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Das Wort zum Sonntag: Gerontokratie

Gerontokratie stammt aus dem Griechischen.  γέρων géron (alter Mann) und κράτος krátos (Herrschaft) und bedeutet übersetzt „Herrschaft der Alten“.

Im heutigen Sprachgebrauch wird der Begriff häufig in einem negativen Zusammenhang verwendet. Er bedeutet hier die Unterstellung, dass die eingenommene Machtposition einer Person einzig durch ihr hohes Alter und nicht durch eine Qualifikation entstanden ist. Früher war damit ja auch eine Diktatur gemeint. Ab und zu wird auch der Begriff Dynastie verwendet.

Ursprünglich beschrieb eine Gerontokratie  eine Herrschaftsform, in der hauptsächlich Menschen hohen Alters das politische Handeln bestimmen. Weil hohes Alter meistens mit viel Erfahrung einher ging. Heute ist das nicht mehr zwingend so. Und wir sehen häufiger Abstimmungen, wo die Alten, die Jungen überstimmt. Ob man daraus ableiten soll, dass nur noch Junge stimmen dürfen, würde ich klar verneinen.

In Japan sehen wir ab auch noch andere Probleme dieser Staatsform. Der japanische Tenno wünscht angesichts seines Alters von 82 Jahren, die Kaiserwürde an seinen Sohn weiterzugeben. Und jetzt wird für ihn ein eigegnes Gesetz erlassen, damit er dies in absehbarer Zeit auch kann. Es gibt also auch Alte, die weniger wollen und nicht dürfen.

 

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