Bloggs Ich-Welt

Ich – Welt – Eine Einführung und Strom und Wasser

Gerade habe ich mein ganz persönliches 3 Jahres-Engagementjubiläum bei meinem Arbeitgeber gefeiert. Und wieder einmal scheine ich komplex zu sein. Anspruchsvoll für Lieferanten und nicht immer einfach zu fassen. Es gibt ja nun verschiedene Möglichkeiten damit umzugehen. Langenscheidt hilft gerne, mit Büchern wie Frau – Deutsch, Mann – Deutsch auch Chef – Deutsch.

Ich denke da ist es nichts als fair, dass es auch „Ich – Welt“ gibt. Ein Erklär-Buch in Blog-form für Menschen, die in den letzten 15 Jahren mit mir zu tun hatten. Ich habe ja schon das Feedback bekommen, dass ich „nicht greifbar bin“, aber immerhin wurde der Begriff „Black Box“ für eine andere Person verwendet und nicht für mich. Bleibt die Frage, was macht mich so schwierig zu verstehen? Ich verstehe mich bestens. Gute Freunde und Kollegen auch. Ab und zu höre ich: „Wenn man sich an Dich gewöhnt hat, ist es wirklich sehr spannend und gut mit Dir“. Selbstverständlich ist das so. Nebenbei bemerkt, möchte ich auch nicht von jedem Angefasst werden und im engeren Sinne des Wortes be-griffen werden. Ob es wohl damit zu tun hat, das ich Sprache schön finde? Das ich gerne mit Bildern arbeite? Oder das ich behaupte, es ginge darum Geschichten zu erzählen, die von allen getragen werden können.

Einer meiner Lieblingsbegriffe ist „Strom und Wasser“. Nichts erklärt Informatik-Betrieb in weniger Worten. Oder hast Du Dir schon mal überlegt, was Dein Storm- und/oder Wasser-Lieferant alles tun muss, damit auf Knopfdruck bei Dir das passiert was Du möchtest? Hast Du schon mal mit dem Gedanken gespielt, anzurufen, einen Tweet zu machen oder zu schreiben, dass auch heute wieder alles zu Deiner Zufriedenheit funktioniert hat? Wenn es aber mal nicht ging, dann warst Du ziemlich schnell beleidigt. Kein Wasser, kein Strom ist in unserer Welt wie ein Eingriff in Deine Grundrechte. Und wie siehst Du das mit deinem Arbeitsgerät PC im Geschäft? Eigentlich kein Unterschied. Oder doch?

Leider ist es ja so, dass die Informatikerinnen und Informatiker, welche diese Geräte betreiben mit viel mehr Einflussfaktoren zu tun haben, als die Damen und Herren von „Strom und Wasser“. Die Informatik übt auch noch nicht so lange. Wasser gibt es seit knapp 2000 Jahren zu Hause und Strom seit etwas mehr als 150 Jahren. Elektronische Datenverarbeitung erst seit knapp 75 Jahren. Und wir sind gerade dabei neue Grundlagen zu schaffen, das Internet gibt es seit 25 Jahren und all die neuen Möglichkeiten, welche noch kommen, müssen wir auch noch in die bestehenden Infrastrukturen einbauen.

Im Vergleich mit „Strom und Wasser“, gibt uns neue Technologie die Möglichkeit, alles innert 10 Jahren von Grund auf Neu zu machen. Alle Normen zu ändern und gleichzeitig immer auch alles stehen zu lassen, da wir nie die Zeit zum Aufräumen haben. Da sind wir, wie die Leute von „Strom und Wasser“. Was mal steht, steht dann halt und wird auch gepflegt werden. Und wie die Leute von „Strom und Wasser“ verzichten wir grundsätzlich darauf „Gutes zu tun und darüber zu reden“! Wir sind ja nicht Marketing, wir sind „kranke Schwestern“, die alles daran setzen, die Wünsche der Benutzerinnen und Benutzer präventiv zu erfüllen und dabei allen Anspruchsgruppen gerecht zu werden.

Über „Gutes tun und darüber reden“ oder „kranke Schwestern“ schreibe ich gerne noch in dieser Rubrik. In der ich jetzt regelmässig Begriffe  bereitstellen werde. Ich bin ja gespannt ob die LeserInnen Zahlen wirklich, wie angedroht zu nehmen.