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Das Wort zum Sonntag: Filter Bubble

Die Filter Bubble (auf Deutsch: Filterblase  oder Informationsblase (englisch informational bubble) ist ein Begriff, der vom Internetaktivisten Eli Pariser in seinem gleichnamigen Buch verwendet wird.

Gemäss Pariser entstehe die Filterblase, weil Webseiten versuchen, algorithmisch vorauszusagen, welche Informationen der Benutzer auffinden möchte – dies basierend auf den verfügbaren Informationen über den Benutzer (beispielsweise Standort des Benutzers, Suchhistorie und Klickverhalten). Daraus resultiere eine Isolation gegenüber Informationen, die nicht dem Standpunkt des Benutzers entsprechen. In seiner Kolumne führt Mario Sixtus aus, dass „Algorithmen sind zu dumm für die Herstellung von Filterbubbles.“

Was aber auf jeden Fall zutrifft, dass via das Internet Dinge viel schneller einen viel grösseren Kreis von Menschen be-treffen können. Grundsätzlich sind zwei psychologische Phänomene am Werk: Zum einen den so genannten Bestätigungsfehler, also die Tendenz der menschlichen Wahrnehmung, Informationen zu bevorzugen, die den eigenen Überzeugungen und Hypothesen entsprechen. Zum anderen das Gruppenverhalten. Die eigene Ansicht kann ja nicht so falsch sein, wenn sie dauernd bestätigt wird. Das selbe passiert auch als Schwarm- oder Herdenverhalten von Menschen bestens erforscht.

Wem das alles zu viel ist, Kruse hat das ganz einfach erklärt.

Was bedeutet das jetzt für jeden Einzelnen? Es ist wie immer: „Die Dosis macht’s“. Die richtige Dosierung muss jeden Tag auf’s neue Erarbeitet werden. Gemäss sixtus ist die e unspektakuläre und unbequeme Lösung: Selbstkontrolle, Selbstkritik, Selbsthinterfragung – was zu dem amüsanten Paradoxon führt, dass man mitunter intern genau das selbst erledigen muss, was man mühsam extern heraus gefiltert hat. Viel Spass.

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