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Eine Tautologie (vom altgriechischen τὸ αὐτό „dasselbe“ und λόγος „Wort“, „Rede“, „Sinn“), auch Verum (lateinisch von verum „das Wahre“) genannt, ist in der zweiwertigen Logik eine Aussage, die unabhängig davon, welcher Wahrheistwert man den in ihr vorkommenden atomaren Aussagen oder Aussagevariablen zuordnet, immer wahr ist.

In der Kunst ist eine Tautologie eine bildliche oder strukturelle Aussage eines nicht zu interpretierenden Sachverhaltes. Der Künstler will eine Aussage und genau nur diese Aussage mit seinem Werk darstellen. Diese ist übrigens auch immer wahr.

Das beste Beispiel dafür ist: „Es regnet, oder es regnet nicht“. Zu jedem gegebenen Zeitpunkt ist der erste oder zweite Satzteil unwahr. Weil es selten gleichzeitig regnet und nicht regnet. Im Kontext ist der Satz dann immer wahr.

Man spricht bei einer Tautologie auch immer vom Prinzip der Zweiwertigkeit, auch Bivalenzprinzip genannt, ist die Eigenschaft einer Logik, dass semantisch jeder Formel genau einer von zwei Wahrheitswerten zugewiesen wird. Häufig werden diese Wahrheitswerte als wahr und falsch bezeichnet. Wie in obigem Beispiel. Logiken, für die das Prinzip der Zweiwertigkeit erfüllt ist, nennt man auch zweiwertige Logiken.

Spannend wird die Geschichte dann aber mit dem Satz: „Er liebt mich, oder er liebt mich nicht“. Auch hier ist die Tautologie gegeben, aber niemandem wird es in den Sinn kommen nach dieser Tautologie zu leben. Hier gilt dann nur der eine oder andere Zustand.

Viel Spass beim Suchen von weiteren Tautologien an diesem Alt-Weiber-Sommer-Wochenende.

2 thoughts on “Das Wort zum Sonntag: Tautologie

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