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Das Wort zum Sonntag: Petrichor

Petrichor aus dem Griechischen πέτρα (petra) für Stein und ἰχώρ Ichor, der Flüssigkeit, die in den Adern der griechischen Götter fliesst.

Umgangssprachlich bezeichnet Petrichor den Geruch nachdem Regen auf trockene Erde gefallen ist.

Der Begriff wurde 1964 von zwei australischen Forschern, I.J. Bear und R.G. Thomas, in einem Artikel für die Fachzeitschrift Nature geprägt. Sie beschreiben wie der Geruch durch ein Öl entsteht, das bestimmte Pflanzen während Trockenperioden absondern, welches vom Boden absorbiert wird

Während des Regens wird das Öl, zusammen mit einer anderen Verbindung namens Geosmin, in die Luft freigesetzt.

Geosmin ist ein natürlich vorkommender bicyclischer Alkohol. Die Substanz besitzt einen ausgeprägt erdig-muffigen Geruch und Geschmack und ist für die als typischer Bodengeruch wahrgenommene Empfindung, aber auch für den Geruch von Schimmelpilzen mitursächlich

Durch die Verbindung dieser beiden Stoffe entsteht der markante Geruch.

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass wir diesen Geruch noch am einen oder anderen Morgen riechen dürfen, dann werden auch die Rasen wieder grün, die Bauern wieder zufrieden und alles kühlt ein wenig ab.

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