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Ich – Welt: Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft oder warum sich alles um Plan B dreht

Ich weiss gar nicht, warum die letzten 10 Tage eine Zenbuddhistische Übung geworden sind. Es sind im Geschäft die Wochen bevor es beginnt. Alle wissen, was passiert, aber alle warten bis etwas passiert. Im besten Fall ist es wie im Militär: Man wartet und nichts passiert. Im schlimmsten Fall rennt man ohne Ende. Und normalerweise ist es irgendetwas dazwischen: Man rennt, man wartet. Genau wie im Militär! Und wie im Militär weiss die Mannschaft nie genau, warum gerannt oder gewartet wird.

Auf jeden Fall sind es drei Weisheiten, die mich momentan bewegen:

Jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt.

Diese Weisheit von Laotse, im Original: 千里之行,始於足下。 – Qiān lǐ zhī xíng, shǐ yú zúxià. („Eine Reise von tausend Meilen beginnt unter deinem Fuss.“). Das ist meine Meinung zu unseren Schritten auf dem Weg zum agilen Unternehmen. Es ist für eine Versicherung nicht ganz einfach agil zu sein, Dinge auszuprobieren. Wir haben unsere ersten MVP’s erfolgreich hinter uns gebracht. Die Idee eines „Minimal Viable Product“ ist neu für uns. Wir lernen in solchen Projekten, wie wir auch mit unseren Apps lernen. Die gute Neuigkeit ist, dass wir mehr Richtig gemacht haben als Erfahrungen gesammelt. Die Kunden haben uns überrannt. Was für ein tolles Erlebnis.

Nun sind wir am Punkt, wo wir unsere erste Anwendung ganz im Sinn von Scrum weiterentwickeln. Ich freue mich sehr darauf. Das Vorgehen wird unsern Kunden und uns helfen zu zeigen, dass wir machen, was sie sich wünschen. Ich freue mich darauf, solche Dinge mit den Fachbereichen umzusetzen.

Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft

Ab und zu begegnet man Menschen, die sehr überzeugend sein können. Ab und zu möchte man einen Prozess abkürzen, Gewalt als Machtmittel einsetzen. Ab und zu denkt man, dass hier junges, dynamisches Personal wieder die gleichen Fehler macht. Genau dann verspüre ich die Lust zu kämpfen. Auch wenn es mit dem Älter werden schon viel besser geworden ist. Sun Zu erwähnt dies immer wieder und auch in den Strategemen kommt dieser Punkt häufiger vor. Erstens geht es nicht um das Kämpfen, sondern um das Gewinnen und zweitens besteht ja immer die Chance, dass sich der Gegner selber aus dem Rennen nimmt. Auf jeden Fall bin ich an etlichen Punkten angekommen, ohne zu kämpfen. Sei es nun Ausbauten, Umbauten oder gar Revisionen. Und das ist gut so. Und darüber freue ich mich sogar ein wenig.

Warum glauben wir, dass der Gegner sich an unseren Plan hält?

Meistens setzen wir Innovation als Projekt um. Eines der Probleme ist aber, dass wir einen Plan haben. Projekte haben haben das.  Eine klare Vorstellung unseres Vorgehens. Und somit auch eine Vorstellung, was uns passieren könnte und was auch nicht. Nun bemerken wir dann, während wir den Plan umsetzen, dass sich die Umgebung verändert, wir auf Herausforderungen stossen, die wir so nicht erwartet haben. Irgendwie gehen wir immer davon aus, dass der Gegner mit unserem Plan kooperiert, wie wenn er keinen eigenen hätte. Das Problem im Projektmanagement ist, dass wir nicht sehr gut mit dem Ungewissen umgehen können. Es gibt vor allem auch bei der Digitalisierung immer wieder Überraschungen. Und diese wollen behoben werden.

Wie diese Weisheiten aus dem Zen Buddhismus und von Sun Zu zeigen, geht nichts über einen Plan im Plan im Plan und die Ruhe und das Wissen, dass es Gut wird. Das wird es, weil wir als Team effizient sind und viel harte Arbeit im täglichen Schauspiel steckt.

Life is all about how you handle Plan B

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