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Ich – Welt: Der Gegner, mein Ritter und das Gummischwert

Nachdem wir uns ab und zu schon mit den Herausforderungen des IT Lebens beschäftigt haben, sollten wir uns einmal den eigenen Möglichkeiten zuwenden. Sie kennen das Problem. Sie haben ein Gummischwert bekommen. Ihr Gegenüber hat alles, was sie sich so wünschen, angefangen von Dreidecker des roten Barons bis zu diesen Waffen aus den galaktischen Filmen. Solche Situationen gibt es immer wieder.

Vergessen wir nie daran zu denken, dass nur wir unsere Schwächen kennen. Und das macht es für uns Menschen so schwierig. Wir wissen wo unsere Schwachpunkte sind und wir glauben, dass unsere Gegenüber keine solche Punkte haben. Wir sollten uns vielleicht viel weniger Sorgen darüber machen, wir sollten mehr Zeit in die Schwächen unseres Gegenübers investieren. Jack Nasher beschreibt das Vorgehen in seinem Buch Deal. Natürlich gibt es noch andere Hilfsmittel. Mehr dazu unter Bäerenfellen, Rittern und Drachen. Bei mir ist es wichtig, meinen kleinen, weissen Ritter nicht zu beschädigen. Wer das trotzdem tut, der sollte sich dann nicht über die Reaktion wundern.

Apropos Reaktion. Was tun, wenn man unterlegen ist? Selbstverständlich kann man sich an die 36 Strategeme halte. Hier ein Best of. Nur was macht man, wenn sich der Gegner nicht daran hält. Die Antwort auf diese Frage gibt es zum Beispiel im Film Braveheart. Keine Ahnung was ich meine? Wir erinnern uns an die Szene, wo auf den Hügeln die Engländer und die Schotten sich bereit machen. Die Schotten in den Kilts drehen sich um und zeigen den Engländer den nackten Allerwertesten. Und dann wird mit Gebrüll den Hang runter gerannt. So lässt sich gut sterben. Ich biete ja Leuten immer wieder gerne ein Bild an, dass sich einbrennt, wenn man mich kennt:

Man stelle sich doch vor, wie ich im Adamskostüm den Hang runter renne mit einem Gummischwert in der Hand.

Der Gegner weiss ja nicht, ob wir nur ein Gummischwert haben. Oder ob hinter dem nächsten Hügel noch eine Geheimwaffe lauert. Es hilft dabei immer wieder das Gegenüber zu überraschen. Ich denke mir ein Überflug eines Panavia Tornados in 90m über Grund bei annähernd Schallgeschwindigkeit macht immer wieder Eindruck. Es geht ja nicht darum zu kämpfen, sondern zu siegen.

Dazu gehört es dann, mit den eigenen Fähigkeiten und den Schritten des Gegenübers umzugehen. Von seinem Feldherrenhügel aus die Übersicht zu behalten. Schwerpunkte dort zu bilden, wo sie den grössten Nutzen entfalten und immer wieder zu wissen, dass es auch Spass machen sollte. Und passiert trotzdem mal etwas, dann hilft „Pimp my knight“ ganz sicher.

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  1. Pinkback: Das Wort zum Sonntag: Drachenfutter | | Braintank

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