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Das Wort zum Sonntag: Ambidextrie

Ambidextrie, vom Lateinischen ambo für „beide“ und dexter „rechte Hand“, auf Deutsch Händigkeit, beschreibt, dass die Geschicklichkeit beider Hände oder Beine gleich ausgeprägt ist

Als Linkshänder, der sich auch schon das Schlüsselbein gebrochen hat, weiss ich wie wertvoll Ambidextrie sein kann. Respektive, wie schlimm meine Charakterschrift war, wenn sie noch mit der schwächeren Hand geschrieben wurde.

In Unternehmen wird der Begriff der „organisationalen Ambidextrie“ gerne verwendet, um das Zusammenspiel von Exploitation (Ausnutzung von Bestehendem) und Exploration (Erkundung von Neuem) zu beschreiben. Dabei unterscheidet man die

  • kontextuelle Ambidextrie beschreibt die organisatorische Faktoren, wie Führung, Werte und Normen, welche es erlauben ein Unternehmen je nach Aufgabe situativ zu steuern. Die Herausforderung dieses Ansatz besteht darin die Organisation so zu gestalten, dass Mitarbeitende sich im Spannungsfeld von Exploitation und Exploration zu Recht finden und der Umgang mit Konflikt akzeptiert und unterstützt wird.
  • strukturelle Ambidextrie beschreibt einen Ansatz, wo mit Hilfe von dualen Strukturen die Exploitation und Exploration getrennt werden. Hierfür werden differenzierte Organisationseinheiten geschaffen.

Beide Ansätze ermöglichen es eine Unternehmen mit einer VUCA Welt umzugehen. Welcher Ansatz mehr hilft mit einer komplexen Welt umzugehen, hängt übrigens vom Einzelfall ab. Ich tendiere zur kontextuellen Ambidextrie, weil wir dann keine Probleme mit „Not invented here“ haben. Sie können also selber Entscheiden, was Ihnen näher ist und was besser passt. Was schwierig ist, wenn sie beide Ansätze gleichzeitig umsetzen möchten. Dann haben sie immer hin einen Beitrag zur Verwirrung geschaffen.

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