Archiv

Archiv für die Kategorie ‘Information’

Das Wort zum Sonntag

2. August 2010 2 Kommentare

Warum das WoS fehlt:

  • Distale intraartikuläre Radiusfraktur mit metaphysär plurifragmentärer Zertrümmerung rechts (AO 23-C1.3)
  • Rippenserienfraktur links Costae 4-7
  • Oberarmkontusion links
  • Kniekontusion links

So beschreibt es der Spital. Ich würde festhalten: Bin vom Motorrad gefallen, habe mir 4 Rippen und ein Handgelenk gebrochen. War fast eine Woche im Spital und bin jetzt wieder zu Hause. Darum anstelle eines WoS, hier so viele schöne Worte.

KategorienBloggs, Information, WoS Tags:

Das Wort zum Sonntag: Schwuppdizität

14. Mai 2010 Keine Kommentare

Worte erfinden aus der c’t:

Schwuppdizität (engl. Performance) bezeichnet die gefühlte Geschwindigkeit eines Computers. Der Begriff wurde durch das PC-Magazin “c’t” geprägt.

In der letzten c’t bin bewusst über das Wort gestolpert. Der Begriff wurde aber schon Ende 2008 geboren und wird seit dann regelmässig verwendet.

Dabei muss gesagt werden, dass ein Computer immer zu langsam ist. Und ob man auch die Schwuppdizität eines Menschen bestimmen kann ist leider nicht wirklich bekannt. Dabei könnte man dieses Wort auch in anderen Zusammenhängen wieder treffen. Nur ob es sich gut man, wenn man die Performance seines Partners so beschreibt? Oder ob es jemanden glücklich macht, wenn man den Begriff beim Autokauf verwendet?

Ich weiss es nicht, aber mir gefällt er. Anderen übrigens auch, die hätten aus der Schwuppdizität schon 2009 das Wort des Jahres machen wollen.Das wäre vielleicht etwas übertrieben. Aber auf jeden Fall ein schönes Wort, auch wenn es komplex ist, es 10 x schnell nacheinander zu sagen.

Probiert es doch mal.

Das Demokratie-Wochenende

28. September 2008 Keine Kommentare

Dieses Wochenende hatten wir mal wieder die Möglichkeit uns direkt in die Demokratie einzubringen. Zum ersten Mal, durften wir im Kanton Zürich, durch eine Stichfrage entscheiden, nachdem wir die Initiative und den Gegenvorschlag angenommen haben. Ein spannender Gedanke und endlich der Beweis, dass es doch funktioniert.

Im Dorf selber, war es dann ein wenig ernüchtender, das eine Geschäft wurde von Rechts erledigt. Und das andere wurde von Links erledigt. Also zweimal Nein. So geht das.

Und dann haben ja noch unsere Freunde im Nordosten gewählt. Und ich gestehe, ich geniesse die Auftritte der CSU Vertreter. Das war wohl ein Denkzettel der harten Art. Aber eben: Wahltag ist Zahltag! Die Österreicher überraschen mich da schon ein wenig mehr. Die Grossen nicht, dafür die rechten Kleinen ein wenig viel mehr. Was ist den da los?

Und das schönste an der Geschichte: Es funktioniert!

EM – Es ist immer das Gleiche

25. Juni 2008 1 Kommentar

Alle spielen mit, alle schiessen späte Tore, aber am Ende gewinnen immer die Deutschen ….

KategorienFernsehn, Hintergedanken Tags:

Das Wort zum Sonntag: Hedging

6. Juni 2008 2 Kommentare

Der Begriff Hedgegeschäft (kurz Hedging; von english to hedge [hɛdʒ], „absichern“) bezeichnet ein Finanzgeschäft zur Absicherung einer bestimmten Transaktion gegen (wenn möglich alle) Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen. Um dies zu tun, geht man zu diesem Zweck eine weitere Transaktion ein, die mit der zugrunde liegenden Transaktion gekoppelt ist. Dies findet gewöhnlich in der Form eines Termingeschäfts statt.

