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Das Wort zum Sonntag: „Profilbildende Niederlage“

Der Begriff „profilbildende Niederlage“ wurde am 22.06.2012  an der kantonalen Delegiertenversammlung der FDP von Kantonsrats-Fraktionschef Thomas Vogel benutzt. Er erntete damit Lacher und Applaus. Ich denke der Begriff hat es sehr wohl in sich.

Für mich gäbe es da noch den Begriff der „charakterbildende Niederlage“. Eine solche zeigt auf, dass man für seine Meinungen und sein Verständnis einsteht. Es auch um eigene Überzeugungen geht und wie man sich dafür einsetzt. Es ist immer wieder gut zu sehen, dass solche Dinge heute noch möglich sind. Wie hat man mir letzthin bestätigt: „Du bist nicht stromlinienförmig“. Alle die mich kennen, können das bestätigen. Es hat aber nicht nur mit meinem Körperbau zu tun. Ich stehe für meine Überzeugungen ein. Und erleide ab und zu eine charakterbildende Niederlage.

Diese Woche habe ich aber auch eine „profilbildende Niederlage“ vorausgesagt und eingefahren. Bleibt die Frage, was ist der Unterschied. Diese Erfahrung ist vor allem für die anderen Beteiligten. Es wird sich keiner beklagen können, er hätte es nicht sehen kommen. Der Punkt war immer klar und es wird nicht möglich sein, über die Zeit diesem immer auszuweichen.

Solche Momente sind Einladungen zur Veränderung, Angebote zur Kooperation. Man kann sie annehmen, muss aber nicht. Und wenn nicht, bleibt es ab und zu dabei, dass man auch hier einstehen muss, für sein Wissen und seine Überzeugungen, mit dem Ziel anderen zu Helfen, sich zu entwickeln. Hier gilt aber auch: Wer nicht hören will, wird fühlen. Wird mein Profil fühlen. Ein schöner Gedanke.

Und weil die Woche so war, wie sie war, hier noch der Kommentar einer guten Kollegin: „Es ist wie auf der Achterbahn, es geht runter und rauf und das macht es so wunderschön“.

 

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