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Das Wort zum Sonntag: Kummerspeck

Kummerspeck beschreibt gemäss Duden ein durch vieles Essen aus Trostbedürfnis bei seelischen Problemen hervorgerufenes äusserlich sichtbares Fettpolster.

Nebenbei ist Kummerspeck eines dieser Worte, die nicht wirklich übersetzt werden können ins Englische. Wir alle wissen: Essen ist tröstlich. Schon in der Kindheit hilft nichts so schnell über eine Schramme hinweg wie Schokolade. Später lindert Seelenfutter Liebeskummer, Bürostress oder Familienärger.

Übrigens darf man nach den Festtagen gerne ein paar Kilos mehr auf den Rippen haben. Das macht gar nichts. Es ist nämlich nicht sehr relevant was man zwischen Weihnachten und Neujahr isst. Dafür macht es einen Unterschied, was man zwischen Neujahr und Weihnachten futtert.

Es kann sein, dass Stressoren  wie Existenzangt, Überforderung oder auch Einsamkeit direkten Zugriff auf das Hirn nehmen. Darum ist die Esslust ja auch in der Hirnregion zuhause, wo die sexuelle Befriedigung und sonstige spannende Dinge stattfinden. Um seinen Stressoren zu begegnen hilft die Salutogenese. Wenn also über die Zeit der Kummerspeck zunimmt, dann ist bei Stressessern das Kontrollvermögen für das eigene Essverhalten unter Anspannung reduziert. Es kommt zu spontanen Essanfällen. Wer sich aber Zeit nimmt und andere Dinge findet für die Befriedigung, der kann seinen Kummerspeck hinter sich lassen.

Oder wie hat das letztes Jahr jemand sehr schön gesagt: Man kann auch mit einem BMI um die 30 sehr viel Spass haben.

Also viel Spass im neuen Jahr.

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