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Das Wort zum Sonntag: Unterschleif

Unterschleif wird im süddeutschen Raum für das Spicken während einer Prüfung verwendet und im Österreichischen für Unterschlagung oder Unredlichkeit.

Somit ist dann Unterschleif treiben auch die Beschreibung für zur Gewohnheit gewordenen Unterschlagung. Früher hatte das Wort auch noch die Bedeutung des Unterschlupfs. Hat sich aber in seiner Form wohl ein wenig geändert. Wer sich als Unterschleif erarbeitet, der sollte davon absehen, diese unerlaubte Hilfe an die Prüfung mitzubringen.

Eigentlich ist die Vorbereitung zum Unterschleif entscheidend für den Prüfungserfolg. Wer nämlich den Spickzettel wirklich schreibt, der versteht meistens auch den Stoff, weil er oder sie ja die Informationen auf möglichst kleinem Raum unterbringen muss. Selbstverständlich wird heute eher selten mehr auf Papier ein Spick erstellt sondern eher für das Tablet, Smartphone oder die Uhr. Gut ist, dass man seine Dinge meistens speichern kann. Und wer genug effizient ist, kann sie auch nutzen.

Darum sind die meisten Prüfungen heute so ausgelegt, dass der Anteil an Auswändig zu Lernendem immer kleiner wird und der Anteil an praktischer Arbeit immer grösser ist. Das ist auch gut so. Die meisten Informationen kann man googlen und wenn etwas ungoogleable ist, dann ist es wohl schwieriger zu merken oder bewusst nicht im Internet. Heute gibt es Leute, die sich daraus einen Spass machen, nicht im Internet zu sein. Leider wird damit auch die digitale Demenz grösser.

Im Kontext von Unterschlagung beschreibt Unterschleif übrigens die nötigen Mittel, welche etwas in Bewegung halten, vor allem die Mühle in früheren Zeiten.

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