pferden. Der Begriff ist auf das Sozialverhalten von Pferden in einem Herdenverbund zurückzuführen.

Leider ist das überhaupt nicht, die Bedeutung, die mir zu diesem Wort verholfen hat, sondern wohl eher diese Beschreibung.

Rivalität von Frauen untereinander im Berufsleben wird oft als Stutenbissig bezeichnet

Mir hat die folgende Beschreibung von Frau Roten sehr gefallen:

… aber als Frau kann man nichts Negatives über eine andere Frau sagen, ohne dass man sofort unter «stutenbissig» verbucht wird …

Interessanterweise findet Stutenbissigkeit sehr viel weniger häufig statt, als wir Männer vermuten. Der Begriff kann aber sehr gut dazu verwendet werden, dass sich Frauen wieder zusammen raufen. Etwas das Männer dann beim Bier tun. Das Verhalten ist immer das selbe. Die Ausmarchung um das Dasein als Leittier.

Und allen, die sich jetzt berührt fühlen, möchte ich sagen, dass ich nie daran gedacht habe, dass ihr wirklich stutenbissig seit, ihr habt einfach bodenständige Diskussionen gehabt und euch dann gut zusammen gerauft.

Das Wort zum Sonntag: Eifersüchtig

11. Juni 2010 Keine Kommentare

Eifersucht (Altdeutsch eiver = das Herbe, Bittere; Erbitterung und althochdeutsch suht = Sucht; das zusammengesetzte Substantiv Eifersucht existiert erst seit dem 16. Jahrhundert, das davon abgeleitete Adjektiv eifersüchtig erst seit dem 17. Jahrhundert), beschreibt eine schmerzhafte Emotion, die man bei einer nicht oder nur in ungenügendem Masse erhaltenen Anerkennung seitens einer sehr geschätzten oder vor allem geliebten Bezugsperson gegenüber einer damit tatsächlich oder vermeintlich stärker begünstigten verspürt, von der man (umgangssprachlich) ausgestochen wird.

Die Eifersucht ist ein gutes Beispiel für ein Wort, das es in sich hat. Den Eifer auf der einen Seite und die Sucht auf der anderen Seite. Hier ist alles in sich schon beschrieben. Mehr müsste man dazu nicht sagen. Wie die Ent-Täuschung die es auch in sich trägt und aus einem eigentlich negativen Wort etwas im Wortsinn sehr positives macht. Eine Täuschung weniger in sich tragen. Der Eifer ist grundsätzlich die positive Komponente dieses Wortes. Beispiel gefällig: Wer eifrig lernt, wird es mal weit bringen. Jede Art von Sucht ist dagegen wohl als negativ zu werden. Sie verstärkt die in sich positive Komponente durch ihren Einfluss und verkehrt sie.

Eifersucht setzt ein Subjekt, aber zwei Objekte voraus: das Objekt des Besitzanspruches und/oder der Verlustangst (den Partner) und das Objekt der Eifersucht, die Bedrohung (den „Eindringling“ in die Zweierbeziehung).  Objekt der Eifersucht ist meist ebenfalls eine Person, kann allerdings theoretisch alles sein, durch das jemand seinen Besitzanspruch oder seine besondere Position im Leben eines anderen gefährdet sieht, wie zum Beispiel ein zeitraubendes berufliches Projekt.

Die Ursache für Eifersucht kann ein Selbstwert-Defizit sein. Im Fall von Eifersucht empfindet der Betroffene mangelnde Wertschätzung durch eine konkrete Person, Neid hingegen entzündet sich an den eigenen Wertvorstellungen oder denjenigen, die der Betroffene in eine soziale Gruppe bzw. die Gesellschaft projiziert.

Eifersucht ist einfach zu überwinden. Durch eine an sich durchgeführte Neupositionierung der Wertigkeit des Objekts, kann das Suchtverhalten korrigiert werden. Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Eifersucht ist, dass wir ihr viele wunderbare Opern verdanken. Geschichten, die ohne Liebe und Eifersucht gar nie entstanden wären. Beispiele: Nabucco, Othello oder Cefalo e Procride, eine seltener gespielte Barock-Oper.

