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Das Wort zum Sonntag: Reframing

Der Begriff Reframing (aus dem Englischen, zu Deutsch: Umdeutung) beschreibt eine Methode aus der systemischen Therapie, welche von Virgina Satir eingeführt wurde. Reframing basiert darauf, dass man durch neurolinguistische Programmierung (NLP) Erkenntnisse aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Das Reframing ist dabei die Methode der Neueinordnung.

Durch das Reframing wird einer Situation oder einem Geschehen eine andere Bedeutung oder ein anderer Sinn zugewiesen, und zwar dadurch, dass man versucht, die Situation in einem anderen Kontext (oder „Rahmen“) zu sehen. Die Metapher hinter dem Ausdruck geht darauf zurück, dass ein Bilderrahmen entscheidend dafür sein kann, ob ein Kunstwerk dem Betrachter unscheinbarer oder schöner erscheint. Der Rahmen ist auch eine Metapher dafür, dass unsere Sicht immer begrenzt ist. bedeutet auch ein Konzept, was unsere Sicht eingrenzt. Verlassen wir diese geistige Festlegung, so können neue Vorstellungen und Deutungsmöglichkeiten entstehen. Wie ist das Lehrbuch-Vorgehen:

1. Problem erkennen
Was geschieht? Welche Situationen können beschrieben werden? Wer ist auf welche Art an der Situation beteiligt?

2. Reaktionen im Normalfall
Wie reagieren die Beteiligten im Normalfall? Was ist typisch an diesen Reaktionen? Welche Ergebnisse erzielen diese Reaktionen?

3. Eigene Deutung erkennen
Wie erkläre ich mir selber die Reaktionen der Beteiligten? Welche Werthaltungen sind hinter diesen Deutungen?

4. Positive Deutungen finden
Wie kann ich das Verhalten positiv deuten? In welcher Weise wird in diesem Verhalten etwas Positives gestärkt?

5. Neue Reaktionen anwenden
Welche neuen Verhaltensweisen kann ich anwenden, nachdem ich bei 4. neue positive Deutungen gefunden habe? Was kann ich sagen oder tun, damit die andern Beteiligten meine neue Sichtweise spüren können? (Glaubhaftigkeit! Ich darf nichts vormachen! Ich muss von der Neudeutung überzeugt sein! Kein Sarkasmus!)

Auch bluetime hat sich des Themas angenommen. Ich denke Reframing zielt darauf das Positive einer Situation herauszuarbeiten. Korrekt beschreibt es aber einfach einen Prozess, der in beide Richtungen funktioniert. Zum Beispiel ins Positive, wenn eine Liebesbeziehung beginnt, man sieht den anderen sehr viel positiver als er viellicht wirklich ist. Beim Ende der Beziehung, kann dann ein Reframing ins Gegenteil geschieht, weil ja dann auch bewiesen werden sollte, dass es immer schon klar war, was Falsch war. So funktioniert der Prozess immer in beide Richtungen. Ich denke es ist gut, den Ablauf zu kennen und sich ab und zu darüber im klaren zu sein, was man tut. Dazu nutzt man dann seinen Metakommunikator. Also viel Spass beim Reframing mit Eurer Begleitung.

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