Ein perfekter Hedge eliminiert jegliches Risiko, ist aber in der Praxis fast unmöglich. Das wurde bereits mehrfach erfolgreich bewiesen. Man liest dann regelmässig von Hedge-Funds-Krisen. Immer dann ist die dahinterliegende perfekte, theoretische Idee wieder einmal gescheitert. Im Gegensatz zur Sub-Prime Krise, wo man einfach zu gierig war, ist das Hedging noch immer ein Kunsthandwerk, das nicht jeder beherrscht.

Ich denke der Gedanke eine Transaktion durch eine völlig andere, damit nicht in Zusammenhang stehende Transaktion abzusichern, ist sehr lukrativ. Wie immer wenn etwas lukrativ ist, dann ist es auch risikobehaftet. Ich denke wir sollten uns über neue Anwendungsfelder von Hedging mal Gedanken machen:

  • Hedging-Heirat: Man heiratet jemanden und bekommt zur Absicherung noch eine dritte Person? Oder gleich den Rechtsanwalt mit?
  • Hedging-Projekt: Man beginnt ein Projekt und beginnt gleichzeitig noch ein zweites, damit man wenigstens eines ins Ziel bringt? Diese Methode wird aktiv eingesetzt

Ich habe mir ja auch überlegt, ob man die EM hedgen kann, aber wir werden alle erst am Samstagabend wissen, ob unsere Helden gewonnen haben oder nicht. Also viel Spass beim absichern.

Annabelle und Seminarkabarett

27. Mai 2008 Keine Kommentare

Werbung der annabelle:

Frau sucht gut aussehenden, treuen, offen, einfühlsamen, intellektuellen, leidenschaftlichen, verständnisvollen, gesprächsfreudigen, romantischen, tierlieben, charmanten, humorvollen, intelligenten, sexy, zuvorkommenden, toleranten, athletischen, belesenen, vermögenden Mann mit weniger hohen Ansprüchen an seine Partnerin.

Gut zu wissen, dass es für Männer schon passen würde, das mit den weniger hohen Ansprüchen an seine Partnerin. Bewiesen wurde das von Bernhard Ludwig, einem österreichischen Kabaretisten.

Einer Frau würde das ja nie passieren. Der Partner muss gleich gut oder besser sein. Dieser Gedanke hat mir schon ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.

susi-istisches

22. Januar 2008 2 Kommentare

Wer kennt sie nicht. Die “Susi” in einem. Das Wesen, das ganz selten Ausgang erhält, wenn es das aber tut, dann ganz sicher den grösstmöglichen Landschaden anrichtet. Gemäss allen Horoskopen, welche ich für diese Wochen und Tage gehört habe, werde ich mich “susi-istisch” verhalten diese Woche. Schlimmster Tag sollte Dienstag sein. Swiss sei Dank, wurde mein Flug verschoben und ich war mehr als 12 Stunden in einem Flugzeug. Dort kann man nicht so viel Schaden anrichten.

Jetzt muss ich nur noch Mittwoch und Donnerstag überstehen. Dann wäre es überstanden. Ansonsten habe ich den Vorteil, dass nebenbei auch noch Vollmond ist und auch alle anderen Sternzeichen wohl die gleichen Probleme haben.

Auf jeden Fall bin ich in einem Stück hier in Südafrika angekommen und kann vermelden, dass es auch hier regenet. Ab morgen werden wir mit unserem Lieferanten besprechen, wie wir gewisse Lieferobjekte möglich machen wollen.

Also werde ich mal versuchen, nicht zu susiistisch zu sein. Ein Wort, dass es schon fast verdient hat einmal ein WoS zum werden.

Wir sind Kaiser

13. Januar 2008 Keine Kommentare

Interessanterweise ist es so, dass wenn ich nicht schlafen kann, es immer die Nacht von Donnerstag auf Freitag trifft und ich immer genau dann wach werde, wenn “Wir sind Kaiser” kommt.