Und beim nächsten Fall von aktuer Eifersucht empfehle ich einen Opernbesuch, dann ist die Eifersucht meistens auch geheilt. Dauert nur 3 Stunden!

Ein Lob der ganz besonderen Art

7. Juni 2010 Keine Kommentare

Hier ein Auszug aus einem Lob, das mich gefreut hat. Wir haben an diesem Anlass zum ersten Mal eine Präsentation gemacht und nicht nur Text in PowerPoint:

Ich wollte aber nicht umhin, Dir noch zu Deinem Auftritt am kürzlichen Mgr-Mtg zu gratulieren – das hat motiviert. Ausdruckstark, beispielreich, souverän, witzig, und trotz der lockeren Form durch’s Band inhaltlich relevant & wertvoll. Rundwegs sinnstiftend und spass-streuend: Hoffentlich bald mal wieder!

Vielen Dank! Ich habe mich sehr darüber gefreut. Auch wenn ich mit der Person, die mich hier lobt gar nichts anfangen kann. Bei Belbin würde man jetzt von der Bipolarität zwischen Shaper und Plant sprechen. Auf jeden Fall haben wir uns in einem Moment unserer gemeinsamen Reise gut gefühlt zusammen.

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Das Wort zum Sonntag: Bipolare Störung

4. Juni 2010 Keine Kommentare

Die Bipolare affektive Störung (auch bekannt unter der Bezeichnung „manisch-depressive Erkrankung”) ist eine psychische Störung und gehört zu den Affektstörungen. Sie zeigt sich bei den Betroffenen durch episodische, willentlich nicht kontrollierbare und extreme Auslenkungen des Antriebs, der Aktivität und der Stimmung, die weit ausserhalb des Normalniveaus in Richtung Depression oder Manie schwanken.

Diese Bezeichnung, welch in der Fachwelt, den Begriff manisch-depressiv abgelöst hat, verschleiert auf eine spannende Art und Weise, das Problem. Die Beschreibung neigt zu einer sehr viel sachlicheren Wortwahl, als der Begriff manisch-depressiv. Bipolar beschreibt in sich auch die Aufteilung in zwei starke Attraktoren und beschreibt hier die extreme Auslenkung und die Schwankungen. In der heutigen Welt sind nur noch wenige Dinge wirklich Bipolar, also Schwarz und Weiss. Die meisten Dinge, haben heute etliche Facetten, sei es die Weltordnung, die Natur, die Zusammenhänge in Systemen. Selten sind Elemente in sich geschlossen unterwegs und beschreibbar geworden.

Bei der Krankheit selber, sind die Gegenpole von Manie und Depression, welche sich gegenüber stehen. Beides Elemente, die der Mensch in sich trägt und die sich selbsttätig kontrollieren, respektive durch den Willen geführt werden. Im Krankheitsfall besteht für den Betroffenen keine Chance diese Pole mehr zu kontrollieren.

Die Bipolare Störung wird oft mit Kreativität in Verbindung gebracht, zu den Betroffenen zählen viele erfolgreiche Menschen. Der gesteigerte Antrieb in hypomanen Phasen kann für ungewöhnliche und gewagte Projekte begeistern, und Ziele werden oft mit grossem Engagement verfolgt. Eine „Romantisierung“ der Krankheit ist aber unangebracht, ihre Folgen sind oft sehr schwerwiegend.

Darum freuen wir uns jetzt über die Bipolaren Störungen im Wetter und die Tatsache, dass dieses Wochenende wieder ein sehr schönes sein wird.

Out of Offices ….

3. Juni 2010 Keine Kommentare

Es ist schön, wenn ein gut geschriebener “Out of Office” etwas bewirkt:

PS to use the colourful pictures that he usually adopts in his out-of-office replies, I am starting to consider the intervention of the Inquisition from the 15th century with Stewart in the role of the heretic or in alternative asking the intervention of an exorcist. :-) )

Es geht schliesslich nichts über blühende Fantasie!

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The worst job in the world

2. Juni 2010 Keine Kommentare

Zwischen den Engagementen hat man ja mehr Zeit. Und heute bin ich auf die folgende “Job Offer” gestossen. Wunderbar!

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