Diese Sendung hat viel feinen Humor. Vor allem, wenn man sich in der österreichischen Politik ein wenig auskennt, so macht der Kaiser immer wieder ganz schöne Zurechtweisungen. Besonders gelungen ist die Folge, in der Alfons Haider, ein schwuler Radiomann, mit Jörg Haider verwechselt wird. Um den Faux-Pas zu retouschieren, hat der Haushofmeister Seyffenstein das korrigiert und daraufhingewiesen, dass Jörg der Kanzler Nordsloweniens sein. Im gleichen Interview wurde Alfons Haider auch noch seinen Frauengeschichten befragt, was dieser sehr gekonnt parierte.

In der letzten Folge war Erhard Busek zu Besuch, der als Sonderkoordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa sehr viel für die Befriedung in der Gegend getan hat. Trotz der Satire, hat er viel wahres gesagt. Und sich am Schluss vom Kaiser auch nicht die übliche Antwort “Er muss auch einmal brav sein”, mit auf den Weg bekommen, sondern ein klares “Er darf noch viel frecher sein und seine Stimme müsste mehr gehört werden”.

Wer sich nun dafür interessiert. Am Donnerstag um 22.00 Uhr im ORF. Oder auf Youtube.

KategorienBloggs, Fernsehn Tags:

Das Wort zum Sonntag: Klezmer

7. Dezember 2007 Keine Kommentare

Endlich mal wieder ein Wort, das aus verschiedenen Sichten gedeutet werden kann.

Klezmer (aus dem aramäischen „kli zemer“ כלי זמר, deutsch „Gefäss für das Lied“) ist eine aus dem Judentum stammende Volksmusik. Etwa um im 15. Jahrhundert entwickelten klezmorim oder klezmerimreligiösen Traditionen, die bis in biblische Zeiten zurückreichten; ihre musikalische Ausdrucksweise entwickelte sich indessen weiter bis in die Gegenwart. Das Repertoire besteht vor allem aus Musik zur Begleitung von Hochzeiten und anderen Festen.

Ursprünglich bezog sich der Begriff klezmer (Plural klezmorim) auf die Musiker. Erst seit Beginn des Revivals, der Wiederentdeckung dieser Musik in den USA in den 1970er Jahren, findet der Begriff Anwendung zur Bezeichnung des musikalischen Genres.

Vielleicht sollte ich nun doch noch über die Musik selber schreiben. Wer die Musik des Maghreb  mag, der wird irgendwann auch der Klezmer Musik begegnen. Diese schwermütige Musik, lässt einen Trauer ertragen, sie lässt einen den Graben zwischen Freude und Leid einfach überschreiten. Sie wird gespielt von älteren Herren und Frauen, ist offen für viele Einflüsse, sei es aus dem Jazz, dem Blues, dem Maghreb.

Und immer wieder kommt sie zurück, diese Schwermut, die an so bedeckten Tagen wie heute ganz wunderbar passt. Also geniesst zusammen mal Wärme und Klezmer Musik und schaut dazu in ein Feuer oder geniesst die Zweisamkeit.

Zwischen Bildungs- und Erziehungsauftrag

29. September 2007 1 Kommentar

Im Rahmen eines netten Gedankenaustausch mit meinem liebsten Gesprächspartner, haben wir uns über semantische Feinheiten unterhalten. Mir wurde ein Erziehungsauftrag untergeschoben, während sich mein Gesprächspartner einen Bildungsauftrag gegeben hat.

Ich musste ziemlich fest lachen über die Feinheiten: Bildung ist etwas positives, Erziehung kann auch etwas positives sein. Wenn man aber die Verzogenen zu ziehen versucht oder sonstige bewährte Massnahmen durchführen will, wird man automatisch zum Bösen gestempfelt.

Das kann einem mit einem Bildungsauftrag nicht passieren. Weil es ja bei der Bildung am Empfänger liegt und beim Erziehen meistens am Sender.

Mir stellt sich die Frage, wie man einem Bildungsbeaufragten erzieht. Falls jemand einen Rat hat, dann wäre ich froh um Kommentare ….